Borussia Dortmund
·27. August 2026
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Schon der lautstarke Empfang für Alexandra Popp auf der eigens am See errichteten Bühne machte deutlich, welch großen Stellenwert der Frauenfußball mittlerweile bei den BVB-Fans genießt. Trotz ihrer großen Erfahrungen, die sie bei höherklassigen Klubs in Duisburg und Wolfsburg gesammelt hat, hinterließ der Saisonauftakt vor einer Woche im Stadion Rote Erde bei der neuen Kapitänin gehörig Eindruck: „Über 4.500 Zuschauer gegen Bielefeld. Das ist selbst in der Frauen-Bundesliga nicht gang und gäbe. Geil, dass so etwas beim BVB schon in der Regionalliga der Fall ist. Das macht richtig Bock auf mehr.“
Die große Euphorie rund um den Transfercoup zeigt sich auch beim Trikotverkauf. Obwohl Popp erst seit wenigen Wochen beim BVB ist, gehört das Jersey mit ihrem Namen bereits zu den zehn meistverkauften beim BVB. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass es solche Wellen schlägt“, sagte Popp.
Die Begeisterung der Fans und ihre enge Verbindung zu Borussia Dortmund bestärken Popp in der Überzeugung, mit dem Schritt aus der Bundesliga in die Regionalliga genau die richtige Entscheidung getroffen zu haben: „Ich durfte in meiner Karriere so viel erleben. Aber nun das Trikot aus meinem Kindheitstraum zu tragen, kann man nicht in Worte fassen. Ich freue mich, dass ich mir den Traum noch erfüllen konnte.“
Mit ihrer Unterschrift unter einen Dreijahresvertrag verbindet Popp große Ambitionen. Daraus macht sie keinen Hehl: „Mit den Fans kann etwas richtig Großes entstehen. Infrastrukturell, innerhalb der Mannschaft – da ist so viel Luft nach oben, so viel Potenzial. Es ist schön, das mitentwickeln zu dürfen.“
Auch bei der Frage nach ihren Zielen bis zum Ende der Vertragslaufzeit 2029 gibt sie sich selbstbewusst: „Ich möchte, dass wir dann in der ersten Liga sind. Wenn es so läuft, wie ich mir das vorstelle, wäre mein letztes Jahr noch in der ersten Liga. Und dass wir da sogar einen Mittelfeldplatz erreichen. Und zeigen: Wir sind da, wir bleiben dran. Danach wollen wir ganz nach oben.“
Anders als den Frauen blieb dem Dortmunder Männerteam ein Erfolg im ersten Pflichtspiel der Saison verwehrt. Trotz der knappen 1:2-Niederlage im Franz Beckenbauer Supercup gegen den FC Bayern München am vergangenen Samstag im ausverkauften SIGNAL IDUNA PARK geht Gregor Kobel aber mit Zuversicht in die Spielzeit. „Am Ende hatten wir die Chance, mehr rauszuholen. Von daher ist es doppelt ärgerlich. Aber das muss man abhaken können“, kommentierte er mit Bezug auf die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit und die große Möglichkeit zum Ausgleich für Maximilian Beier kurz vor dem Abpfiff.
Mut machen Kobel vor allem die Eindrücke der Sommer-Neuzugänge. „Die Jungs, die gekommen sind, haben einen coolen Spirit. Man merkt, dass sie erfolgreich sein wollen und Spielfreude mitbringen. Das tut uns gut“, sagte der Torhüter.
Von den beiden Griechen Konstantinos Karetsas und Giannis Konstantelias verspricht sich Kobel insbesondere neue Impulse für das Offensivspiel: „Man merkt, dass die beiden Bock haben zu spielen. Sie haben frischen Wind reingebracht, waren mutig und haben versucht, was zu kreieren. Sie können viel Spaß machen. Ich glaube fest an sie und habe das Gefühl, dass sie extrem viel Potenzial haben und direkt performen können.“
Vor seiner sechsten Spielzeit beim BVB sehnt der 28-Jährige seinen ersten Titel herbei: „Es ist das Ziel, am Ende etwas in den Händen zu halten – von uns allen. Das ist ein langer und harter Weg. Aber wir haben eine geile Truppe. Ich traue uns viel zu.“
Sowohl für Popp als auch für Kobel hält die neue Saison eine Premiere bereit: Für die beiden Führungsspieler steht jeweils das erste Derby gegen den FC Schalke 04 an. Königsblau gehört als Aufsteiger in die Frauen-Regionalliga ebenso zum Kreis der Mitfavoriten wie bei den Männern nach der Rückkehr in die Bundesliga zum Kreis der großen BVB-Rivalen. Anfang Dezember kommt es am 12. Spieltag zur Neuauflage des Derbys. Kobel fiebert dem Duell bereits entgegen: „Auf dieses Spiel freue ich mich extrem. Zwei Duelle habe ich durch Verletzungen verpasst. Das ist ein Spiel, das in die Bundesliga gehört. Ich bin froh, dass es das wieder gibt.“







































