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·11. September 2026

Mourinho vergleicht Vinícius mit Baum – Formel 1 raubt ihm Schlaf

Artikelbild:Mourinho vergleicht Vinícius mit Baum – Formel 1 raubt ihm Schlaf
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Mourinho hält seltenerweise eine PK vor dem Spiel im Bernabéu ab – Screenshot: YouTube/@diarioas

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Real Madrid: JOSÉ MOURINHO über …

… das Heimspiel gegen Rayo Vallecano (Samstag, 21 Uhr, im REAL TOTAL-Liveticker und bei DAZN): „Wir sind glücklich, geeint, arbeiten gut. Gut arbeiten heißt auch, sich gut zu erholen. Wir haben heute taktisch trainiert, natürlich ohne hohe Intensität. Den Gegner respektieren wir sehr, er hat einen Sieg hinter sich. Wir müssen sehr konzentriert auftreten.“


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… den aktuell offensiv weniger begeisternden Vinícius Júnior: „In Portugal gibt es ein Sprichwort: Du bewirfst Bäume, die Früchte haben, mit Steinen. Du bewirfst keinen Baum, der nichts hat. Was Viní hier in den vergangenen Jahren geleistet hat … Wie viele Champions-League-Titel hat er gewonnen? Wie viele Tore hat er erzielt? Wie oft hat er K.o.-Runden entschieden? Was hat Vinícius hier in den letzten fünf, sechs Jahren geleistet, die er hier ist? Ich weiß es nicht, vielleicht auch länger. Er ist ein Baum, der viele Früchte hat. Und die Leute werfen mit Steinen, weil sie die Früchte wollen. Das Beste von Vinícius. Und das Beste wird kommen. Der Vinícius, der letzte Saison gegen Benfica die K.o.-Runde entschieden hat. Der wird kommen. Aber im Moment ist der noch nicht da. Im Moment ist da ein Vinícius, der mehr denn je arbeitet, der seiner Maximalgeschwindigkeit sehr nahe ist. Er hat diese Saison seine Rekorde im hohen Tempo geknackt. Anzahl an Balleroberungen – Rekord. Anzahl an Balleroberungen in der Defensive – Rekord. Er wird kommen.“

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… Pfiffe im Stadion gegen beispielsweise Vinícius: „Ich will dazu nicht mal meine Meinung abgeben. Es geht nicht darum, das zu kritisieren und dazu nicht seine Meinung abzugeben. Ich bin niemand, der dazu seine Meinung abgibt. Ich bin aber traurig, weil ich sehr anspruchsvoll meinen Spielern gegenüber bin. Aber du musst einfach alles geben. Und wer alles gibt, ist verpflichtet, noch mehr zu geben. Ich respektiere einen Spieler, der einen Fehler macht, aber alles gibt, sehr. So ein Spieler hat mich immer an der Seite. Wenn unser Stadion einen Spieler auspfeift, tut es mir für meinen Spieler natürlich sehr leid. Aber ich will das nicht bewerten und kritisieren. Wenn Mannschaft und Stadion geeint sind … Ich will nicht sagen, dass man dann unschlagbar ist, weil das ein großes Wort ist, aber du bist quasi unschlagbar. Ich kann das sagen, weil ich noch immer an den Guinness-Rekord mit den sechs oder sieben Jahren nicht verlorenen Heimspielen in den fünf wichtigsten Ligen denke. Aber jedes Stadion hat das Recht, eine Reaktion abzugeben und sich so zu verhalten, wie es will.“

… den vielleicht nun ersten Startelf-Einsatz von Yan Diomande: „Ich werde auf diese Frage nicht direkt antworten, weil ich nicht sagen will, wer spielt und wer nicht spielt. Ich will nicht antworten, ob Diomande spielt oder nicht. Denn wenn ich sage, dass er spielt, weiß man, dass er spielt. Und wenn ich sage, dass er nicht spielt, weiß man, wer spielt. Das mache ich nicht.“

… Kylian Mbappés Aussage, wonach ein Torjäger nie ein Problem innerhalb einer Mannschaft sein werde: „Ich rede nicht über denjenigen, der kritisiert. Ich nutze das gleiche Sprichwort wie bei Viní: Er ist ein Baum mit einer Menge Früchten. Die Worte von Kylian kann ich kommentieren: Er hat recht. Ein Spieler, der dir 40 Tore macht, ist nie ein Problem für eine Mannschaft. Wenn du es schaffst, dass Empathie, Freundschaft, Einsatz und Respekt herrscht – dann male es dir mal aus. Dann gibt es Dinge, die ich als Trainer sehe und sehr schätze. Und dann gibt es Leute, die es entweder nicht verstehen, was normal ist, die den Fußball lieben, ihn aber nicht gut genug kennen – und Leute, die den Fußball verstehen, denen es aber guttut, nicht über gute Dinge zu reden. Ich habe eine Mannschaft gesehen, die zwei Minuten zu zehnt agiert hat – und dabei einen schon toten Kylian, der auf der linken Seite vor einem schon toten Cucurella wie ein Tier verteidigt hat. Ich als Trainer schätze das unglaublich. Es macht mir Freude, so einen Einsatz zu sehen. Es gibt Leute, die so viel vom Fußball verstehen wie ich, das aber nicht aussprechen. Sie sagen, dass wir gut verteidigt haben, wir drei, vier Tore hätten kassieren können. Aber sie sagen nicht, dass wir acht Tore hätten machen können. Warum sagst du es nicht? Bist du unglücklich, dass wir gewonnen haben? Wir gehen unseren Weg weiter, spüren in Valdebebas die Gemeinschaft. Wir haben gegen Betis gemeinsam verloren und gelitten und weitergemacht. Wir arbeiten für Real Madrid, sind nicht bei Real Madrid. Das werden wir beibehalten.“

… die drei anstehenden Partien vor der ersten Nationalmannschaftsunterbrechung und Rotationen: „Ich denke im Moment nicht an die drei Spiele, sondern an das morgige Spiel. Wir wollen und müssen gewinnen, müssen stark auftreten. Das Wort Rotation benutze ich dabei nicht so gerne, aber es gibt dabei natürlich einen Spielraum für neue Energie. Wir haben am Dienstag im Spiel viel gearbeitet und haben einen Kader mit vielen Optionen. Im Vergleich zum letzten Spiel gewinnen wir Camavinga, Bernardo und Arda zurück. Wir haben einen Kader, der stark genug ist, um Leuten mit energiereichen Beinen eine Chance zu geben – und anderen etwas Ruhe, was auch wichtig ist. Es sind drei Spiele innerhalb von neun Tagen. Aber das Fokus liegt auf dem morgigen Spiel, wie wir es gewinnen können. Und innerhalb dessen ist es wichtig, dass zwei, drei Spieler, die die letzte Partie nicht mitgemacht haben, zum Einsatz kommen und der Mannschaft etwas mehr Energie geben können.“

… Thibaut Courtois, dessen Vertrag im Sommer 2027 ausläuft: „Er ist nicht besorgt, der Klub ist nicht besorgt. Es herrscht eine große Empathie. Er weiß, was der Klub will. Der Klub weiß auch, was Thibaut will. Für einen Torwart ist er noch jung. Diese Saison hat er sich dazu entschieden, auf die Nations League zu verzichten. Das erlaubt es ihm, noch fokussierter auf Real Madrid zu sein und seine Ruhepausen zu bekommen.“

… Aurélien Tchouaméni und Federico Valverde, die im Mai aneinandergeraten waren: „Ich habe nichts geregelt, sie haben alles geregelt. Ich nichts. Wenn ich mal nichts anstatt alles weiß und in die Kabine komme, ohne etwas  zu wissen, dann wirken sie auf mich wie zwei tolle Freunde. Ich war natürlich aufmerksam, weil ich schauen musste, ob ich irgendwie den Friedensminister spielen muss. Aber ich habe gar nichts gemacht. Der Verdienst geht an die Spieler.“

… das Festhalten im spanischen Schiedsrichterkomitee an der Entscheidung, dass der Elfmeter von Betis gegen Real nicht hätte wiederholt werden müssen: „Das überrascht mich nicht, denn unter anderem die ständige Solidarität unter den Schiedsrichtern bewundere ich sehr. Sie schützen sich immer großartig. Das bewundere ich sehr – nicht nur in Spanien, sondern in allen Ländern, in denen ich war. Sie sind sehr geeint und das macht einen stark.“

… das Estadio Santiago Bernabéu als vermuteten Schauplatz für das Finale der Weltmeisterschaft 2030: „Die eine Sache ist, wo das Finale stattfinden sollte und die andere, wo ich es gerne hätte. Sorry, aber ich hätte das Finale gerne in Lissabon (lacht). Aber ich bin schon glücklich darüber, dass ein Land wie unseres das eine oder andere WM-Spiel bekommt. Nicht, weil ich heute Trainer von Real Madrid bin, aber wenn du in einem mythischen, historischen Stadion spielen kannst, in dem einige der besten Spieler der Geschichte gespielt haben, in dem Stadion des wichtigsten Klubs der Fußballgeschichte, dann glaube ich, dass das hier der Schauplatz sein sollte. Das sage ich unabhängig davon, dass ich Trainer von Real Madrid bin. Wäre ich Trainer von Benfica, würde ich das gleiche sagen.“

… eine mögliche Beeinträchtigung der Formel 1 in Madrid, die neben dem Trainingsgelände stattfindet, auf die Spielvorbereitung: „Normalerweise gehe ich um 7.15 Uhr los, wenn ich nicht in Valdebebas schlafe. Heute war es um 6.30 Uhr. Ich habe 45 Minuten Schlaf verloren. Bei einigen Spielern ist es auch so. Wir haben im Training nichts geändert, nur weil ihr nicht da wart. Wir haben die ersten 15 Minuten nichts gemacht (lacht) und dann 45, 50 Minuten gut gearbeitet. Geringe Intensität, aber Dinge, die wir taktisch machen mussten. Morgen haben wir zwei Optionen: direkt nach Valdebebas oder hierher, die Autos hierlassen und mit dem Bus nach Valdebebas. Ich habe eine Karte für die Formel 1, aber ich bin so jemand: Wenn ich nicht gewinne, gibt es kein Leben.“

… den Rennstall, den er mit Real Madrid verbindet: „Jetzt muss ich aufpassen, weil sie mir gegenüber alle sehr sympathisch sind. Alle laden mich hier ein. Natürlich haben Klubs oder Rennställe einen höheren globalen Einfluss: Die Roten werden immer die Roten sein (Ferrari; d. Red.). Was dieser Junge bei Mercedes macht, ist unglaublich, absolut unglaublich. Aber da er nicht das Auto für Punkte und Siege hat, bin ich auch ein Freund von Fernando. Ich mag seine Persönlichkeit sehr. Er ist immer einer der Besten, auch wenn man ihm ein Auto gibt, das nicht gut ist. Ich mag den Sport sehr.“

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