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·3. Juni 2026
Milliarden-Kader zur WM 2026: Das sind die wertvollsten Nationalmannschaften

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·3. Juni 2026

Frankreich, England, Spanien – und dahinter eine DFB-Elf, die sich überraschend eindrucksvoll zurückgemeldet hat. Laut dem aktuellen Ranking von Transfermarkt zur Fußball-WM 2026 führt Frankreich das Feld der wertvollsten Nationalmannschaften mit einem Kaderwert von 1,53 Milliarden Euro an. Das ist kein Tippfehler.
England folgt auf Rang zwei mit 1,31 Milliarden Euro, Spanien belegt mit 1,26 Milliarden Euro den dritten Platz. Die Konzentration an der Spitze ist bemerkenswert: Alle fünf wertvollsten Nationalteams kommen aus der UEFA-Konföderation – ein Abbild der anhaltenden Dominanz europäischer Topligen bei der Marktwertbildung.
Die Rangliste der wertvollsten Nationalmannschaften nach Kaderwert ist eindeutiger, als viele Beobachter erwarten würden. Europa dominiert, Südamerika hält Anschluss – der Rest der Welt fällt deutlich ab.

Foto: Getty Images
Die Équipe Tricolore führt das globale Ranking der Marktwerte Fußball mit 1,53 Milliarden Euro an – und das trotz anhaltender Diskussionen über interne Spannungen innerhalb des Kaders. Der entscheidende Faktor ist bekannt: Kylian Mbappé wird auf Transfermarkt mit rund 200 Millionen Euro geführt und zieht allein einen erheblichen Teil des Gesamtwertes nach oben.
Doch damit nicht genug. Mit Michael Olise (FC Bayern, 150 Millionen Euro), Désiré Doué (PSG, 120 Mio. Euro) und Ousmane Dembélé (PSG, 100 Mio. Euro) verfügt Frankreich über eine Offensive, die international ihresgleichen sucht. Frankreich verfügt damit nicht nur über den nominell wertvollsten Kader zur WM 2026, sondern auch über die breiteste Qualitätsbasis im direkten Vergleich.
Die entscheidende Frage lautet nun: Kann Frankreich diesen Marktwert-Vorsprung auch in Turnierergebnisse ummünzen? Analysten verweisen regelmäßig auf die Diskrepanz zwischen Kaderwerten und tatsächlicher Turnierleistung – auch England galt bei der WM 2022 als klarer Favorit und scheiterte dennoch frühzeitig. Frankreich stellt derzeit die wertvollste Nationalmannschaft, aber ist sie auch die beste?

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Englands Nationalkader ist mit einem Gesamtwert von rund 1,31 Milliarden Euro die zweitteuerste Auswahl der Welt. Die Grundlage dieses Wertes ist eine Generation, die gleichzeitig jung, spielerfahren und bei den besten Klubs Europas beschäftigt ist. Doch der sportliche Beweis – ein WM-Titel – steht noch aus.
Jude Bellingham (Real Madrid) gilt als Schlüsselspieler im Engländer im Kader, sein Marktwert wird auf rund 140 Millionen Euro taxiert. Bellingham hat sich nach seinem Wechsel nach Madrid zur prägenden Figur entwickelt, seine Bewertung spiegelt Alter, Leistungsdichte und Markenpotenzial gleichermaßen wider. Hinzu kommen Phil Foden (Manchester City, rund 140 Mio. Euro) und Bukayo Saka (Arsenal, rund 150 Mio. Euro) als tragende Offensivkräfte.
Bemerkenswert ist die Tiefe des englischen Kaders: Mit Declan Rice, Morgan Rogers und Marc Guéhi verfügt die Mannschaft über weitere Spieler mit sehr hohen Marktwerten. Doch gerade diese Dichte birgt ein taktisches Selektionsproblem – nicht alle Top-Spieler können ihre Clubrollen gleichzeitig auf die Nationalmannschaft übertragen. Die WM 2026 könnte zeigen, ob Thomas Tuchel aus dieser Ansammlung von Einzelwerten endlich ein System formt, das den Kaderwert einlöst.

Foto: IMAGO / NurPhoto
Spaniens Nationalkader ist mit einem Gesamtwert von rund 1,26 Milliarden Euro der drittteuerste der Welt. Der EURO-2024-Triumph hat das Selbstbewusstsein der Generation gestärkt, die Marktwerte der Schlüsselspieler haben seitdem weiter angezogen.
Lamine Yamal (FC Barcelona) steht dabei im Mittelpunkt. Mit rund 180 bis 200 Mio. Euro Marktwert ist der Flügelspieler – Jahrgang 2007 – bereits einer der teuersten Spieler der Welt, obwohl er zur WM 2026 gerade 18 Jahre alt sein wird. Diese Bewertung ist kein Tippfehler: Yamal hat in der abgelaufenen Saison unter Beweis gestellt, dass er auf absolutem Topniveau konsistent leisten kann. Besonders bemerkenswert ist, dass sein Marktwert allein rund 16 Prozent des gesamten spanischen Kaderwertes ausmacht.
Hinter Yamal folgen Pedri (FC Barcelona, rund 150 Millionen Euro), Pau Cubarsí (FC Barcelona, rund 80 Mio. Euro) und Martín Zubimendi (FC Arsenal, rund 75 Mio. Euro). Rodri galt noch vor zwei Jahren als wertvollster defensiver Mittelfeldspieler der Welt; 2024 gewann er den Balon-d’Or. Mittlerweile ist sein Marktwert jedoch auf lediglich 50 Mio. Euro gesunken.
Spanien hatte früher ein bekanntes Muster: Hochwertige Kader, die den Erwartungen bei großen Turnieren nicht immer gerecht werden. Mittlerweile hat sich dies grundlegend geändert. Der Unterschied zur Generation von 2008 bis 2012 liegt in der Dynamik – diese Mannschaft ist schneller, vertikaler und weniger auf Ballbesitz-Dominanz angewiesen. Das macht sie schwerer auszurechnen. Die WM 2026 dürfte zeigen, ob dieser Kader die nächste spanische Goldgeneration begründet.

Foto: IMAGO
Portugals Nationalkader überschreitet mit einem Gesamtwert von rund 1,02 Milliarden Euro erstmals die Milliarden-Grenze – und das ist strukturell keine Überraschung. Der Kader ist im Umbruch, aber nicht im Rückbau: Während Cristiano Ronaldos Marktwert auf unter 12 Millionen Euro gesunken ist, hat eine neue Generation den Gesamtwert des Kaders auf ein neues Niveau gehoben.
Die beiden Mittelfeldspieler Vitinha (PSG) und João Neves (ebenfalls PSG) sind mit Marktwerten von jeweils 140 Mio. Euro derzeit die beiden mit Abstand teuersten Spieler im portugiesischen Nationalkader. Erst kürzlich haben sie mit PSG erneut die Champions-League gewonnen. Mit Nuno Mendes (80 Mio. Euro) spielt zudem auch der drittteuerste portugiesische Nationalspieler für PSG.
Besonders auffällig ist die Verteilung: Portugal hat keine klare Nummer-1-Figur mehr, sondern ein Kollektiv hochwertiger Spieler in der Altersgruppe zwischen 23 und 30 Jahren. Das ist strukturell stabiler als die Mbappé-Abhängigkeit Frankreichs, birgt aber das Risiko fehlender Hierarchie in Drucksituationen. Bruno Fernandes (Manchester United, rund 35 Millionen Euro) fungiert als Spielmacher und Führungsspieler in Ronaldos Schatten – eine Rolle, die er bei United seit Jahren souverän ausfüllt.
Portugal dürfte bei der Fußball-WM 2026 als Außenseiter mit erheblichem Potenzial ins Turnier gehen. Bei einem Erfolg könnt es u.U. auch im Ranking der wertvollsten Nationalmannschaften weiter nach oben gehen.

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Das DFB-Comeback im Marktwert-Ranking ist real: Deutschland notiert laut Transfermarkt bei rund 998 Millionen Euro und belegt damit Platz fünf der wertvollsten Nationalmannschaften weltweit. Nach den Turnierkatastrophen 2018 (Vorrunde), 2021 (Achtelfinale) und 2022 (Vorrunde) hat die Mannschaft unter Julian Nagelsmann sportlich und ökonomisch wieder Anschluss an die Weltspitze gefunden. Das Heimturnier EURO 2024 – Halbfinale – war der erste sichtbare Beleg dafür.
Florian Wirtz (Bayer Leverkusen, rund 150 Mio. Euro) ist der wertvollste deutsche Spieler – ein Status, den er sich mit konsequenten Topleistungen in der Bundesliga und auf europäischem Niveau erarbeitet hat. Jamal Musiala (FC Bayern München, rund 100 Mio. Euro) folgt dahinter und bildet mit Wirtz das wohl wertvollste Mittelfeld-Duo, das Deutschland je für ein Turnier nominiert hat. Beide sind unter 23 Jahre alt – das ist die strukturelle Stärke dieser Generation.
Dahinter stehen Joshua Kimmich (FC Bayern München, rund 35 Mio. Euro) als Anker im Mittelfeld sowie Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund, rund 55 Mio. Euro) in der Innenverteidigung. In der deutschen Offensive tummeln sich mittlerweile gleiche mehrere Hochkaräter: Kai Havertz (FC Arsenal, 55 Millionen Euro), Nick Woltemade (Newcastle, 55 Mio. Euro) sowie der Youngster Lennart Karl (FC Bayern, 60 Mio. Euro).
Dennoch: Das DFB-Comeback im Marktwert-Ranking ist das eine, der sportliche Beweis das andere. Bei der Fußball-WM 2026 muss diese Generation zeigen, dass Wirtz und Musiala nicht nur teuer sind, sondern auch unter Turnierdruck liefern können. Das Potenzial ist unbestreitbar – die Einlösung steht noch aus.

Foto: IMAGO / Agencia-MexSport
Brasiliens Nationalkader kommt auf einen Gesamtwert von rund 912 Millionen Euro und belegt damit Platz sechs im globalen Ranking – das wertvollste Team außerhalb Europas. Nach dem enttäuschenden Viertelfinale bei der WM 2022 hat die Seleção unter neuer Führung einen Neuaufbau eingeleitet, der sich in den Marktwerten widerspiegelt.
Vinícius Júnior (Real Madrid) ist der absolute Spitzenreiter: Sein Marktwert liegt bei rund 150 Mio. Euro, was ihn zu einem der teuersten Spieler im gesamten WM-Feld macht. Vinícius hat in den letzten zwei Spielzeiten seinen Status als weltbester Linksaußen gefestigt – Champions-League-Titel, Ballon-d’Or-Kandidatur und Topform in La Liga unterstreichen diese Bewertung. Matheus Cunha (Manchester United, rund 75 Mio. Euro) und Raphinha (FC Barcelona, rund 80 Mio. Euro) ergänzen das Offensivpotenzial.
Im Mittelfeld und in der Defensive setzt Brasilien auf Bruno Guimarães (Newcastle United,, rund 70 Mio. Euro) und Gabriel (FC Arsenal, rund 75 Millionen Euro). Das Sturm-Talent Endrick (Real Madrid, rund 40 Millionen Euro) verkörpert die nächste Generation – mit 18 Jahren bereits bei Real Madrid unter Vertrag und im Kader. Doch Brasilien hat ein strukturelles Problem: Der Teamgeist nach dem Trainerwechsel bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Ob die Marktwert-Dichte in einen WM-Titel mündet, ist 2022 schon einmal gescheitert.
Quelle: Transfermarkt.de
Analysten betonen seit Jahren, dass Marktwerte keine Titelgarantie sind. Sie spiegeln Ligazugehörigkeit, Transferfantasie, mediale Präsenz und das Alter der Spieler wider – nicht Turniermentalität, nicht Systemkompetenz, nicht Coaching-Qualität. England ist dafür das prägnanteste Beispiel: Rang zwei weltweit im Kaderwert, kein WM-Titel seit 1966.
In deutschen Fan-Foren wird der Wiederanstieg des DFB-Marktwerts zwar positiv wahrgenommen, gleichzeitig aber relativiert: „Marktwert-Rankings sind nett für Tabellen, aber sie sagen nichts über Turniermentalität und Coaching.“ Diese Skepsis ist historisch begründet.
Interessant ist auch der Blick auf die Strukturen hinter den Zahlen. Laut ökonomischen Analysen hängen Marktwerte maßgeblich von Alter, Leistungsdaten, Vertragssituation, medialer Reichweite und Klubzugehörigkeit ab. Das Beispiel Dominik Szoboszlai zeigt das exemplarisch: Nach seinem Wechsel zu Liverpool stieg sein Marktwert auf rund 75 Millionen Euro – und damit auch der Kaderwert Ungarns. Ein Premier-League-Vertrag wirkt wie ein Hebel auf nationale Kennzahlen.
Gleichzeitig gibt es eine statistisch belegte Korrelation: Teams mit einem Kaderwert über 800 Millionen Euro erreichen das Halbfinale eines großen Turniers mit signifikant höherer Wahrscheinlichkeit. Doch „höhere Wahrscheinlichkeit“ ist kein Automatismus – das zeigt Italien, das trotz eines Kaderwertes im oberen Bereich die WM-Qualifikation die letzten dreimal infolge verfehlte.
Mit dem Sommertransferfenster 2026 werden die Marktwerte der Nationalmannschaften nach der WM 2026 noch einmal deutlich in Bewegung geraten. Große Transfers – insbesondere innerhalb der Premier League oder in die spanischen Topklubs – können einzelne Kaderwerte um zweistellige Millionenbeträge verschieben und ganze Nationalteams in der Rangliste nach oben oder unten bewegen.
Von entscheidender Bedeutung für Marktwertanstiege einzelner Spieler wird selbstverständlich auch deren individuelle Performance bei der kommenden WM sein. Nirgendwo können sich Spieler mit relativ wenigen Auftritten dermaßen stark in das Rampenlicht und somit auch auf die Wunschzettel großer Vereine spielen, wie bei einer Fußballweltmeisterschaft.
Frankreich, England und Spanien werden an der Spitze der wertvollsten Nationalmannschaften schwer zu verdrängen sein. Das DFB-Team hingegen steht vor einer entscheidenden Phase: Bestätigen Musiala und Wirtz ihre Marktwerte mit Leistungen auf internationalem Parkett, könnte Deutschland zur WM 2026 erstmals seit Jahren wieder als echter Turnierfavorit eingestuft werden.
Doch manche Dinge ändern sich eben nie: Marktwerte gewinnen keine Turniere.







































