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·11. September 2026
"Mehr Schlagkraft entwickeln": SVWW und Mainz 05 kooperieren

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Der SV Wehen Wiesbaden und der 1. FSV Mainz 05 gehen künftig gemeinsame Wege. Wie beide Vereine am Freitag bekanntgaben, wurde eine umfassende Kooperation vereinbart, die sowohl den Profi- als auch den Nachwuchsbereich umfasst und perspektivisch zudem den Frauen- und Mädchenfußball einschließt.
Im sportlichen Bereich wollen die beiden Nachbarvereine, deren Stadien nur 16 Kilometer voneinander entfernt liegen, künftig enger bei der Kaderplanung, im Scouting sowie bei der Entwicklung und Bindung von Talenten zusammenarbeiten. Zudem sollen die Nachwuchsleistungszentren stärker vernetzt und gemeinsame Sichtungsmaßnahmen durchgeführt werden. Spielern beider Klubs sollen dadurch zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet werden.
SVWW-Geschäftsführer Tobias Keller spricht von einer "ganzheitlich angelegten" Partnerschaft, die sowohl sportlich als auch organisatorisch Vorteile für beide Seiten mit sich bringe. "Wir bündeln unsere Stärken, um in einem hochkompetitiven Markt gemeinsam mehr Schlagkraft zu entwickeln – auf Augenhöhe und mit dem klaren Anspruch, beide Standorte nachhaltig zu stärken", erklärt Keller. "Zwei Klubs aus zwei Landeshauptstädten, die nur wenige Kilometer trennen: Das ist eine einmalige Konstellation."
Auch abseits des Rasens ist ein enger Austausch vorgesehen. So öffnen beide Vereine ihre Fortbildungsangebote füreinander und ermöglichen Hospitationen für Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen. Der Wissenstransfer soll von der Trainerausbildung bis ins Klubmanagement reichen. Ein paritätisch besetzter Lenkungsausschuss wird die Zusammenarbeit begleiten und schrittweise weiterentwickeln.
Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver sieht insbesondere im sportlichen Bereich großes Potenzial. Beide Vereine könnten voneinander profitieren – etwa in der Kaderplanung, im Scouting und in der Talentförderung. Gleichzeitig stellte er klar, dass die sportliche Eigenständigkeit beider Klubs erhalten bleibe. Die Kooperation erweitere jedoch den Handlungsspielraum und stärke die Ausbildungsarbeit "vom Nachwuchs bis in den Profibereich".
Mainz-Präsident Stefan Hofmann verweist auf die Gemeinsamkeiten beider Standorte. Beide Vereine seien regional stark verwurzelt und legten großen Wert auf die Nachwuchsarbeit. Ziel sei es, den Fußball in der Region nachhaltig weiterzuentwickeln. Ähnlich äußert sich 05-Sportvorstand Christian Heidel, der von einem bereits seit längerer Zeit bestehenden engen Austausch zwischen den Führungsebenen berichtet. Die Kooperation sei aus dem Wunsch entstanden, die sportliche Expertise und die jeweiligen Netzwerke sinnvoll miteinander zu verbinden. "Durch den wechselseitigen Austausch auf Augenhöhe profitieren am Ende Clubs und Spieler, denen wir noch bessere Perspektiven eröffnen können", sagte Heidel.







































