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·4. Oktober 2026

Mit Vierfachtorschützin: Blancas werden im Camp Nou vorgeführt

Artikelbild:Mit Vierfachtorschützin: Blancas werden im Camp Nou vorgeführt

Der erste Frauen-Clásico der laufenden Liga-F-Saison – und das gleich im Camp Nou! Bislang fand das Duell erst einmal in diesem Stadion statt (5:2): 2022, vor 91.553 Zuschauern, was damals Weltrekord bedeutete. Am Sonntagabend waren die Blancas nun erneut in Katalonien zu Gast (vor 40.533 Zuschauern) bei einem sich (leider) wie gewohnt in starker Form befindendem FC Barcelona. Das europäische Schwergewicht gewann vor dem Clásico auswärts 0:6 gegen die AS Roma.

Mit der gleichen Aufstellung wie schon gegen Manchester City  (1:1) startete Real auch gegen Barça ohne Deutschlands Sara Däbritz, dafür mit ihren Landsfrauen Elisa Senß und Merle Frohms. Anders als gegen die „Skyblues“ musste die Torhüterin gegen die Katalaninnen schon früh in der Partie hinter sich greifen (4.), nachdem Clàudia Pina in Reals Strafraum gleich mehrere Gegenspielerinnen ausspielte. Kurz darauf wurde es wieder brenzlig auf Seiten der Gäste, als Andreia Ewa Pajor in der Box kurz am Trikot zupfte (18.), doch für den VAR war die Aktion zu wenig, um einen Elfmeter für Barcelona zu pfeifen. Trotz des Drucks traten die Königlichen um Einiges selbstbewusster auf als noch in den bisherigen Direktduellen und versuchten, Schritt für Schritt mehr Kontrolle über das Spielgeschehen zu gewinnen – bis die 28. Minute kam. Innert fünf Minuten überrollte Barças geballte Offensivpower förmlich Reals Defensive und schoß gleich drei Tore (28., 32., und 33.). Pina gelang damit sogar einen Hattrick. Mit dem 4:0 verschoben sich die Spielanteile wenig überraschend zugunsten der Serienmeisterinnen. Kurz vor dem Pausenpfiff verbesserte die 25-jährige Spaniern ihr persönliches Torkonto sogar auf vier Treffer (45.). In der zweiten Halbzeit fanden die Blancas noch weniger Zugriff auf das Spiel und mussten in der 55. Minute durch Ewa Pajor den sechsten Gegentreffer hinnehmen. Anschließend schob das Heimteam seine Viererkette noch weiter nach vorne und drängte Real Madrid tief in die eigene Hälfte. Trainer Pau Quesada forderte seine Mannschaft deshalb auf, bei Ballgewinn schnell in die Offensive umzuschalten, um anschließend selbst ins Pressing zu gehen. Wirklich gefährlich wurde Real dadurch allerdings nur einmal: In der 71. Minute kam die eingewechselte Däbritz zu einer nennenswerten Torchance. Barcelonas Torfestival vollendete schlussendlich die Schweizerin Sydney Schertenleib kurz vor Abpfiff (88.) mit dem 7:0 – die bislang höchste Niederlage in der Geschichte von Real Madrid Femenino.


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Auch wenn das Resultat für den Madridismo natürlich ernüchternd ausfiel, war Reals Auftritt keineswegs durchgehend schlecht. Vor allem im Ballbesitz ist seit dieser Saison eine positive Entwicklung zu erkennen, insbesondere was die Qualität und die Sicherheit im Spielaufbau betrifft. Gegen den Ball und insbesondere im Umschaltspiel nach hinten sind die Blancas den Katalaninnen allerdings weiterhin klar unterlegen. Das liegt aber auch vor allem am namhaften und breitgefächerten Offensivpersonal der „Blaugrana“.

Nach der erneuten Schmach gegen den FC Barcelona Femení kommen auf Pau Quesadas Team mit den beiden Heimspielen gegen Espanyol (17. Oktober, 2o:30 Uhr) und Costa Adeje Tenerife (24. Oktober, 16 Uhr) wieder zwei einfachere Duelle zu, bevor die UEFA Women’s Champions League am 28. Oktober wieder an die Tür klopft. Gegen Arianna Carusos Ex-Klub erhoffen sich die Königlichen, den ersten Sieg im europäischen Wettbewerb einzufahren.

Spiel-Details

FC Barcelona Femení 7:0 Real Madrid Femenino

Aufstellung: Frohms – Eva Navarro, Lakrar, Andersson, Cristóbal – Elisa Senß (M. Méndez 74.), Caruso (Angeldahl, 56.), Andreia (Däbritz, 65.) – Athenea (Irune, 56.), Linda Caicedo, Schröder (Beerensteyn, 65.)

Tore: 1:0 Cláudia Pina (4.), 2:0 Cláudia Pina (28.), 3:0 Cláudia Pina (32.), 4:0 Caroline Graham Hansen (33.), 5:0 Cláudia Pina (45.), 6:0 Ewa Pajor (55.), 7:0 Schertenleib (88.)

Austragungsort: Spotify Camp Nou

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