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·25. September 2026
Medien: Manchester City in 114 Anklagepunkten schuldig

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Im schlimmsten Fall könnte der Klub mit einem Punktabzug oder sogar Zwangsabstieg belegt werden.
Manchester City drohen mehr denn je harte Strafen wegen Verstößen gegen Finanzregeln. Der englische Vizemeister ist laut Medienberichten in allen bis auf einen der 115 Anklagepunkte schuldig gesprochen worden. Im schlimmsten Fall könnte der Klub mit einem Punktabzug oder sogar Zwangsabstieg belegt werden.
Laut dem Portal The Athletic ist über die Sanktionen zwar noch nicht entschieden worden, die unabhängige Kommission sei jedoch zu der eindeutigen Entscheidung gelangt. Auch die BBC berichtet, dass City in einem "Großteil" der Anklagepunkte für schuldig befunden worden sei. Die Vorwürfe zielen auf das Geschäftsgebaren der milliardenschweren Klubbesitzer aus Abu Dhabi, die City 2008 übernommen hatten.
Der Klub verwies in einer ersten Reaktion auf das laufende Verfahren der Premier League. "Wesentliche Teile müssen noch abgeschlossen werden", hieß es in einem Statement. Der Traditionsklub hatte zuletzt jegliches Fehlverhalten abgestritten, die Ermittlungen laufen bereits seit dem Jahr 2023.
ManCity werden 80 Verstöße gegen Finanzvorschriften zwischen 2009 und 2018 vorgeworfen, außerdem 35 Verstöße wegen mangelnder Kooperation bei einer Untersuchung der Premier League. Laut The Athletic wird City bei einem Schuldspruch in Berufung gehen.
Ein Schuldspruch würde einen Schatten über Citys Erfolgsära werfen. In den vergangenen 15 Jahren gewann der Klub acht Premier-League-Titel, vier FA-Cups, sieben Ligapokale und einmal die Champions League.
Konkret geht es unter anderem um E-Mails, die angeblich zwischen hochrangigen Verantwortlichen von City ausgetauscht wurden. Diese sollen darauf hindeuten, dass der Verein Sponsoring-Einnahmen der staatlich kontrollierten Fluggesellschaft Etihad aus Abu Dhabi sowie des Telekommunikationsunternehmens Etisalat künstlich aufgebläht hatte, indem direkte Investitionen der Abu Dhabi United Group als reguläre Einnahmen deklariert wurden. Weitere Dokumente legten nahe, dass es nicht offiziell verbuchte Zahlungen an den damaligen Trainer Roberto Mancini gegeben habe – getarnt als Beraterhonorare eines Vereins aus Abu Dhabi.
Die UEFA hatte Manchester wegen ähnlicher Verstöße schon 2020 für zwei Jahre vom Europapokal ausgeschlossen. Dieses Urteil wurde jedoch vom Internationalen Sportgerichtshof CAS kassiert, die damit verbundene Geldstrafe von 25 auf acht Millionen Pfund reduziert. Dennoch nahm die Premier League vor sechs Jahren eigene Ermittlungen auf.
Sollte City schuldig gesprochen werden, droht eine harte Strafe. Sowohl Everton als auch Nottingham Forest waren in der Saison 2023/24 wegen einzelner Verstöße mit Punktabzügen belegt worden. Andere Vereine könnten die Aberkennung von Titeln sowie Schadenersatz fordern, falls sich City durch unlautere Methoden einen unfairen Vorteil verschafft haben sollte.
Foto: AFP/SID/PAUL ELLIS







































