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·8. August 2026
Mehr VAR, weniger Zeitspiel: Diese Regeländerungen gelten in der neuen Saison

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·8. August 2026

Zur kommenden Saison wird sich im internationalen Fußball bei den Regeln einiges ändern. Bei der WM 2026 in Nordamerika gab es bereits einen ersten Vorgeschmack auf die Neuheiten.
Schon Ende Februar hat die Regelbehörde des internationalen Fußballs IFAB bei ihrer Jahreshauptversammlung einige Änderungen im Regelwerk besprochen. Erst bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko traten die Neuheiten in Kraft – und sorgten bereits für Diskussionen.
Ein Großteil der Änderungen wird aber nun auch im Vereinsfußball zum Einsatz kommen. Worauf sich etwa die Bundesliga und zweite Bundesliga einstellen darf, und welche neuen Befugnisse der VAR erhält – ein Überblick.
Im Wesentlichen möchte die IFAB mit ihren Regeländerungen Zeitspiel verhindern und die Netto-Spielzeit einer Fußballpartie wieder erhöhen. Dafür gibt es etwa Countdowns bei Abstößen, und nun eben auch bei Einwürfen. Dabei liegt es im Ermessen des Schiedsrichters auf dem Platz, wann ein Abzählen gestartet wird. Auch die Strafe bei Überschreiten des Countdowns wird härter: Bei Abstößen und Abwürfen gibt es bei Verstoß einen Eckball für das gegnerische Team, bei Einwürfen darf der Gegner einwerfen.
Zudem haben ausgewechselte Spieler wie schon bei der WM nur noch zehn Sekunden Zeit, den Platz zu verlassen und damit einen Wechsel zu ermöglichen. Hält sich der Spieler nämlich nicht an diese Richtzeit, so muss der Einwechselspieler mindestens eine Minute warten, bis er auf das Feld und damit in das Spielgeschehen eingreifen darf. Gleiches gilt für Feldspieler, die bei Verletzungen eine Behandlung auf dem Platz benötigen. Im Anschluss an die Unterbrechung müssen eben jene für mindestens eine Minute den Platz verlassen, dürfen dann erst wieder mitwirken. Diese Regel gilt indessen nicht für Torhüter.
Auch der Videobeweis hat künftig noch mehr Eingriffsmöglichkeiten. Etwa bei Gelb-Roten-Karten, wenn die zweite Verwarnung klar und offensichtlich falsch war. Hat der Schiedsrichter hingegen eine zweite gelbe Karte verpasst, darf sich der VAR weiterhin nicht melden. Auch bei Spielerverwechslungen bei versehentlichen Gelben oder Roten Karten darf der Videoschiedsrichter sich künftig melden.
Zwei Regeländerungen, die von den deutschen Profiligen jedoch nicht übernommen werden, sind folgende: Zum einen konnten bei der eindeutig falsche Eckballentscheidungen durch den VAR korrigiert werden, solange dies ohne Unterbrechung der Partie geschah. Zu Unrecht vergebene Eckbälle werden in Zukunft in Liga 1 und 2 in Deutschland aber weiterhin nicht überprüft.

Foto: Getty Images
Zudem sorgte die „Hand vor Mund“-Regelung, verbunden mit einem direkten Platzverweis, für große Diskussionen im Sommer. Auch hier entschieden sich die deutschen Ligen gegen eine solch harte Sanktion. Stattdessen wird ein Hand vor den Mund halten in einem Wortgefecht lediglich mit der gelben Karte geahndet.
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