1. FSV Mainz 05
·13. Mai 2026
Momente der Ungewissheit & "Kribbeln" beim Comeback

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·13. Mai 2026

Sechs lange Monate hatte er sich gedulden müssen und diese 90 Minuten herbei gesehnt in einer Zeit, die geprägt war von Hoffnungsschimmern, Rückschlägen, Geduld und harter Arbeit. Gegen Union Berlin kehrte Robin Zentner am vergangenen Wochenende erstmals seit Ende November in Craiova zwischen die Pfosten zurück, musste gemeinsam mit den Teamkollegen zwar eine vermeidbare Niederlage hinnehmen, konnte sich aber endlich wieder über dieses "Kribbeln" freuen, das der sportliche Wettkampf vor mehr als 30.000 in einem Sportler auslöst. Das Warten, diese "Negativspirale" hatten ein Ende. Am schwierigsten, so die Mainzer Nummer eins, sei in all den Monaten unter dem Strich die "Unwissenheit, wie lange es noch dauern wird", gewesen. Insbesondere aufgrund der Tatsache, dass zunächst nur von wenigen Spielen Ausfallzeit ausgegangen worden war.
Lange Phase der Ungewissheit
Dass im letzten Heimspiel der Saison letztlich keine Punkte heraussprangen, trübte zwar die Freude über die Rückkehr auf den Rasen, dennoch war dieser eine Einsatz als wichtiges Signal zu verstehen, für sich selbst, die Mannschaft, aber auch die Fans. Komplett schmerzfrei absolvierte der 31-Jährige zwar kein perfektes Spiel, meldete sich aber noch einmal zurück in einer Saison, die für ihn über weite Strecken äußerst unglücklich verlaufen war. Zwar durfte er die erfolgreichen Conference-League-Quali-Partien gegen Rosenborg BK miterleben, gleichfalls die ersten Siege in der Gruppenphase, doch in der Bundesliga kam es zum Stotterstart, von dem sich die 05ER auch bis zur Verletzung Zentners im Winter nie so richtig erholen sollten. Als es sportlich bergauf ging ab Januar und Woche für Woche Punkte gegen den Abstieg, schien eine Rückkehr des Torhüters in den Trainingsbetrieb von Tag zu Tag unklarer. Zwar war die ursprüngliche Muskelverletzung ausgeheilt, jeder Versuch, die Belastung zu steigern, führte aber zu neuen Schmerzen rund um den Hüftbereich, welche zunächst unklaren Ursprungs waren. Über Details möchte Zentner rückblickend nicht mehr reden, wieviel Frustpotenzial in dieser Phase steckte, versteht sich von selbst.
"Irgendwann ist es auch eine mentale Geschichte zusätzlich zu den körperlichen Beschwerden. Es gab einfach niemanden, der verbindliche Aussagen treffen konnte", erklärt Zentner. Er habe gelernt, sich irgendwann selbst keinerlei Druck mehr auszusetzen hinsichtlich eines Comeback-Zeitpunkts. "Ich konnte nur versuchen, immer wieder auch die kleinsten positiven Dinge herauszuziehen und mir vor Augen zu führen, dass jede Negativspirale irgendwann ein Ende hat."




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