Vertikalpass
·14. September 2026
Mit Vollgas in die Lernkurve

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Bei den VfB-Frauen bleibt es historisch: Nach dem ersten Sieg und dem ersten Unentschieden, gab es am vierten Spieltag nun also die erste Niederlage in der Bundesliga und dazu noch das erste Spiel ohne eigenen Treffer. Ein Eintrag in die Historie, auf den wir alle gerne verzichtet hätten.
Dass es für das Aufsteigerinnen-Team von Nico Schneck schwer werden würde, gegen die ehemaligen Serienmeisterinnen und Champions League Siegerinnen etwas Zählbares auf der Waldau zu behalten, war zu erwarten. Die Art und Weise, wie das 0:2 zustande kam, war dann aber dennoch höchst lehrreich.
Wie schon bei der Saisonpremiere gegen Hoffenheim konnte man sehen, dass Fehler in der höchsten Spielklasse gnadenlos bestraft werden: Vor allem, wenn sie im eigenen Strafraum passieren wie vor dem 0:2 von Reena Wichmann. Man konnte auch sehen, dass jeder verlorene Zweikampf einer zu viel ist wie vor dem frühen 0:1, dem ein fataler Ballverlust von Maxi Rall vorausging.

Quelle: kicker.de
Doch natürlich gab es noch weitere Erkenntnisse. Zum Beispiel die, dass die VfB-Frauen auch gegen die Teams aus der Beletage der Liga mutig spielen können, vielleicht sogar mutig spielen müssen, um eine Chance zu haben. Und die hatte das Team von Nico Schneck in den Endphasen beider Halbzeiten mit guten Gelegenheiten von Nici Billa und Julia Mickenhagen. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass der VfL Wolfsburg gerade in der ersten Halbzeit hochkarätige Chancen liegen ließ, statt die Führung auszubauen.
Dass das 0:2 erst spät in der zweiten Halbzeit gelang, lag nicht zuletzt an der erneut souveränen Laura Guilani, die nicht nur ihren Kasten weitgehend sauber hielt, sondern auch dafür sorgte, dass die blauen Rauchtöpfe schnell und fachfraulich entsorgt wurden, die vermutlich von Fans der Stuttgarter Kickers von außerhalb des Stadions auf den Rasen geworfen wurden. Gar nicht mal so cool.
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Richtig cool hingegen, dass erneut knapp 4.000 Zuschauer*innen das Team über 90 Minuten supporteten.
Ein perfektes Fazit gab es von Nico Schneck gleich nach Abpfiff: “In den ersten 35 Minuten haben wir zu mutlos agiert und mussten viel hinterherrennen. Zum Ende des Spiels hat man dem Team angemerkt, dass der Tank leer ist, dennoch haben wir es geschafft, uns einige gute Chancen zu erspielen. Die Qualität im Abschluss hat heute gefehlt und die Fehler vor den Gegentoren waren zu einfach. Eine Mannschaft wie der VfL Wolfsburg weiß so etwas auszunutzen.“
Mit sieben Punkten nach zehn Spielen steht der VfB unverändert gut da und die nächsten Wochen werden spannend: Zuerst geht es gegen die stark in die Saison gestarteten Bremerinnen. Nach dem Pokalspiel in Potsdam sind dann die stark gehypten, aber noch punktlosen Frauen von Union Berlin zu Gast, bevor es in München und gegen Eintracht Frankfurt gegen echte Schwergewichte des Frauenfußballs geht. Danach können wir vermutlich eine realistische Einschätzung wagen, wo sich die VfB-Frauen im Ligavergleich einsortieren.
Bild: VfB Stuttgart







































