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Moritz Oppermann·6. September 2026

Mega-Deal ist keine Weltklasse! Wird dieser Skandal-Profi zum Riesenflop?

Artikelbild:Mega-Deal ist keine Weltklasse! Wird dieser Skandal-Profi zum Riesenflop?

Bei einem Blick auf die Top 20 der vergangenen beiden Ballon-d’Or-Wahlen suchen wir einen Namen vergeblich: Enzo Fernández.

Der Argentinier spielte bei der Wahl zum Weltfußballer bislang nie wirklich eine Rolle und doch hat Manchester City vor wenigen Tagen rund 145 Millionen Euro an Chelsea für den Mittelfeldspieler gezahlt. Haben sie damit einen großen Fehler begangen?


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Okay, spätestens seitdem Robert Lewandowski 2021 nicht den Goldenen Ball gewann, wissen wir, dass bei der Wahl nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht. Dennoch: Zuletzt gab es einfach etliche Spieler, die deutlich besser als Fernández performten.

Chelseas Denker und Lenker führte die Blues in der vergangenen Saison auf einen enttäuschenden zehnten Platz. In der Champions League flogen die Londoner im Achtelfinale krachend gegen PSG raus (2:8 nach Hin- und Rückspiel). Und jetzt soll er die Skyblues auf nationaler und internationaler Ebene zu Titeln führen?

Natürlich hat City Fernández nicht komplett ohne Grund verpflichtet. Der 25-Jährige verfügt über enorme Spielmacher-Qualitäten. Vor allem seine Übersicht, Passstärke und die Qualität im Abschluss erinnern in Teilen sehr an City-Legende Kevin De Bruyne.

Bei der diesjährigen WM bewies der Argentinier zudem, dass er in den entscheidenden Momenten zum Unterschiedsspieler werden kann.

Im Achtelfinale köpfte er die Albiceleste in der Nachspielzeit gegen Ägypten weiter (3:2). Beim 2:1-Halbfinalsieg gegen England sorgte er mit einem satten Distanzschuss in der 85. Minute für den späten Ausgleich und ließ zumindest erahnen, warum vor City auch Chelsea bereits 121 Millionen Euro für Fernández investierte. Im Finale offenbarte er dann aber auch sein anderes Gesicht.

Nach einem rüden und völlig unnötigen Tritt gegen Spaniens Cubarsí flog Fernández mit Gelb-Rot vom Platz. Dass der 25-Jährige völlig über die Stränge schlägt, könnte für City zu einem massiven Problem werden.

Im Frühjahr 2026 suspendierte ihn Chelseas Trainer Liam Rosenior für zwei Spiele, nachdem Fernández während einer Länderspielpause im argentinischen Fernsehen offensiv mit einem Wechsel zu Real Madrid kokettiert hatte: „Ich würde es lieben, in Madrid zu leben“, betonte er, während Chelsea mitten in der Krise steckte.

Zuvor hatte sich Fernández laut 'The Athletic' immer wieder Zoff in der Kabine geleistet. Im Sommer 2024 sorgte er zudem für Aufsehen, als er nach Argentiniens Copa-America-Sieg mit seinen Teamkollegen rassistische und homophobe Schmähgesänge gegen die französische Nationalmannschaft gerichtet haben soll.

Trotz der ganzen Vorfälle holte City Fernández vor einigen Tagen nach Manchester. Ob da vielleicht der Trainer seine Hände im Spiel hatte?

Enzo Maresca, der im Sommer das große Erbe von Pep Guardiola antrat, trainierte Fernández bis Januar 2026 bei Chelsea und hegt laut 'Sky' ein besonderes Verhältnis zu seinem neuen Mittelfeld-Star.

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📸 Buda Mendes - 2025 Getty Images

„Ich habe so viel von ihm gelernt“, schwärmte Fernández nach seinem Wechsel, angesprochen auf seinen neuen, alten Coach. Ob er von Maresca auch lernen kann, wie er endgültig zu einem Weltklasse-Spieler reifen kann und die Eskapaden der Vergangenheit hinter sich lässt?

Ballon-d’Or-Gewinner Ousmane Dembélé hat unter Luis Enrique bewiesen, dass aus einem Profi mit enormem Potenzial, der aber hauptsächlich neben dem Platz für Schlagzeilen sorgt, einer der besten Spieler der Welt werden kann. Die Betonung liegt aber ganz klar auf „kann“.

Denn aktuell gehört Fernández wohl nicht einmal zu den besten Spielern der Premier League. Auch wenn Geld in England offensichtlich keine Rolle mehr spielt, muss sich Manchester City deshalb die Frage gefallen lassen, ob dieser Transfer am Ende wirklich die richtige Entscheidung war.

Nicht, dass wir schon in ein paar Monaten vom 145-Mio.-Transferflop sprechen.


📸 Ryan Pierse - 2026 Getty Images

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