Messi nach Vaters Tod: Zweifel an Zukunft im Fußball | OneFootball

Messi nach Vaters Tod: Zweifel an Zukunft im Fußball | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: Fussballnationalmannschaft.net

Fussballnationalmannschaft.net

·12. August 2026

Messi nach Vaters Tod: Zweifel an Zukunft im Fußball

Artikelbild:Messi nach Vaters Tod: Zweifel an Zukunft im Fußball

Lionel Messi trauert um seinen Vater Jorge, der in der Nacht zu Samstag im Alter von 68 Jahren in einer Klinik in Rosario gestorben ist. In einem bewegenden Instagram-Post lässt der argentinische Superstar tiefe Zweifel an seiner sportlichen Zukunft erkennen und beschreibt den Verlust als kaum zu ertragen.

Artikelbild:Messi nach Vaters Tod: Zweifel an Zukunft im Fußball

Lionel Messi führt den Ball im MLS-Spiel von Inter Miami gegen Columbus Crew am 1. August 2026 im Nu Stadium in Miami. Rich Storry / Getty Images North America via Getty Images


OneFootball Videos


Ein emotionaler Abschied auf Instagram

Der achtfache Weltfußballer wandte sich mit bewegenden Worten an seine Fans und verarbeitete den Tod seines Vaters öffentlich. „Ich habe einfach nur Fußball gespielt, und jetzt habe ich große Zweifel, ob ich das noch lange tun werde“, schrieb der 39-Jährige, der bei Inter Miami noch bis Ende 2028 unter Vertrag steht. Jorge Messi sei von Beginn seiner Karriere an eine feste Stütze gewesen, betonte der Superstar und richtete direkte Worte an seinen verstorbenen Vater: „Warum konntest du nicht noch ein kleines bisschen länger durchhalten, damit wir es gemeinsam zu Ende bringen können?“

Messi räumte ein, mit der neuen Lebensrealität zu hadern. „Ich weiß nicht, was ich ohne dich tun und wie ich weitermachen soll“, schrieb er und fügte hinzu: „Ich weiß, dass du gelitten hast und dass es so das Beste ist, aber du bist viel zu früh gegangen. Wir hätten noch so viel gemeinsam erleben und genießen können.“ Den Verlust könne er bislang nicht wirklich fassen, „ich will es nicht begreifen“, so der Ausnahmestürmer weiter.

Die WM als letzter gemeinsamer Wunsch

Wie Messi in seinem Beitrag offenbarte, habe ihn sein Vater wiederholt gebeten, noch einmal bei einer Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada anzutreten. Zu Turnierbeginn habe sich der gesundheitliche Zustand von Jorge Messi jedoch dramatisch verschlechtert, „so schlecht wie nie zuvor“. Erstmals habe der Vater ein großes Turnier seines Sohnes nicht verfolgen können, hielt Messi fest: „Es war das erste Mal, dass du bei einem Turnier nicht dabei warst.“

Die Hoffnung auf Besserung wurde für den Kapitän der Albiceleste zur Antriebsfeder auf dem Weg ins Endspiel. Sein erklärtes Ziel sei gewesen, „so weit wie möglich zu kommen, um dir Zeit zu verschaffen, damit du wenigstens ein Spiel sehen kannst“. Auch der erneute Titelgewinn sollte seinem Vater gewidmet sein.

Im Finale gegen Spanien, das nach Verlängerung mit 0:1 verloren ging, blieb Messi der entscheidende Treffer jedoch verwehrt. „Ich habe es nicht geschafft, meine Beine haben einfach nicht mehr mitgemacht“, gestand der Rekordweltmeister. „Ich habe versucht, gegen meinen Körper anzukämpfen, aber ich konnte nicht. Ich habe mich nie wirklich gut gefühlt.“ Trotz der Niederlage habe sein Vater am Ende recht behalten, dass die Teilnahme richtig gewesen sei: „Ich musste dabei sein und es spielen.“

Enge Bindung über die Karriere hinaus

Bereits während des Turniers hatte die schwere, nie im Detail öffentlich gemachte Erkrankung von Jorge Messi für erhebliche Aufmerksamkeit gesorgt. Ein argentinischer Sender hatte im Zuge der Berichterstattung sogar fälschlicherweise dessen Tod gemeldet, was die Anspannung rund um die Familie zusätzlich verstärkte.

Die Beziehung zwischen Vater und Sohn galt seit jeher als außergewöhnlich eng. Jorge Messi, Vater von vier Kindern, agierte über Jahre als zentrale Figur im Geschäftsleben seines Sohnes und handelte dessen bedeutende Vertragsabschlüsse aus, darunter die Wechsel zu Paris Saint-Germain im Jahr 2021 und zwei Jahre später zu Inter Miami.

Impressum des Publishers ansehen