Miasanrot
·6. April 2026
Mission Titelverteidigung! FC Bayern Frauen nach 4:0 gegen Essen erneut im Pokalfinale

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·6. April 2026

Die FC Bayern Frauen schlagen die SGS Essen in einem nie gefährdeten Spiel klar und deutlich mit 4:0. Damit ziehen die Münchnerinnen erneut ins Pokalfinale ein und kommen der Mission Titelverteidigung immer näher. Miasanrot war für euch vor Ort am Campus.
Nach dem Comeback-Sieg im Champions League Viertelfinal Rückspiel am vergangenen Mittwoch fliegen die FC Bayern Frauen weiterhin mit viel Rückenwind durch sämtliche Wettbewerbe. Am Ostermontag stand nun die nächste Aufgabe im DFB-Pokal-Halbfinale gegen die SGS Essen an.
Mit einer souveränen und dominanten Vorstellung im hohen Norden löste das Team von Cheftrainer José Barcala Mitte März das Ticket fürs Pokal-Halbfinale: Gegen den Hamburger SV setzten sich die Münchnerinnen dank der Treffer von Edna Imade, Franziska Kett und Natalia Padilla Bidas mit 3:0 durch und stehen damit einmal mehr in der Vorschlussrunde des Pokalwettbewerbs.
Die Essenerinnen sorgten im Viertelfinale für eine Überraschung, als sie den Vorjahresfinalisten Werder Bremen aus dem Wettbewerb warfen. Vor heimischem Publikum erzielte Ella Touon kurz vor der Pause (43. Minute) den entscheidenden Treffer und führte die SGS ins Halbfinale. Gleichzeitig bedeutete dieser Sieg den ersten Erfolg der Lila-Weißen seit Anfang Dezember.
In der Liga kam es zuletzt erneut zum Aufeinandertreffen mit den Werderanerinnen – diesmal jedoch mit dem besseren Ende für Bremen (1:2 aus Sicht der SGS). Die Mannschaft von Cheftrainerin Heleen Jaques befindet sich weiterhin mitten im Abstiegskampf: Nur ein Punkt trennt Essen aktuell vom Tabellenende, das Jena belegt. Auf den ersten Nichtabstiegsplatz fehlen derzeit drei Zähler.
Erst vor rund zwei Wochen traf die SGS in der Bundesliga auf die Frauen des FC Bayern München. Diese Partie ging mit 5:0 deutlich an die Münchnerinnen. Aber im Pokal herrschen bekanntlich ja (manchmal) auch andere Gesetze …
Bayern Trainer José Barcala wechselte nach dem Einzug ins Halbfinale der UEFA Champions League dreifach. Im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen Manchester United begannen Stine Ballisager, Arianna Caruso und Edna Imade für Vanessa Gilles, Bernadette Amani und Carolin Simon. Arianna Caruso nahm dabei ähnlich zu den vergangenen Spielen, wenn Carolin Simon nicht auf dem Feld stand, die Position auf der linken Außenbahn ein und Franziska Kett rückte dafür auf die Linksverteidigerinnen-Position.
Dier erste gute Chance der Partie hatten überraschenderweise die Essenerinnen in der fünften Minute: Ramona Maier ließ ein tiefes Anspiel geistesgegenwärtig durch, da sie merkte, dass sie im Abseits stand. Dahinter lauerte aber auch noch Touon und die Schweizerin war nur einen Schritt zu spät gegen die aufmerksam mitspielende Mahmutovic, die den Ball gerade noch klären konnte.
Von Beginn an war auf Essener Seite viel Energie zu spüren und auch die Bank feierte jeden gewonnen Zweikampf. So kamen die Spielerinnen der SGS auch gut in die Partie und machten es den Münchnerinnen zu Beginn noch schwer, sie zu bespielen. In der 17. Minute dann die erste bessere Chance der Münchnerinnen: Nach einem feinen Ball von Stine Ballisager konnte Edna Imade am rechten Strafraumeck abschließen und der abgefälschte Schuss ging nur knapp am Gehäuse von Gästekeeperin Palmen vorbei.
Wenige Minuten später lag der Ball dann das erste Mal im Netz der Essenerinnen: Giulia Gwinn brachte den Ball nach einem Abpraller punktgenau links in den Strafraum. Dort lauerte Caruso und haute das Ding sehenswert per Volley an der machtlosen Palmen vorbei in die Maschen. Die Fahne der Assistentin ging aber sofort hoch und die Abseitsentscheidung war auch absolut korrekt.
Die Münchnerinnen hatten das Spiel mittlerweile komplett an sich gerissen und der Essener Defensivblock fiel immer weiter nach hinten. Die FC Bayern Frauen kombinierten sich in immer bessere Räume, sodass Momoko Tanikawa in der 29. Minute wunderschön freigespielt wurde und zum 1:0 einschieben konnte. Kett bot sich vorher auf der linken Halbspur zwischen den Ketten an und erhielt den Ball von der Seitenlinie aus perfekt. Die 21-Jährige drehte sofort auf, zog nach innen und steckte dann perfekt in die Box zu Gwinn durch. Die Rechtsverteidigerin leitete mit dem Rücken zum Tor stehend brillant mit der Hacke für Tanikawa weiter und die zeigte sich dann eiskalt.
Spätestens nach der verdienten Führung spielten die Münchnerinnen sich in einen Rausch. Fast wie in einem Trainingsspiel kombinierten sich die Münchnerinnen durch die Essener Abwehrreihen. Und so dauerte es nur knappe zehn Minuten bis die FC Bayern Frauen auf 2:0 erhöhen konnten: Innenverteidigerin Magda Eriksson steckte genau im richtigen Moment für Tanikawa durch. Die Torschützin hatte links neben dem Strafraum etwas Zeit und flankte den Ball butterweich an den zweiten Pfosten. Dort stieg Harder höher als ihre Gegenspielerin und brachte den Ball scharf aufs Tor. Palmen, die eigentlich richtig stand, rutschte der Ball unglücklich durch die Arme und trudelte ins Netz der Essenerinnen.
Fünf Minuten später sollte es noch dicker für die SGS Essen kommen: Ein Schuss von Dallmann von halbrechts an der Strafraumgrenze wurde zunächst noch geblockt, doch Ostermeier kriegte die Aktion nicht geklärt. Dadurch landete der Ball bei Imade. Die Stürmerin blieb mit ihrem Versuch zwar auch zunächst hängen, aber der Ball wurde nur in die Höhe abgefälscht. Die 25-Jährige schaltete am schnellsten und köpfte aus etwa sechs Metern ins linke Eck zur 3:0-Führung ein. Danach war Halbzeit.
Die FC Bayern Frauen kamen unverändert aus der Pause und kontrollierten weiterhin die Partie – in der ersten Viertelstunde ohne wirklich gefährlich zu werden. So brachte Barcala nach gut einer Stunde mit Caro Simon, Bernadette Amani und Barbara Dunst drei neue Kräfte und gönnte Pernille Harder, Georgia Stanway sowie Franziska Kett eine Pause mit Blick auf die anstehenden intensiven Wochen in sämtlichen Wettbewerben. Wenige Minuten später kam dann auch noch Natalia Padilla-Bidas für Linda Dallmann.
Die erste zwingende Chance in der zweiten Hälfte in der 73. Spielminute führte dann auch zum vierten Tor für die Münchnerinnen: Nach einem hohen Ballgewinn legte Imade links raus auf die eingewechselte Dunst und startete selbst in den Strafraum durch. Die Österreicherin flankte den Ball wenig später mustergültig hoch zurück zur Spaniern, die den Ball aus zentraler Position gekonnt ins rechte Eck verlängerte und für die 4:0 Führung des FC Bayern sorgte.
Gute zehn Minuten später hatten die FC Bayern Frauen die Chance auf 5:0 zu stellen, doch Natalia Padilla-Bidas scheiterte im 1-gegen-1 an einer stark parierenden Palmen, die für die Essenerinnen den nächsten Einschlag verhinderte. Vorher war Vanessa Gilles für die Torschützin Momoko Tanikawa in die Partie gekommen. Stine Ballisager rückte dafür eine Position vor ins defensive Mittelfeld.
Danach sollte nicht mehr viel passieren und so pfiff Schiedsrichterin Fabienne Michel nach vier Minuten Nachspielzeit pünktlich ab und die FC Bayern Frauen gewannen am heimischen Campus mit 4:0.
Am Ende meistern die FC Bayern Frauen damit auch die Hürde SGS Essen im Pokal souverän und ziehen hochverdient ins DFB-Pokal-Finale ein. Durch eine sehr abgeklärte und souveräne Leistung stand der erneute Einzug ins Pokalfinale nie auf der Kippe.
Nach der Länderspielpause geht es unter der Woche für die FC Bayern Frauen direkt zum stimmungsvollen Auswärtsspiel nach Berlin-Köpenick, bevor dann die ganz entscheidenden Wochen, vor allem in der UEFA Champions League mit zwei Kracherspielen gegen den FC Barcelona, anstehen.









































