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·5. Juli 2026
Mertesacker signalisiert DFB-Bereitschaft und drängt sich für Völlers Nachfolge auf

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Der deutsche Fußball erlebt einen historischen Umbruch. Nach dem Rücktritt von Bundestrainer Julian Nagelsmann bringt sich nun auch Per Mertesacker für einen Posten beim DFB in Stellung.
Das WM-Debakel zieht weitreichende personelle Konsequenzen nach sich. Mit Julian Nagelsmann trat bereits der Bundestrainer zurück, nachdem ihm DFB-Präsident Bernd Neuendorf nach übereinstimmenden Medienberichten ein freiwilliges Ausscheiden nahegelegt hatte. Nagelsmann erhält dem Vernehmen nach eine Abfindung von rund sieben Millionen Euro, was einem Jahresgehalt entspricht. Auch Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig verlässt den Verband: Er hatte bereits vor der WM entschieden, seinen zum Jahresende auslaufenden Vertrag aus persönlichen Gründen nicht zu verlängern.
Damit rückt die Frage nach der Zukunft von Sportdirektor Rudi Völler in den Vordergrund. Der 66-jährige Weltmeister von 1990 war Nagelsmanns wichtigster Fürsprecher beim Verband und galt intern als dessen Schutzschild. Genau diese Rolle dürfte mit der Ankunft von Jürgen Klopp, dem klaren Wunschkandidaten des DFB für die Bundestrainerstelle, wegfallen. Dem Vernehmen nach denkt Völler nun selbst über einen Rücktritt nach und könnte seine Entscheidung in der kommenden Woche bekanntgeben.
In dieses entstehende Machtvakuum stößt Per Mertesacker vor. Der Weltmeister von 2014 erklärte im ZDF-Studio unmissverständlich, dem deutschen Fußball etwas zurückgeben zu wollen und für eine Aufgabe beim DFB zur Verfügung zu stehen, wenn dies gewünscht sei. Mertesacker war zuletzt acht Jahre lang in der Akademie des FC Arsenal tätig und bringt damit genau jene Kombination aus sportlicher Erfahrung und Nachwuchskompetenz mit, die der DFB nach dem Turnier-Debakel sucht.
Auch Bastian Schweinsteiger hatte sich in der ARD ähnlich geäußert und erklärt, er würde sich nicht drücken, falls der Verband auf ihn zukomme. Mertesacker gilt jedoch als der konkretere Kandidat. Philipp Lahm schloss eine solche Rolle für sich aktuell aus. Ob Klopp als künftiger Bundestrainer Mitsprache bei der Besetzung des Sportdirektor-Postens erhält, ist eine der offenen Fragen, die die DFB-Führungsgespräche in den kommenden Tagen bestimmen werden.







































