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·12. Mai 2026

Mehr als Fußball: Wie RBL Sachsen bewegt

Artikelbild:Mehr als Fußball: Wie RBL Sachsen bewegt

Der Zeitpunkt hätte kaum passender sein können: Nur wenige Tage nach der feststehenden Rückkehr in die UEFA Champions League war RB Leipzig im Sächsischen Landtag zu Gast. Unter dem Titel „RB Leipzig — eine Erfolgsgeschichte aus und für Sachsen“ kamen in Dresden Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Sport zusammen, um über die Rolle des Fußballs für Gesellschaft, Stadt und Region zu sprechen.

Auf dem Podium diskutierten Ministerpräsident Michael Kretschmer, Petra Peterhänsel, Leiterin des BMW Group Werks Leipzig, RBL-CEO Tatjana Haenni und Dominik Kaiser aus dem Talent Manager Career Center von RB Leipzig. Moderiert wurde der Abend von Clara Mohr.


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„Das bewegt Menschen“

Für Tatjana Haenni ist es einer der ersten großen öffentlichen Auftritte als CEO von RB Leipzig — und zugleich eine Gelegenheit, über ihre ersten Eindrücke in der Stadt zu sprechen. Besonders hängen geblieben ist ihr eine Begegnung in einem Leipziger Restaurant.

Der Wirt kam an den Tisch und sagte: Sie sind doch die neue CEO von RB Leipzig. Ihr müsst in die Champions League, ihr müsst in die Champions League“, erzählt Haenni. Auf ihre Antwort, dass genau das auch das gemeinsame Ziel sei, habe der Wirt sehr konkret beschrieben, was internationale Spiele für sein Geschäft bedeuten.

Für Haenni wird in diesem Moment besonders greifbar, welche Wirkung RBL in Leipzig hat: „Da wurde mir bewusst, was das bedeutet — für ein Restaurant, aber auch für die Signalwirkung. Das bewegt Menschen wirtschaftlich, aber auch emotional. Die Menschen sind stolz darauf, nicht nur in Leipzig, sondern in ganz Sachsen.“

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Fußball, der verbindet

Ein zentrales Thema des Abends ist die gesellschaftliche Rolle des Fußballs. Haenni macht deutlich, dass RB Leipzig zwar längst ein professionell aufgestellter Club mit fast 500 Mitarbeitenden, internationalem Anspruch und Champions-League-Zielen ist — seine gesellschaftliche Bedeutung aber weit über das Professionelle hinausreicht.

Fußball kann Gesellschaft bewegen“, betont Haenni. „In jedem Viertel, in jedem Dorf gibt es hoffentlich einen Fußballverein. Dort geht es darum, Kinder zusammenzubringen, Gemeinschaft zu schaffen, Ehrenamt zu leben — mit Funktionären, Trainern und Trainerinnen.“

Diese Verantwortung sieht sie auch bei RB Leipzig. Der Club sei in der Stadt, im Umfeld und in der Region engagiert — in Schulen, im Nachwuchs und mit Fußballcamps. Vieles davon passiere bewusst ohne großes Eigenlob.

„Wir haben ein bisschen zu wenig darüber kommuniziert, was wir alles tun“, sagt Haenni. „Wir stellen uns nicht hin und sagen: Schaut mal, was wir alles machen. Wir machen es einfach. Wir haben eine Haltung, uns ist das wichtig — und wir wollen uns da in Zukunft noch stärker engagieren.“

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Eine Atmosphäre, die Menschen zusammenbringt

Gerade in schwierigen Zeiten kann Fußball ein Ort sein, an dem Menschen zusammenkommen. Haenni beschreibt die besondere Kraft des Spiels als verbindendes Element — unabhängig von Herkunft, Alter oder möglichen Differenzen.

„Fußball verbindet einfach“, schildert unsere CEO. „Man kann für einen Moment vergessen, welche Unterschiede es vielleicht gibt. Es geht um das Spiel, um Emotionalität, um das gemeinsame Erlebnis.“

Für RB Leipzig zählt, dass Spieltage Menschen zusammenbringen — über Generationen, Lebenswelten und Hintergründe hinweg. Genau diesen Eindruck schilderte Haenni aus ihren ersten Erlebnissen im Stadion:

„Uns als Club ist extrem wichtig, dass das in einer familiären, friedlichen und freundlichen Atmosphäre passiert“, sagt sie. „Diese Mischung aus Frauen und Männern, Jüngeren und Älteren, aus ganz unterschiedlichen Menschen — das ist ein Zeichen, das wir weiter stärken wollen und müssen.“

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Partner der Stadt und der Region

Auch die wirtschaftliche Bedeutung von RB Leipzig war ein zentrales Thema des Abends. Haenni betont, dass der Club seine Rolle nicht isoliert sieht, sondern als Teil eines größeren Ganzen.

„Der Wirtschaftsstandort Leipzig ist für uns extrem wichtig. Wir sehen uns als starken Partner — mit anderen zusammen, mit allen zusammen. Wir sehen uns als Teil der Stadt, und wir wollen das gemeinsam machen.“

Diese Rolle reicht vom Profifußball über Veranstaltungen und internationale Spiele bis hin zu Themen, die weit in die Zukunft zeigen: Sportförderung, Nachwuchsarbeit, Infrastruktur und mehr Angebote für Kinder und Jugendliche.

Auch Frauen- und Mädchenfußball nimmt Haenni dabei in den Blick. Mit der Frauenfußball-Europameisterschaft 2029, bei der Leipzig Austragungsort sein wird, sieht sie eine große Chance für die Region.

„Der Fokus auf mädchenspezifische Angebote ist mir persönlich wichtig, denn Mädchen sind keine kleinen Jungs.“

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„Leipzig, die Region Ost und Mitteldeutschland begeistern“

Zum Abschluss des Abends bat Moderatorin Clara Mohr die Teilnehmenden um einen persönlichen Wunsch für die Zukunft. Tatjana Haenni antwortete mit einem Satz, der gut zu diesem parlamentarischen Abend passt — und zur Rolle, die RB Leipzig für Sachsen einnehmen will.

Ihr größter Herzenswunsch für RBL abseits von Titeln und Tabellenplätzen sei, „dass wir Leipzig, die Region Ost und Mitteldeutschland begeistern können.

Genau darum ging es in Dresden: um Fußball als Emotion, als Wirtschaftsfaktor, als verbindende Kraft und als Verantwortung. Um einen Club, der sportlich wieder in der Champions League angekommen ist — und zugleich weiter daran arbeitet, für Stadt und Region mehr zu sein als 90 Minuten am Wochenende.

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