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·4. August 2026
Millionenspieler und CL-Erfahrung: Die Top-Transfers der 3. Liga

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Kurz vor dem Saisonstart sind die Kader der meisten Drittligisten weitestgehend komplett. Und auch wenn bis Anfang September noch letzte Transfers getätigt werden dürfen, lohnt sich pünktlich zum ersten Spieltag ein Blick auf die neuen Attraktionen: Von international erfahrenen Routiniers bis zu hochgelobten Talenten stehen diese zehn Spieler mitten im Scheinwerferlicht der 3. Liga.
Wenig verwunderlich taucht zunächst Topfavorit Fortuna Düsseldorf gleich mit einem Quartett in dieser prominenten Liste auf. Im Kader der Düsseldorfer steckt fast so viel Bundesliga- wie Drittliga-Erfahrung (399 vs. 487 Spiele), dazu mehr als 1.000 Partien in der 2. Liga. Zahlreiche davon steuern vier Neuzugänge bei, mit denen sich das Saisonziel bei aller Bescheidenheit fast schon von selbst definiert: So bringt der neue Abwehrchef Dominique Heintz (32) stolze 220 Bundesliga-Partien Expertise mit auf die andere Rheinseite, seine Qualität verhalf dem 1. FC Köln erst vor wenigen Monaten unter anderem zu Siegen in Hoffenheim sowie gegen den HSV.
Nicht minder betucht ist Rückkehrer Jorrit Hendrix (31), der in der Saison 2022/23 bereits seine Schuhe für F95 schnürte und für seinen jetzigen Klub sowie Ex-Verein Preußen Münster mehr als 80 Zweitliga-Einsätze absolvierte. Viel prominenter aber gerät seine Vita mit Blick auf die lange Episode bei Heimatverein PSV Eindhoven: Drei niederländische Meisterschaften sowie 15 Champions-League-Einsätze hat Hendrix angehäuft, auch die beiden "kleineren" europäischen Wettbewerbe kennt der defensive Mittelfeldspieler bestens. Kein Wunder, dass Trainer Alexander Ende schon in Münster große Stücke auf den Niederländer setzte.
Neu ist die Beziehung zwischen dem Trainer und Stürmer Fabian Schleusener (34), der aber mit der Empfehlung von 55 Zweitliga-Toren (237 Spiele) den wohl namhaftesten Offensivtransfer in der gegenwärtigen Transferphase darstellt. Gekommen vom Karlsruher SC, hinterließ Schleusener dort in insgesamt sechs Jahren so viel Eindruck, dass ein italienischer Gastwirt kürzlich sogar eine üppige mediterrane Vorspeisenplatte auf seinen Namen taufte. Dem Sturm-Allrounder ist sein Alter kaum anzumerken, er gilt als heißer Anwärter auf die Torjägerkanone.
Komplettiert wird die spannende Riege der Fortunen vom 31-jährigen Philipp Förster, der immerhin auf mehr als 200 Einsätze in Deutschlands höchsten beiden Ligen kommt, in der stärksten Saison 2022/23 hatte er mit zwölf Scorerpunkten großen Anteil am Klassenerhalt des VfL Bochum. Nürnberg, Sandhausen, Stuttgart, Bochum, Darmstadt und zuletzt gemeinsam mit Schleusener beim KSC: Försters Lebenslauf klingt nach viel mehr als 3. Liga. Seine Technik, Übersicht sowie Standardstärke sollen nun für die Fortuna zur Waffe werden.
Düsseldorfer Bezug hat auch Tim Rossmann (22) – denn diesen Verein hat der gebürtige Württemberger nach mehreren "Seuchenjahren" kürzlich verlassen, um heimatnah für Sonnenhof Großaspach auf Torejagd zu gehen. Noch liegt der Marktwert bei einer Million Euro, eine Anpassung dürfte aber nach von Verletzungen geprägten Jahren ohne viel Spielpraxis bald folgen. Trotzdem ist Rossmann, so er denn fit bleibt, für den eingespielten Aufsteiger ein Sensationstransfer. Fügt er sich in das stark ballbesitzorientierte System von Trainer Pascal Reinhardt ein, dürfte er den Dorfklub auf ein ganz neues Level heben.
Tore verhindern soll ein anderer Schwabe hingegen für Rot-Weiss Essen: Max Geschwill (25). Dass er dies kann, zeigte der in Hoffenheim ausgebildete Innenverteidiger 2024/25 noch im Dress von Holstein Kiel auf Bundesliga-Niveau, unter anderem bei Siegen über Borussia Dortmund und Union Berlin. In der sich abzeichnenden ersten Startelf von RWE-Coach Uwe Koschinat ist Geschwill fest eingeplant.
Ungewöhnlich, aber nicht minder spannend ist die Leihe vom 18-jährigen Alexander Staff. Der Träger der Fritz-Walter-Medaille soll den Sturm des 1. FC Saarbrücken aufmischen, bei Eintracht Frankfurt traut man dem U19-Nationalspieler perspektivisch Großes zu. Ob die Fußstapfen von Randal Kolo Muani, Hugo Ekitike und Omar Marmoush zu groß oder genau die richtigen sind, wird sich ab dem Wochenende zeigen. Mit dem Siegtreffer im letzten Testspiel gegen Thionville (2:1) sendete Staff jedenfalls ein schönes Bewerbungsschreiben, um von Beginn an reichlich Einsatzminuten zu bekommen.
Statt an die Saar an den Main verschlug es derweil David Kinsombi (30), der nach zehn Jahren zurück in die 3. Liga kehrt und für Aufsteiger Würzburger Kickers den Unterschied machen soll. Auch wenn die Formkurve Kinsombis seit 2024 bergab zeigt: 238 Zweitliga-Einsätze mit mehr als 50 Torbeteiligungen kommen bei einem zentralen Mittelfeldspieler nicht von ungefähr.
Auf nicht ganz so viel höherklassige Erfahrung kommt Mannheims Claudio Kammerknecht (27). In der Vorsaison schaffte er es bei Dynamo Dresden nicht, auf Zweitliga-Niveau für sich zu werben, eine Liga tiefer zählte er zwischen 2022 und 2025 für die Sachsen aber zu den Unterschiedsspielern. Ob zentral oder auf der rechten Seite: Der Waldhof kann sich bei Kammerknecht auf einen der zweikampfstärksten, physischen Defensivallrounder der 3. Liga freuen.
Ganz ähnlich ist schließlich das Profil von Vinko Sapina (31), der zum Denker und Lenker des Ingolstädter Mittelfeldes werden könnte. Sapina bringt Größe, Robustheit und Ruhe am Ball ebenfalls aus Dresden mit, wo er gemeinsam mit Kammerknecht sportlich aussortiert wurde. In Dresden, Essen und Verl hat er zuvor starke Saisons absolviert – nichts anderes darf vom in Ulm geborenen, langjährigen SSV-Spieler auch hundertfünfzig Kilometer flussabwärts an der Donau erwartet werden.







































