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·12. September 2026
Mourinho zu Leistungseinbruch bei 4:1: „Wusste, dass es das Team nicht schafft“

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Real siegt gegen Rayo Vallecano mit 4:1 – FotoFlorencia Tan Jun/Getty Images
… den 4:1-Sieg gegen Rayo Vallecano: „Der Sieg war essenziell, vor allem nach der Niederlage im letzten Ligaspiel. Wir haben den Sack schon in der ersten Halbzeit zugemacht. In der zweiten Hälfte haben wir dann nicht mehr so geglänzt wie vorher, aber es ist nicht einfach. Es ist nicht einfach, wenn du vor drei Tagen erst ein Spiel gegen Inter hattest, wenn du so arbeitest, wie wir es getan haben. Vor allem nach diesen Champions-League-Spielen geht es nicht nur um physische Erschöpfung sondern auch mental sind das Spiele, die sehr schwer zu managen sind. In der zweiten Halbzeit habe ich Müdigkeit gesehen. Ich habe versucht, einige Wechsel vorzunehmen, und im Zentrum für Stabilität zu sorgen. Für mich verdienen die Spieler Respekt und Applaus, denn wir haben ein Spiel schon in der ersten Halbzeit entschieden, das sonst hätte schwierig werden können. Es war ein Spiel, das 45 Minuten gedauert hat. Das Spiel war nach 45 Minuten vorbei. Mehr gibt es nicht zu erzählen. Ich wusste, dass das Team keine Kraft hatte, weder physisch noch mental, um in der zweiten Halbzeit so weiterzumachen, wie es in der ersten angefangen hatte. Ich wusste, dass es das Team nicht schaffen würde. Ich glaube, Jude Bellinghams letzte 10 Minuten stehen sinnbildlich dafür, denn er hatte absolut keine Energie mehr. Wenn wir von Energie sprechen, geht es nicht nur um physische oder mentale Stärke, du büßt auch an Spielintensität ein, an Konzentration es entstehen mehr Fehler. Fast alle haben beim Spielaufbau Fehler gemacht, haben drei oder vier Mal den Ball verloren. Es fiel uns schwer, anzulaufen, wir standen tiefer. Rayo hatte Torschüsse, die in der ersten Halbzeit so nicht kamen. Mit der Erfahrung, die ich habe, war mir das schon klar. Ich wusste, dass das Spiel ein bisschen so verlaufen würde. Die Motivation war es, das Spiel stark zu beginnen und den Sack schnell zuzumachen – und das haben wir geschafft.“
… 14 Tore in den ersten fünf Spielern: „Wir schießen viele Tore, aber vergeben auch enorm viele Chancen. Wir sind eine Mannschaft, die über Intensität kommt. Wir halten den Ball nicht zehn Minuten lang, bevor wir mal den Abschluss suchen. Wir sind ein frenetisches Team, dass sofort Tempo aufnimmt, sobald es den Ball gewinnt. Je schneller du spielst, um so schwieriger ist es, Entscheidungen zu treffen und umso schwieriger ist es, abzuschließen. Ich habe mit meinen Leuten schon Witze darüber gemacht, dass irgendwann mal ein Team für die ganzen vergebenen Chancen büßen muss. Denen schenken wir dann sechs, sieben Tore ein und alle Bälle gehen rein. Ich bin sehr froh über den schnellen Sieg. Für die zweite Halbzeit möchte ich mich wirklich entschuldigen, aber das hat einen offensichtlichen Grund: Bellingham, Dumfries, Konaté. Ich kann nicht zehn Spieler auswechseln. Ich habe ein paar Wechsel vorgenommen und der Wechsel von Valverde war präventiv, weil er müde war und gegen Inter mit Schmerzen in der Achillessehne gespielt hat. Man muss auch wissen, wie man das steuert.“
… Aktionen wie Carreras‘ Tor: „Natürlich gefällt mir das sehr, aber es ist nicht immer möglich hoch zu pressen. In Spielen wie diesen ist es normal, das Tempo auch mal herauszunehmen und sich fallen zu lassen, denn wir spielen gegen Gegner mit Qualität. In der Liga gibt es kein Team, dass keine Qualität in seinem Offensivspiel hätte, es gibt kein Team, dass keine talentierten Spieler im Sturm hätte. Es ist normal, dass sie gefährlich sind und dass sie das ein oder andere Tor gegen dich schießen, aber am wichtigsten ist der Sieg.“
… die Frage, ob Real Madrid mit Güler besser spielt: „Ich gebe dir Recht. Ich glaube, dass Arda viel spielt und wenn er auf dem Feld steht, zeigt er das. Aber: Ich will nicht sagen, dass ich 100 Prozent sicher bin, dass wenn heute Diomande nicht von Anfang an spielt, die Frage lauten würde: Warum spielt Diomande nicht oder wann spielt er? Heute hatten wir bis auf die drei Langzeitverletzten Rodrygo, Militão und Mendy alle Spieler auf der Bank und wenn man sie sich anschaut, sieht man nur Qualität. Und ich glaube, dass die Fragen Spiel für Spiel sein werden: Warum hat der gespielt und der andere nicht? Aber ja, Arda ist natürlich sehr gut, hat sehr viel Qualität und beeinflusst das Spiel des Teams positiv und wenn er reinkommt, bringt er der Mannschaft Stabilität.“
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… seine Reaktionen an der Seitenlinie und die Art und Weise, wie das Team auftritt: „Ich bin zufrieden. Wir arbeiten jetzt drei Monate zusammen, und wenn man genau überlegt, sind es keine drei Monate. Wir können eigentlich nur die Zeit betrachten, in der wir alle zusammen waren, nachdem diejenigen zurück waren, die im Halbfinale, Finale und dem Spiel um Platz drei der Weltmeisterschaft standen. Man kann Perfektion, also eigentlich gibt es Perfektion nicht, aber man kann ein fast perfektes Team nicht in drei Tagen, nicht in drei Monaten und in einigen Fällen nicht mal in drei Jahren erschaffen. Ich denke, bei allem, was wir gerade machen, gibt es sehr viele positive Dinge, und so geht es langsam voran und wir versuchen uns immer zu verbessern.“
… Yan Diomandes Debüt und den Druck, ihn bringen zu müssen: „Ich bin schon ein bisschen zu alt, um Druck zu verspüren. Aber du hast als Trainer verschiedene Kader. Es gibt Kader, bei denen du beten musst, dass sich keiner verletzt. Dann gibt es Kader, die dir viele Lösungen bieten. Diomande verbessert sich allmählich. Er hat ganz ganz wenig Erfahrung auf internationalem Niveau. Ich würde sagen, die letzte Saison mit Leipzig und das war es fast. Er muss taktisch noch sehr viel lernen. Aber man sieht ganz klar, und das fällt uns im Training noch mehr auf, dass er ein unglaubliches Potienzial hat: im Eins-gegen-Eins, im Zentrum, im Abschluss. Er ist ein sehr robuster Spieler, der uns viele Optionen verschafft. Er kann Vinis Position spielen, er kann auf rechts spielen. Arda kann auf rechts spielen. Er kann auf Jude Bellinghams Position spielen und ich muss Entscheidungen treffen und in diesem Moment will ich Diomande weiterentwickeln, denn von den anderen weiß ich schon, was sie mir geben können.“
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… die Frage, ob sich Vinícius mental oder physisch verbessern muss: „Körperlich ist er fit wie nie. Es fehlt ihm nur ein Millimeter, um wieder auf seine Maximalgeschwindigkeit zu kommen. Aber die Fähigkeit, diese Kraftanstrengung immer wieder aufzubringen … ich habe gesehen, dass meine Ansprüche an die Rückwärtsbewegung an ihn auch hoch sind. Er befindet sich da gerade in einem Prozess, aber mental ist er sehr stark. Er ist schon viele Jahre in Madrid, er kennt Madrid besser als niemand sonst. Er hat sein ganzes Leben lang mit der großen Verantwortung gespielt, Real Madrid und die Nationalmannschaft zu vertreten. Er ist ein Junge, der sich und seinen Körper sehr gut kennt und er weiß, dass er da hinkommt. Aktuell gibt er eher Assists und muss sich mental dazu zwingen, sein Spiel defensiver auszurichten, aber die Tore werden kommen.“
… den letzten Wechsel Cucurella für Vinícius: „Das ist einfach: Ich will gewinnen und das mit der höchstmöglichen Toranzahl. Aber wenn du 3:1 führst, dir fünf Minuten zum Sieg fehlen und du einen großartigen Rechtsverteidiger von Rayo vor dir hast, der sehr aggressiv, schnell und stark ist und eine unglaubliche Kapazität hat, immer wieder große Kraftanstrengungen zu leisten, dann war es mir lieber, hinten dichtzumachen. Es war nicht mehr Moment für filigrane Sachen, für Tore. Für mich war das Spiel vorbei, 3:1, und ab nach Hause. Danach haben wir noch das 4:1 gemacht: umso besser.“
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