Mikel Oyarzabal: Spaniens unterschätzter WM-Held trifft wieder – und wieder | OneFootball

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·3. Juli 2026

Mikel Oyarzabal: Spaniens unterschätzter WM-Held trifft wieder – und wieder

Artikelbild:Mikel Oyarzabal: Spaniens unterschätzter WM-Held trifft wieder – und wieder

Zweimal Oyarzabal, einmal Porro – Spanien schlägt Österreich 3:0 und steht im Achtelfinale. Aber während Lamine Yamal die Schlagzeilen bekommt, ist es Mikel Oyarzabal, der die Spiele entscheidet. Der Stürmer von Real Sociedad ist Spaniens heimlicher MVP dieser WM – und es wird Zeit, das laut zu sagen.

Inglewood, SoFi Stadium, 2. Juli 2026. 36. Minute: Oyarzabal taucht im Strafraum auf und trifft zum 1:0. 89. Minute: Oyarzabal verwertet Cucurellas Flanke zum 3:0. Zwei Tore, ein souveräner Sieg, und irgendwie redet danach trotzdem jeder über Yamal. Das ist Oyarzabals Schicksal bei dieser Mannschaft – und er trägt es mit einer Ruhe, die fast schon beunruhigend ist.


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Wer ist Mikel Oyarzabal eigentlich?

Oyarzabal ist 27 Jahre alt, spielt sein gesamtes Profidasein bei Real Sociedad in San Sebastián – ein Verein, kein Glamour, kein Rampenlicht des europäischen Superklubs. Während Yamal bei Barça spielt und Pedri beim gleichen Verein, ist Oyarzabal der Außenseiter im Kader. Der Mann aus dem Baskenland, treu seinem Heimatklub, leise in der Öffentlichkeit.

Und dann kommt eine WM – und er trifft. Wieder. Und wieder. Bei der EM 2024 erzielte er das entscheidende Tor im Finale gegen England. Bei dieser WM trifft er gegen Österreich doppelt. Oyarzabal hat ein Gespür dafür, in den wichtigen Momenten da zu sein – das ist eine Qualität, die man nicht trainieren kann.

Warum er mehr Anerkennung verdient

Das Problem mit Oyarzabal ist einfach erklärt: Er spielt neben Lamine Yamal. Der 17-Jährige ist das Wunderkind, die Zukunft, das Gesicht dieser Generation. Yamal bekommt die Kameras, die Interviews, die Titelseiten. Oyarzabal bekommt die Tore – und geht dann ruhig wieder zu seinem Platz.

Das ist nicht ungerecht, das ist Fußball. Aber wenn man ehrlich analysiert, wer für Spanien in den entscheidenden Momenten trifft, dann kommt man an Oyarzabal nicht vorbei. EM-Finale 2024: Oyarzabal. WM 2026, Runde der letzten 32: Oyarzabal. Der Mann liefert, wenn es zählt.

Der Stil: Kein Superstar, aber ein Gewinner

Oyarzabal ist kein Spieler, der durch Dribbling oder Schnelligkeit besticht. Er ist ein Stürmer, der Räume liest, der sich in die richtige Position bringt, der den Abschluss sucht wenn er sich aufdrängt. Sein Tor zum 1:0 gegen Österreich war ein Musterbeispiel: Nicht spektakulär, aber präzise platziert. Sein 3:0 war die Ruhe selbst – Flanke kommt, Ball wird angenommen, abgeschlossen. So macht man das.

In einer Mannschaft voller Kreativspieler ist Oyarzabal der Vollstrecker. Der Mann, der am Ende des Angriffs steht und die Arbeit erledigt. Diese Rolle klingt undankbar – ist sie oft auch. Aber ohne sie gewinnt Spanien keine Spiele.

Spanien gegen Portugal – Oyarzabals nächste Bühne

Im Achtelfinale wartet Portugal – und damit Diogo Costa im Tor, eine starke Abwehr und der emotionale Ronaldo, der bei jedem Turnier noch einmal brennen will. Es wird ein anderes Spiel als gegen Österreich, enger, intensiver, europäischer Fußball auf höchstem Niveau.

Und irgendwo in dieser Partie wird es einen Moment geben, in dem Spanien einen Stürmer braucht, der eiskalt bleibt. Der das Tor macht. Der liefert, wenn alle schauen. Man darf davon ausgehen, dass Mikel Oyarzabal dann wieder da ist. Er ist immer da.

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