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·31. Mai 2026
Montella packt auf Pressekonferenz aus: Große Sorgen um Kerem Aktürkoglu und klare Ansage vor WM-Test

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·31. Mai 2026

Auf dem Weg zur mit Spannung erwarteten FIFA-Weltmeisterschaft 2026 steht für die türkische Nationalmannschaft der erste echte Härtetest auf dem Programm. Am morgigen Montag (1. Juni) trifft die Auswahl im ersten Vorbereitungsspiel auf Nordmazedonien. Im Vorfeld dieser Begegnung stellte sich der italienische Trainer Vincenzo Montella den Fragen der Journalisten und gab tiefere Einblicke in den aktuellen Fitnesszustand des Kaders. Neben einem detaillierten Lazarett-Bericht zu den angeschlagenen Leistungsträgern sprach der erfahrene Chefcoach über die sportliche Ausrichtung der anstehenden Testspiele und definierte die klaren Meilensteine für das bevorstehende Weltturnier.
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Das größte mediale Interesse galt verständlicherweise dem Gesundheitszustand der angeschlagenen Schlüsselspieler, die zuletzt im Training kürzertreten mussten. Der Nationaltrainer legte die Karten offen auf den Tisch und betonte, dass die vergangen Tage im Trainingslager extrem intensiv gewesen seien, weshalb man nun versuche, die Belastungen akribisch zu organisieren. Große Sorgen herrschten zuletzt im Lager des Nationalteams um den Flügelstürmer von Benfica Lissabon. Bezüglich dieses Falls erklärte der Coach, dass man ein wenig Angst um Kerem Aktürkoglu gehabt habe. Mittlerweile sei bei ihm alles wieder normal und er könne theoretisch mit dem Training beginnen. Da der Trainer es aber absolut nicht eilig hat, möchte er das morgige Spiel unter keinen Umständen riskieren. Parallel dazu beurteilen die Mediziner laufend die Situation von Mustafa Eskihellac.
Völlig schmerzfrei präsentieren sich dagegen die beiden Youngsters, die in der Offensive den Unterschied ausmachen sollen. Der Nationalcoach verhehlte nicht, dass er von der Fitness des Real-Madrid-Profis sichtlich überrascht wurde. Er habe Arda Güler extrem gut gesehen, obwohl er es im Vorfeld eigentlich anders erwartet hatte, doch das Mittelfeldjuwel befindet sich in einem hervorragenden Zustand. Das Gleiche gilt laut den Worten des Italieners für Kenan Yildiz von Juventus Turin. Einzig bei Außenverteidiger Ferdi Kadioglu gibt es noch kleinere Probleme, die vom medizinischen Stab jedoch genauestens verfolgt werden. Insgesamt zog der Übungsleiter ein überaus positives Fazit aus den ersten Einheiten der Vorbereitung, da er alle Akteure auf einem sehr guten Niveau sieht und die Motivationen innerhalb der gesamten Truppe absolut stimmen.

Foto: IHA
Die Auswahl der Vorbereitungsgegner im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2026 wurde vom Verband strategisch durchdacht. Die Mannschaft wird in den kommenden Testspielen nacheinander auf Nordmazedonien und anschließend auf Venezuela (6. Juni) treffen. Der Nationaltrainer rechtfertigte diese Kontrahenten mit den unterschiedlichen Anforderungen des Turniers, da eine Weltmeisterschaft eine riesige Organisation darstelle, in der jedes Land eine komplett andere Fußballkultur präsentiere. Man habe sich ganz bewusst für das Vorbereitungsspiel gegen die Europäer entschieden, weil deren Spielstil stark an den WM-Gruppengegner Australien erinnere. Der Test gegen die Südamerikaner wiederum soll ein anderes fußballerisches Element simulieren, da das Nationalteam seit mehr als zehn Jahren nicht mehr gegen ein südamerikanisches Team angetreten ist.
Angesprochen auf die veränderten Turnierformate und den historischen Erfolg des Nationalteams, das im Jahr 2002 sensationell den dritten Platz bei der WM in Japan und Südkorea feierte, zeigte sich der Trainer pragmatisch, aber emotional berührt. Er wies darauf hin, dass sich die Formate ständig ändern, weshalb man sich einfach optimal anpassen müsse. Der damalige Triumph mache alle im Land stolz und glücklich, weshalb er seinen Spielern auch keine zusätzlichen Motivationsvideos zeigen müsse. Die Fußballer kennen die eigene Geschichte besser als er selbst und alle agieren im vollen Bewusstsein dieser tiefen Emotionen. Man werde daher versuchen, auf dem Platz das absolute Maximum herauszuholen.
Für die anstehende Gruppenphase der Endrunde verfolgt der italienische Taktiker eine klare Philosophie und wehrt sich dagegen, utopische Versprechen abzugeben. Er beschreibt sich selbst als einen Menschen mit großen Zielen, der jedoch strikt dafür ist, jedes Mal Schritt für Schritt vorzugehen. Das primäre Ziel der Auswahl lautet, bestmöglich aus der Gruppe herauszukommen. Erst danach könne man weitersehen. Die Gruppe präsentiere sich ohnehin sehr ausgewogen, und im modernen Fußball, der ein Spiel der Schnappschüsse ist, kann sich im Handumdrehen alles verändern. Man werde daher versuchen, die gesteckten Ziele auf die bestmögliche Art und Weise zu erreichen.
Für das morgige Duell in Istanbul forderte der Coach von seinen Profis die absolute Ernsthaftigkeit ein, unabhängig vom Status der Partie. Wie er auf der offiziellen Pressekonferenz unmissverständlich klarstellte, existiert für ihn der Begriff eines reinen Freundschaftsspiels schlichtweg nicht. Jedes Spiel auf Nationalmannschaftsniveau besitzt eine enorme Bedeutung. Auch wenn die Zuschauer morgen sicherlich verschiedene Namen und neue Gesichter im Spiel sehen werden, bleibt die Priorität unverändert, das Land bestmöglich zu repräsentieren und die besten Ergebnisse einzufahren, weil es sich schließlich um die Nationalmannschaft handelt.







































