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·24. Juni 2026

Mourinhos erste Worte: „Nicht die Zeit für große Aussagen“

Artikelbild:Mourinhos erste Worte: „Nicht die Zeit für große Aussagen“
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Mourinho und Vinícius: Aus Gegnern werden Verbündete – Foto: Angel Martinez/Getty Images

„Ich leugne es nicht, dass ich Real Madrid liebe“

MADRID. Inzwischen sind es nur noch wenige Tage, die ihn von seiner Rückkehr auch ganz offiziell auf dem Papier trennen. Zum 1. Juli gehört José Mourinho Real Madrid gemäß seines unterschriebenen und bis zum 30. Juni 2029 laufenden Vertrags an. Knapp zwei Wochen später, am 13. Juli, bittet er die dann verfügbaren, weil nicht bei der Weltmeisterschaft vertretenen Profis zum Trainingsauftakt. Vermutlich in der Zwischenzeit steht dann noch seine Präsentation als neuer Chefcoach der Königlichen an.


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Erstmals seit seinem festsehenden Real-Comeback öffentlich gesprochen hat der „Special One“ jetzt aber schon – in einem Interview mit der Zeitschrift VANITY FAIR, wenn auch nicht allzu ausführlich. „Ich leugne es nicht, dass ich Real Madrid liebe, und das ist auch der Grund, warum ich zurückkehre“, so der Mann, der den Klub seinen alten und nun neuen Verein eine Ablösesumme in Höhe von 15 Millionen Euro gekostet hat.

Es sei „die Geschichte“, so der Ex-Benfica-Trainer, die Real von seinen anderen früheren Arbeitgebern so sehr unterscheiden würde: „Die Geschichte von Real Madrid kann man mit niemandem vergleichen. Ich denke, die weißen Trikots haben etwas Magisches. Aber die Realität ist: Die Trikots könnten auch schwarz, grün oder blau sein – das würde nichts ändern. Denn das, was Real Madrid zu Real Madrid gemacht hat, ist seine Geschichte. Die Geschichte von Real Madrid ist etwas Besonderes.“

„Am Ende kommt Real Madrid immer zurück“

Es gehe „nicht um die vielen großartigen Spieler, die für Real Madrid gespielt haben. Es geht um den Verein. Es geht um die Titel. Natürlich gibt es auch schwierige Phasen. Es gibt Zeiten, in denen sie nicht gewinnen können – nicht wie Seriengewinner, die ständig Titel holen. Solche Phasen gibt es immer. Dann muss man aufbauen, man muss neu aufbauen. Aber am Ende kommt Real Madrid immer zurück. Das ist ihre Geschichte. Wenn wir über Real Madrid sprechen, dann sprechen wir über Fußballgeschichte, über das Erbe des Fußballs“.

Zu tun bekommt der 63 Jahre alte Portugiese es beim weißen Ballett unter anderem mit einem Kylian Mbappé. Aus seiner ersten Amtszeit ist mittlerweile niemand mehr im Kader übrig geblieben. Mourinhos Aufgabe wird es auch sein, zwischen den Fans und dem in Madrid überraschenderweise am Ende der Saison ausgepfiffenen Franzosen wieder Harmonie herzustellen. Überhaupt herrschte seit dem Titel-K.o. Mitte April wegen des Champions-League-Ausscheidens auch über Mbappé hinaus eine untypische Unruhe bei Real.

Mourinho: Mbappé „helfen, noch besser zu werden“

„Ich muss mir selbst ein Bild machen. Ich muss Dinge verstehen, die ich im Moment noch nicht weiß. Was ich derzeit weiß, stammt aus den Medien oder von dem, was ich im Fernsehen sehe. Ich muss die Spieler kennenlernen. Jetzt ist nicht die Zeit für große Aussagen. Jetzt ist die Zeit, ruhig zu bleiben, zu analysieren, zu kommunizieren, Fragen zu stellen, Fragen zu beantworten und einen offenen, ehrlichen und konstruktiven Dialog zu führen. Denn letztlich möchte ich den Spielern helfen, besser zu werden, der Mannschaft helfen, besser zu werden, und dem Verein helfen, besser zu werden. Ich bin hier, um allen zu helfen – nicht um zu kritisieren, nicht um große Reden zu halten, sondern um zuzuhören. Das Einzige, was ich über Kylian Mbappé sagen kann, ist, dass er ein außergewöhnlicher Spieler ist. Und ich werde versuchen, ihm dabei zu helfen, sogar noch besser zu werden, als er es bereits ist“, so Mourinho.

„Sie blicken nicht mehr auf die Clásicos wie damals“

Eine Konsequenz dessen möge aus Real-Sicht sein, auch in Clásicos wieder öfter als Gewinner vom Platz zu gehen. Mit dem „Special One“ dürfte das Prestigeduell wie in früheren Tagen nochmals eine besondere Brisanz erhalten. Mourinho habe trotz seiner Liebe zu Real „aber überhaupt keine negativen Gefühle gegenüber Barcelona. Ich genieße es einfach, gegen sie zu spielen. Denn im Fußball spielt man gerne gegen die Besten. Die Besten fordern dich heraus und treiben dich dazu an, besser zu werden, als du es bist. Ich liebe es, diese Spiele zu bestreiten. Und ich habe jede Minute davon genossen. Aber selbst all die Jahre später begegnen mir auf der Straße immer noch Menschen, die sagen: ‚Die Welt stand still. Für diese Spiele stand die Welt still.‘ Und heute ist das nicht mehr so. Die Menschen blicken nicht mehr auf die Clásicos wie damals. Damals stand wirklich die ganze Welt still. Es ging nicht nur um Madrid und Barcelona oder um Spanien. Es ging um die ganze Welt. Die Menschen haben auf diese Spiele hingefiebert. Natürlich waren Cristiano und Messi Ikonen. Sie waren die beiden besten Spieler der Welt. Real Madrid ist der größte Verein der Welt. Barcelona ist einer der größten Vereine der Welt – direkt hinter Real Madrid. Wenn ich ehrlich bin, war das alles verrückt“. Auf ein Neues. Zeitnah geht es los.

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