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·28. Juli 2026
Mit Hütter zurück zu alter Stärke? So könnte Eintracht Frankfurt 2026/27 spielen

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·28. Juli 2026

Hinter Eintracht Frankfurt liegt eine sehr unruhige Saison. Trotz hoher Erwartungen endete die vergangene Spielzeit auf dem achten Rang, wodurch die internationalen Plätze verfehlt wurden. Doch nun wollen die Hessen nach vorne blicken – und mit einem alten Bekannten ins obere Tabellendrittel zurückkehren.
Adi Hütter, der die Eintracht bereits von 2018 bis 2021 trainierte, folgt in der Bankenmetropole auf Albert Riera und gilt als großer Hoffnungsträger. Schon zu Beginn der Sommervorbereitung zeigte sich, warum. Der Österreicher will auf das endlose Ballbesitzspiel, das unter Riera zum Standard wurde, verzichten und stattdessen wieder auf ein intensives Pressing setzen.
Was das System angeht, legt Hütter viel Wert auf Flexibilität. Denkbar sind vor allem ein 4-2-2-2 oder ein 4-2-3-1-System, doch gelegentlich soll sich auch eine Dreierkette formieren. Für den Gegner dürfte die "neue" SGE nur schwer auszurechnen sein. Allerdings müssen dafür auch die Spieler wieder an ihr Leistungsmaximum herankommen.
Mit dieser Startelf könnte die Eintracht 2026/27 ins Rennen gehen:

Kaua Santos | Alex Grimm/GettyImages
Kaua Santos konnte sein großes Potenzial bislang noch nicht wirklich unter Beweis stellen. Zum einen bremsten den Brasilianer immer wieder schwere Verletzungen aus, zum anderen verlor er aufgrund fehlender Konstanz und grober Fehler schon mehrmals seinen Stammplatz. Unter Hütter scheint der 23-Jährige aktuell wieder die Nase vorn zu haben, doch es bleibt abzuwarten, wie lange. Mit Michael Zetterer lauert weiterhin eine erfahrene Alternative. Oder verpflichtet die Eintracht plötzlich eine neue Nummer eins?

Elias Baum | picture alliance/GettyImages
Nach einer erfolgreichen Leihsaison bei der SV Elversberg folgte für Elias Baum eine enttäuschende Spielzeit bei der Eintracht. Trotz seines Talents kam der 20-jährige Rechtsverteidiger kaum zum Einsatz. Da er besser ins Viererkettensystem passt, kann er vom Trainerwechsel zu Hütter nur profitieren. Sollte die Eintracht allerdings noch einen Konkurrenten für die rechte Abwehrseite verpflichten, wird es spannend zu sehen sein, ob sich Baum diesmal wirklich durchsetzen kann. Ein Abschied des U21-Nationalspielers ist aktuell kein Thema mehr.

Robin Koch | Marvin Ibo Guengoer - GES Sportfoto/GettyImages
Nachdem mit Rasmus Kristensen einer der wenigen Mentalitätsspieler den Verein verlassen hat, muss Robin Koch noch mehr Verantwortung übernehmen. Der 30-Jährige sollte aber in erster Linie auf sich selbst schauen, nachdem er in der Vorsaison über einen längeren Zeitraum hinweg enttäuschte. Wenn er seine Form steigern kann, wird die Eintracht von Kochs Erfahrung profitieren.

Nnamdi Collins | Stuart Franklin/GettyImages
Mit Aurele Amenda hat die Eintracht zwar einen der wenigen Gewinner unter Riera abgegeben, scheint im Abwehrzentrum aber weiterhin gut aufgestellt zu sein. Nnamdi Collins ist der Favorit auf den Stammplatz neben Koch, wird aber Konkurrenz von Arthur Theate (falls der Belgier bleibt) und Neuzugang Otavio erhalten. Der Brasilianer wird nach seinem Wechsel aus Portugal aber möglicherweise noch Eingewöhnungszeit benötigen.

Keita Kosugi | Alex Grimm/GettyImages
Die Linksverteidigerposition ist nach dem Abgang von Nathaniel Brown noch eine Baustelle. Auf eine Chance hofft Keita Kosugi, der in der vergangenen Saison ähnlich wie Baum keine Rolle spielte, aber grundsätzlich das Zeug zu einer großen Überraschung hat. Zum Start der Vorbereitung hat Kosugi bereits geglänzt und mit seiner aggressiven Spielweise bei Hütter Eindruck gemacht.Doch auch für den Japaner dürfte es noch Konkurrenz in Form eines Neuzugangs geben. Ansonsten kann in einer Viererkette auch Arthur Theate hinten links ran.

Hugo Larsson | DeFodi Images/GettyImages
Um Hugo Larsson ranken sich dauerhaft Wechselgerüchte. Das liegt auch daran, dass der Spieler selbst offen mit dem nächsten Karriereschritt liebäugelt. Nach einer schwachen Vorsaison, durch die er auch die WM verpasste, wäre der 22-jährige Schwede aber gut beraten, noch ein Jahr bei der Eintracht zu bleiben. Ein offener Konkurrenzkampf mit den Neuzugängen Noel Aseko und Oscar Höjlund dürfte ihm dabei helfen, wieder an sein Leistungsmaximum heranzukommen.

Raphael Onyedika | Soccrates Images/GettyImages
Mit Raphael Onyedika soll genau der Sechser zu Eintracht Frankfurt kommen, der in der vergangenen Saison schmerzlich vermisst wurde. Die enorme Wucht und Robustheit des Nigerianers sollen für mehr Stabilität im Mittelfeldzentrum sorgen und somit die Anzahl der Gegentreffer reduzieren.

Ritsu Doan | Koji Watanabe/GettyImages
Nach seiner Ankunft im vergangenen Sommer schlug Ritsu Doan wie ein Komet ein, in der Rückrunde kam vom Japaner jedoch immer weniger. Unter Hütter soll der 28-Jährige nun zu alter Form zurückfinden. Ansgar Knauff bleibt eine wertvolle Alternative auf der rechten Seite und soll Doan entlasten und zugleich Konkurrenz machen.

Can Uzun | Alex Grimm/GettyImages
Wenn es der Eintracht gelingt, Uzun über den Sommer hinaus zu halten, hat sie einen absoluten Unterschiedsspieler mit noch mehr Potenzial in seinen eigenen Reihen. Er ist flexibel einsetzbar und kann sowohl im Doppelsturm als auch als hängende Spitze oder Zehner für Gefahr sorgen. Allerdings drohen die Gerüchte um einen Wechsel zu Galatasaray Istanbul oder nach England bis zum Ende des Transferfensters ein Dauerthema zu werden, was durchaus für Unruhe sorgen kann. Bei einem Abgang wäre Fares Chaibi die erste Alternative, doch auch der Algerier wird mit einem Abschied in Verbindung gebracht.

Jean-Matteo Bahoya | NurPhoto/GettyImages
Auf der linken Seite gibt es noch ein kleines Fragezeichen. Bleibt Jean-Matteo Bahoya, dann gilt er als Anwärter auf einen Stammplatz. Doch wie häufig der Franzose wirklich spielt, wird auch vom System abhängen. In einem 4-2-3-1 könnte er auf dem linken Flügel die Nase vorn haben, im 4-2-2-2-System mit zwei gelernten Stürmer wäre wohl Can Uzun die bessere Wahl für die linke Offensivseite. Und dahinter lauert mit Ayoube Amaimouni-Echghouyab noch ein weiterer, vielversprechender Youngster.

Jonathan Burkardt | Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages
Im Angriff führt kein Weg an Jonathan Burkardt vorbei. Trotz der Formschwäche seiner Mitspieler, einer zwischenzeitlichen Verletzung und eines zerrütteten Verhältnisses zu Riera, war der 26-Jährige in seiner ersten SGE-Saison bester Torschütze seines Teams. In seinem zweiten Jahr soll er seine Torquote weiter ausbauen. Younes Ebnoutalib bleibt eine interessante Alternative und könnten zumindest als Joker zustechen. Elye Wahi soll dagegen fest abgegeben werden. Ob es noch etwas mit einer festen Verpflichtung von Arnaud Kalimuendo wird, hängt wohl maßgeblich vom Wahi-Verkauf ab. Nach aktuellem Stand wäre eine Doppelspitze vor allem mit Burkardt und Ebnoutalib denkbar.
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