Meisterschaft 56: Die erste Schale für den BVB | OneFootball

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·24. Juni 2026

Meisterschaft 56: Die erste Schale für den BVB

Artikelbild:Meisterschaft 56: Die erste Schale für den BVB

Die Borussen konnten auf nassem, tiefem Rasen ihre technische Überlegenheit zunächst nicht ausspielen, die Badener kämpften – und gingen überraschend in Führung: In der neunten Minute erlief Ernst Kunkel einen Steilpass, ließ Max Michallek und Elwin Schlebrowski, die sich gegenseitig behinderten, stehen und schoss am machtlosen Torwart Heinrich Kwiatkowski vorbei zum 1:0 ein.

Alfred „Adi“ Preißler lenkte nun aber das Spiel in gewohnter Weise und leitete das Angriffsspiel. Unübersichtlich wurde es in der 15. Minute im Strafraum des KSC. Nach einem Schuss von Helmut Kapitulski bekam ein Verteidiger den Ball an die Hand. Das Spiel lief trotzdem weiter, der Ball kam zu Alfred Niepieklo, der aus sechs Metern ins lange Eck schoss und Torhüter Fischer keine Chance ließ – 1:1. Nach dem Treffer wurden die Borussen immer selbstbewusster und blieben spielbestimmend. Fischer machte bei einer Ecke eine unglückliche Figur, und Alfred Kelbassa – der Dritte im Bunde der legendären „drei Alfredos“ – musste in der 27. Minute nur noch den Ball ins Tor einnicken. 2:1 für Borussia! Die Schwarzgelben ließen nicht locker und erarbeiteten sich weiterhin Chancen. In der 43. Minute nahm sich Jockel Bracht ein Herz und verfehlte das Tor aus 16 Metern nur um Haaresbreite.


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In der 53. Minute hatten die Schwarzgelben die erste Chance in der zweiten Hälfte und machten daraus gleich das 3:1. Ein Fernschuss von Preißler wurde von Geesmann so unglücklich abgefälscht, dass Torhüter Fischer keine Abwehrchance hatte. Dieses Tor verunsicherte den Torhüter so stark, dass er nur kurz danach die Vorentscheidung verschuldete: Halbhoch zirkelte Kelbassa einen Freistoß hart in Richtung KSC-Tor. Obwohl der Ball direkt auf Fischer ging, ließ er ihn nach vorne abprallen. Diese Chance nutzte Wolfgang „Sully“ Peters zum 4:1.

Auch wenn Karlsruhe durch ein Eigentor von Willi Burgsmüller noch Ergebniskosmetik betreiben konnte, war das Spiel gelaufen. Nach dem Schlusspfiff verwandelte sich das Berliner Olympiastadion in ein schwarzgelbes Fahnenmeer. Endlich hatte der BVB die Meisterschaft errungen. Spieler und Trainer mussten sich Tränen wegdrücken.

Tags darauf trafen die „Helden aus Berlin“ um 19 Uhr in zwei Sonderzügen am Dortmunder Hauptbahnhof ein. Als „Adi“ Preißler aus dem Waggon stieg, gab es kein Halten mehr. Alleine 80.000 waren am Bahnhof, insgesamt weilten wohl 250.000 Menschen an den Straßenrändern, als die Spieler zum Borsigplatz gebracht wurden.Fritz Lünschermann

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