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·24. Februar 2026

Mehr als ein Schiedsrichter auf dem Platz? Das sagt Schiri-Boss Kircher

Artikelbild:Mehr als ein Schiedsrichter auf dem Platz? Das sagt Schiri-Boss Kircher

Die Diskussionen um Schiedsrichter-Entscheidungen haben in den letzten Wochen zugenommen. Würde ein zweiter Referee auf dem Platz helfen?

Zu dieser Frage äußerte sich auch der langjährige Bundesliga-Schiedsrichter Knut Kircher. „Es wurde tatsächlich schonmal probiert“, erzählte der Schiedsrichter-Chef des DFB im Sky-Format Glanzparade: „Als Pierluigi Collina in Italien Schiedsrichter-Chef war, hat er mal zwei Assistenten mit zwei Schiedsrichtern probiert.“


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Auch in Deutschland sei dieses Modell bereits diskutiert worden. „Bei uns hat es dann immer geheißen, wenn in der einen Hälfte Bernd Heynemann pfeift und in der anderen Hälfte Markus Merk, gehen die Spieler alle in die Hälfte von Heynemann“, witzelte Kircher: „Es hat sich nie durchgesetzt.“

Schiedsrichter-Pilotprojekt der FIFA für Kircher „denkbar“

Mit der fortschreitenden Technologisierung kann sich Kircher jedoch vorstellen, dass das Thema wieder an Fahrt aufnehmen könnte. „Du musst die Seitenlinie nicht mehr großartig per menschlichem Auge überwachen, die Torauslinie auch nicht mehr, Goal-Line-Technology hast du, das Thema Abseits wird man abdecken können“, zählte der Ex-Referee auf, welche Aufgaben die Technik den Schiedsrichter abnehmen oder zumindest erleichtern könnte.

Daraus schloss der 57-Jährige, dass sich die Rolle der Assistenten in Zukunft verändern könnte oder man tatsächlich „zwei oder drei Schiedsrichter auf dem Feld“ haben könntest. „Ich warte es mal ab“, fuhr Kircher fort: „Meistens passiert dann von der Fifa irgendein Pilotturnier, wo man es ausprobiert und Erkenntnisse zieht – denkbar!“

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Foto: Getty Images

Der heutige Chef der deutschen Elite-Schiedsrichter leitete zwischen 2002 und 2016 244 Spiele in der Bundesliga und war von 2004 bis 2012 als Fifa-Referee auch international im Einsatz. 2008 pfiff er das Finale des DFB-Pokals und wurde in der Saison 2011/2012 als Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnet. 2024 übernahm er von Lutz Michael Fröhlich als Geschäftsführer Sport und Kommunikation der DFB Schiri GmbH.

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