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·26. September 2026

Michael Ballack wird 50 – Seine besten Sprüche, seine Rekorde

Artikelbild:Michael Ballack wird 50 – Seine besten Sprüche, seine Rekorde

Happy Birthday, Michael Ballack! Der deutsche Weltstar, der für den FC Chelsea, Bayern München Bayer Leverkusen und den 1. FC Kaiserslautern spielte, wird am Samstag runde 50 Jahre alt. Fussballdaten.de gratuliert und blickt auf Ballacks Karriere, die alles war, nur nicht gewöhnlich.

Unser Redakteur und Michael Ballack kennen sich seit 1998. 2013 traf man sich auch beim Abschied des „Capitano“, wie ihn DFB-Bundestrainer Jürgen Klinsmann (62) einst nannte, in Leipzig.


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Michael Ballack wird 50 – Seine besten Sprüche, seine Rekorde

„Die kennen unseren Capitano noch gar nicht“, sagte Klinsmann in seiner legendären Ansprache vor dem WM-Viertelfinale 2006 in Berlin gegen Argentinien zu seinen Spielern über Ballack.

Im Spiel verfuhr Michael Ballack dann nach seinem eigenen Motto: „Wir können das nicht trainieren, sondern nur üben.“

Wie oft war Michael Ballack DFB-Kapitän?

Ja, denn Ballack, nicht fit in die Heim-WM gegangen, behielt im Elfmeterkrimi (1:1 n. V.) die Nerven und verwandelte seinen Elfmeter-Ball. „Ein großer Kapitän!“, war es premiere-Reporterlegende Marc Nathan, genannt Marcel Reif (77) erleichtert.

Und er hat Recht.

  • Denn Michael Ballack war ein großer Kapitän für die DFB-Nationalmannschaft, für die er in 55 seiner 98 Länderspiele anführte.
  • Das ist eine Quote von 56,1 Prozent und die höchste unter den in der DFB-Statistik auf den ersten drei Plätzen geführten Nationalmannschafts-Spielführern Lothar Herbert Matthäus (75 Spiele als Kapitän) und Manuel Peter Neuer (61 Partien).
  • Nur Matthäus und Neuer führten eine DFB-Elf häufiger in einem Länderspiel an als Ballack.
  • 42 Tore gelangen Michael Ballack in seinen 98 Länderspielen – kein anderer DFB-Mittelfeldspieler traf häufiger.

„Meister als Aufsteiger, ein unfassbares Erlebnis“

Für Ballack, das verriet er im großen Geburtstags-Interview mit SPORT BILD und dem geschätzten Kollegen Torsten Rumpf, war ein anderes Ereignis „das erste große Highlight“: „Dann 1998 in meinem ersten Jahr mit Kaiserslautern in der Bundesliga als Aufsteiger Meister zu werden, das war ein unfassbares Erlebnis.“

  • Stimmt. Nie zuvor hatte es eine Mannschaft als Aufsteiger geschafft, die Meisterschale zu holen.
  • Ballack machte auf dem Weg zum Lautern-Titel ab dem 30. Spieltag – 1:1 gegen den BVB am 9. April 1998 – alle Spiele.

In Kaiserslautern stand der Jungprofi fast immer unter der Aufsicht von Trainer-Mentor Otto Rehhagel (88). Wann Ballack mit den Journalisten sprach, entschied „König Otto“: „Michael, ich höre, Sie haben heute ein Interview? Sie haben heute kein Interview!“

  1. 2006 wechselte Ballack vom FC Bayern (Drei Mal Double-Sieger: 2003, 2005, 2006) ablösefrei zum FC Chelsea.
  2. Für die Londoner absolvierte er 167 Spiele (26 Tore), gewann drei Mal den FA Cup und 2010 die Premier-League-Meisterschaft.
  3. Nur der Berliner Antonio Rüdiger (jetzt Real Madrid, 203 Partien für Chelsea) machte unter den neun deutschen Legionären der „Blues“ mehr Spiele als Ballack.

Michael Ballack Sprüche: „Ich nicke dann einfach“

Ballack in SPORT BILD: „Ich hatte viele Höhen – aber auch Tiefen. In Leverkusen, auch wenn ich mit dem Klub keinen Titel gewann, wir standen 2002 im Champions-League-Finale gegen Real Madrid. Bei Bayern München, als wir drei Mal das Double gewannen. Oder die Zeit beim FC Chelsea in der Premier League.“

Über seine Zeit in München meinte der gebürtige Görlitzer einmal: „Die jungen Leute sprechen schon gut Hochdeutsch. Die älteren sprechen oft so sehr Bayerisch, dass ich sie nicht verstehe. Ich nicke dann einfach.“

Michael Ballack wird oft der Makel des „Unvollendeten“ angehaftet, da er mit Bayer 04 und Chelsea seine beiden Champions-League-Finals 2002 und 2008 verlor und 2002 im WM-Finale gelbgesperrt war.

Für ihn nicht entscheidend. Der 50-Jährige stellt klar: „2002 Vize-Weltmeister zu werden, das war ein riesiger Erfolg. Unserer Mannschaft wurde so ein Abschneiden niemals zugetraut.“

Ballack („Eine EM ist nicht wie jedes Länderspiel.“) über die Heim-WM 2006, als seine Wadenverletzung als „Die Wade der Nation“ ganz Deutschland beschäftigte: „Wir wurden in Anführungszeichen nur Dritter. Aber welches Bild Deutschland damals auf der ganzen Welt abgegeben hat, ist das Außergewöhnliche gewesen. (…) Es herrschte Partystimmung, die Menschen haben mit Freude und Stolz die deutsche Fahne geschwenkt, das Land war vereint, die Menschen haben sich 2006 frei gefühlt.“

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