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·17. Januar 2026
Mit 20.000 Schalkern zur Hertha: Muslić setzt auf Stabilität in Berlin

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·17. Januar 2026

Mit rund 20.000 Fans im Rücken will der FC Schalke 04 am Samstagabend (20:30 Uhr) im Berliner Olympiastadion den nächsten Schritt Richtung Bundesliga machen. Zum Rückrunden-Auftakt wartet mit Hertha BSC ein direkter Verfolger und für Trainer Miron Muslić ein echtes Prestige-Duell.
„Man hat mir gesagt, vor zwei Tagen: Leuchtturmspiel der zweiten deutschen Bundesliga“, sagte der Schalke-Coach auf der Pressekonferenz. Am ersten Spieltag war die Hertha zu Gast in der Veltins Arena und verlor das Spiel knapp aber verdient mit 2:1. Während Schalke mit vier Punkten Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz und neun Zählern Vorsprung auf Hertha in die Rückrunde geht, ist die Marschroute der Berliner klar. „Sie reden vom Aufstieg, sie reden von der Bundesliga“, so Muslić. Der Plan des Gegners sei offensichtlich: „Sie werden auf drei Punkte spielen, damit sie diese Lücke verkürzen und noch mal angreifen können.“
Schalke lässt sich davon jedoch nicht beirren. „Wir haben dasselbe Mindset, haben denselben Plan“, betonte Muslić. Unabhängig von Tabellenkonstellationen bleibe der Anspruch gleich: „Wir sind Schalke. Wenn wir das Spiel betreten, wollen wir das Spiel gewinnen.“
Die Euphorie rund um den Verein ist nach 37 Punkten aus der Hinrunde spürbar gewachsen. Dennoch vermeidet Muslić weiterhin, den Aufstieg öffentlich als Ziel auszurufen. Stattdessen setzt er auf Leistung und Überzeugung. „Wenn wir gut performen, können wir jede Mannschaft schlagen“, sagte der Trainer. Genau dieses Selbstverständnis habe seine Mannschaft in den vergangenen Monaten getragen.
Das Fundament des bisherigen Erfolgs sieht Muslić weiterhin klar in der Defensive. „Wir stellen, glaube ich, immer noch die beste Defensive im deutschen Fußball“, sagte er selbstbewusst. Gleichzeitig weiß er aber auch, wo Schalke sich steigern muss. Nur 22 Tore erzielten die Königsblauen in der Hinrunde – so wenig, wie noch kein Zweitliga-Herbstmeister zuvor.
„Wir wissen, dass wir mehr Durchschlagskraft vorne brauchen“, räumte Muslić ein. Es gehe um Effizienz, um Kaltschnäuzigkeit, aber auch um mannschaftliche Abläufe. „Es hängt nicht immer nur an den Stürmern, sondern auch daran, wie gut wir Chancen vorbereiten.“
Trotz der Zahlen stellt Muslić seine Offensivspieler nicht infrage. Im Gegenteil: „Ich glaube immer an meine Stürmer“, sagte der ehemalige Angreifer. Spieler wie Moussa Sylla, Kenan Karaman oder Christian Gomis hätten die Qualität für mehr Tore. Gerade Gomis brauche vielleicht etwas mehr Zeit, doch der Schalke-Trainer ist überzeugt: „Auch in ihm steckt das drinnen.“
Entscheidend sei vor allem das Selbstvertrauen. „Alles ist im Kopf“, erklärte Muslić. „Und wir versuchen gemeinsam, ihnen dieses Selbstvertrauen zu geben – und das zahlen sie dann mit Toren zurück.“
Personell kann Schalke zum Rückrundenstart wieder auf Timo Becker setzen. „Ich plane fix mit Timo Becker“, sagte Muslić, auch wenn der Verteidiger nach langer Pause noch nicht bei hundert Prozent sei. Insgesamt setzt der Trainer weiterhin auf Offenheit im Umgang mit seinen Spielern. „Mit Klarheit, mit direkter Kommunikation“, beschreibt er seinen Führungsstil. „Die Spieler wissen genau, wo sie dran sind und was es braucht.“
Ein besonderer Faktor könnte erneut die enorme Unterstützung von den Rängen werden. Über 20.000 Schalker werden in Berlin erwartet. „Das ist keine Selbstverständlichkeit“, sagte Muslić. Es sei ein Zeichen des starken Bandes zwischen Mannschaft und Fans. Das Ziel sei klar: „Wir wollen alles investieren, damit wir uns nicht nur selbst belohnen, sondern vor allem die weit über 20.000 Königsblauen – damit sie eine schöne und ruhige Heimreise haben.“
Ob Schalke den Traum vom Aufstieg weiterleben lässt, wird sich am Samstagabend zeigen. Die Basis stimmt, nun soll auch nach vorne der nächste Gang gefunden werden.









































