REAL TOTAL
·29. August 2026
Mourinhos klare Ballon-d’Or-Sicht: „Keiner von PSG oder Spanien“

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Mourinho erwischt mit Real einen guten Saisonstart – Screenshot: Realmadrid TV
… das Heimspiel gegen den FC Málaga (Sonntag, 17 Uhr, im REAL TOTAL-Liveticker und bei DAZN): „Die Mannschaft ist körperlich im Moment gut drauf. Es gibt natürlich Spieler, die verschiedene Vorbereitungsphasen hatten. Aber wir haben einen starken Kader und Lösungen, um diese kleinen Probleme zu kompensieren. Ich kann ein Beispiel nennen: Morgen beginnt Cucurella und Álvaro, der gegen Espanyol und Real Sociedad gut gespielt hat, bleibt auf der Bank. Wenn Cucu in der 60., 65. Minute Energie fehlt, dann haben wir Álvaro, der reinkommt. Das ist der Typ Lösung, die eine Mannschaft wie diese einem Trainer gibt.“
… mögliche Änderungen der Spielvorbereitung durch den früheren Anstoß: „Es gibt zwei Weisen der Vorbereitung. Die eine ist, zusammen zu sein, in Valdebebas zu übernachten. Und die andere findet im Kopf statt – und nur die interessiert mich wirklich. Die hat nichts damit zu tun, ob wir hier oder Zuhause übernachten. Manchmal macht es mich etwas traurig, dass ihr nur dreimal in der Woche zum Training kommt und dabei nur das Aufwärmen und das Rondo seht, denn die andere Arbeit besteht aus einer Menge Konzentration. Und das ist das, was mich interessiert. Wo wir übernachten, hängt von der Situation ab. Heute tun wir das nicht hier. Wir hatten drei Tage zwischen den zwei Spielen, ohne Reise. Wir sind jetzt hier, haben Sitzungen, essen zusammen und treffen uns morgen früh. Ich, Espí und Cucurella schlafen hier in Valdebebas, die anderen schlafen Zuhause.“
… Yan Diomande, der möglicherweise ebenfalls erstmals von Anfang an spielt: „Ich werde nicht mehr über individuelle Spieler sagen. Aber Diomande ist einer derer, die als letztes gekommen sind. Er hatte einen schwierigen Sommer, hat bei Leipzig nicht trainiert. Als er nach Madrid kam, hatte er keine Trainingsgrundlage. Schritt für Schritt. Gegen Espanyol und Real Sociedad hatte er Minuten, die Spieler brauchen, um Fortschritte zu machen. Morgen beginnt er oder er kommt von der Bank.“
… das Zusammenspiel zwischen Kylian Mbappé und Vinícius Júnior: „Es ist nicht zwischen den beiden, sondern zwischen allen. Der Schlüssel ist die Qualität. Wir reden von einer super Qualität. An zweiter Stelle steht, was dadurch nicht unwichtig wird, steht die Empathie zwischen zwei Menschen. Nicht zwischen zwei Spielern, sondern zwischen zwei Menschen. Es herrscht viel Empathie, eine Freundschaft. Und wenn du die Empathie auf persönlicher Ebene und die brutale Qualität zweier Spieler vereinst, haben wir alles, um immer besser zu werden. Der Lauf der Mannschaft entsteht nicht durch zwei plus neun Spieler, sondern durch elf Spieler. Und das führt dazu, dass sie immer besser werden. Ich könnte nicht glücklicher mit dem sein, was sie leisten.“
… Jude Bellingham: „Er ist ein einmaliger Spieler, super wichtig für die Mannschaft. Ein Spieler mit anderen Talenten – körperlich, mental, taktisch. Er erobert Bälle zurück, macht Druck, macht Tore. Er ist ein absolut beeindruckender Spieler. Ich mag es sehr, über Kylian, Viní und Jude zu reden, verstehe die Fragen, aber ich bin glücklich mit allen Spielern. Wir haben hier nur großartige, großartige, großartige, großartige Spieler. Die Mannschaft muss als Team funktionieren. Der Madridismo kommt ins Bernabéu, um diese Unterschiedsspieler zu sehen, aber auch, um ein Team zu sehen, das als Team auftritt. Und ich bin der Trainer dieses Teams und mir gefallen alle Spieler, die ich habe.“
… den Ballon d‘Or, der am 26. Oktober vergeben wird: „Es ist eine individuell sehr schöne Sache, die in die individuelle Geschichte eines bestimmten Spielers eingeht. Es ist normal, dass man das als Ambition hat. Der Ballon d‘Or muss für mich an einen Spieler gehen, den wir vermissen, wenn er aufhört. Auf ewig. Ich vermisse Maradona, Ronaldinho, Ronaldo Nazario, Cristiano Ronaldo, Messi, Zizou, Lothar Matthäus. Ich vermisse diese Spieler sehr. Du kannst den Ballon d‘Or nicht einem Spieler geben, weil er die Champions League oder die Weltmeisterschaft gewonnen hat. Wenn du jemanden für die Champions League auszeichnen willst, dann gebe Luis Enrique den Ballon d‘Or. Der Ballon d‘Or der Trainer. Die Trainer repräsentieren die Mannschaft. De la Fuente verdient sich den Ballon d‘Or der Trainer. Das ist eine große Auszeichnung für eine Mannschaft, die in die Geschichte eingegangen ist. Aber eine andere Sache ist der beste Spieler der Welt – und der darf keiner von Paris Saint-Germain und keiner aus der spanischen Nationalmannschaft sein. Der beste Spieler der Welt – das sind zwei, drei, vier Spieler. Wir wissen, wer sie sind und wo sie sind: hier. Und wir wissen, dass sie individuell in diesem Sommer Geschichte geschrieben haben. Dann geht es beim Ballon d‘Or vielleicht auch um Politik. Und wenn die Politik eingreift, gefällt es mir schon nicht mehr so sehr. Aber ihr wisst jetzt, was mein Konzept ist.“
… den Stand der Dinge bei Endrick und Aurélien Tchouaméni: „Endrick ist dem Comeback nahe, von allen am nächsten. Ich will es nicht riskieren, es zu sagen, dass es gegen Betis reicht. Aber es kann sein. Er ist sehr nahe dran. Militão, Rodrygo und Asencio sieht es schwieriger aus. Bei Tchouaméni müssen wir die Emotionen kontrollieren, weil ich nicht will, dass er aus seinem Wunsch auf Einsätze reinkommt, rausgeht, reinkommt und rausgeht. Bei der Weltmeisterschaft hat er gespielt, pausiert, wieder gespielt. Ich will die Saison im August nicht mit so einer Situation beginnen, sondern etwas abwarten. Tchouaméni ist ein wichtiger Spieler für uns und ich will ihn in einer guten Verfassung haben.“
… Thiago Pitarch, der sich unter Álvaro Arbeloa ins Rampenlicht spielen konnte, nun aber verletzungsbedingt nach hinten geworfen worden ist: „Ich nutze das, um nicht nur über Thiago zu reden: Arbeloa hat aus meiner Sicht im Nachwuchs einen fantastischen Job gemach. Im Profigeschäft ist die Musik dann eine andere. Aber er hat nicht nur mit Thiago einen fantastischen Job gemacht, sondern auch mit vielen anderen Spielern. Die Arbeit geht im Nachwuchs sehr gut weiter. Es gibt nicht einen Spieler von dort, der mir nicht gefällt. Álvaro hat Thiago so viele Spiele und Minuten gegeben, in denen er zweifellos bewiesen hat, dass er er nicht mehr in der Liga der zweiten Mannschaft spielen kann. Ja, er kann es, aber er ist nicht der Spieler dafür. Er ist ein Spieler der ersten Mannschaft und gefällt mir sehr. Er besitzt Qualitäten, die mir sehr gefallen. Wenn Thiago in einer guten Verfassung ist, ist er Teil des Teams – und dann erwarten ihn auch Minuten. Seine Muskeln in den Beinen sind so wie meine und da muss er Arbeit reinstecken.“
… den Spagat, Angreifern Arbeit abzuverlangen und Freiheiten zu geben: „Wenn du Spieler von unglaublicher Qualität hast, lassen sie den Trainer oft wie ein Phänomen aussehen. Und oft ist er das nicht. Sie machen Dinge, die über das hinausgehen, was wir im täglichen Training erarbeiten. Wir arbeiten an der defensiven und offensiven Organisation. Heute haben wir 45 Minuten der offensiven Organisation gewidmet. Wir trainieren natürlich taktische Abläufe und Bewegungen. Aber wenn es schwierig wird, entscheiden diese Spieler oft die Spiele. Man muss ihrer Kreativität Raum geben und ihnen die Freiheit lassen, Dinge selbst zu entscheiden – ohne natürlich ein Konzept der Organisation zu verlieren. In diesem Bereich machen wir Fortschritte.“
… die ab dieser Saison drei- statt zweiwöchige Länderspielpause von September bis Oktober, wofür die zuletzt für sich stehende Unterbrechung im Oktober wegfällt: „Die Länderspiele besorgen mich. Es ist eine lange Zeit. Bei den Spielern, die zur Nationalmannschaft reisen, um zu spielen, bin ich weniger besorgt als bei denen, die nicht spielen. Die machen mir große Sorgen. Meine Beziehung zu Carlo beispielsweise sorgt dafür, dass ich über die Situation auf dem Laufenden bin. Wer spielt, wer spielt nicht, wer hat trainiert? Wir können auch Daten austauschen. Mit Carlo wird das sicherlich kein Problem sein. Bei anderen Trainern, mit denen dieses Vertrauensverhältnis nicht besteht, ist es sehr schwierig, Spieler drei Wochen lang nicht zur Verfügung zu haben. Wir werden auf die Professionalität dieser Trainer vertrauen, auf den Respekt, den sie gegenüber den Spielern und den Klubs haben. Ich möchte das jetzt nicht so dramatisieren. Oft treten Verletzungen bei der Nationalmannschaft auf und wenn die Spieler dann zum Verein zurückkehren, verlieren sie das Gleichgewicht in ihrer bisherigen Arbeit – und Wochen später kommt es zur Verletzung. Das ist besorgniserregend, aber so ist es nun einmal. Da kann man nichts ändern.“
… Carlo Ancelotti als Maßstab: „Ancelotti ist in jeder Hinsicht großartig. Er hat keine Schwachstelle, ist auf allen Ebenen herausragend. Ich habe nicht das Gefühl, dass irgendetwas schwierig ist. Ich sehe das ganz natürlich. Probleme gehören ganz selbstverständlich dazu. Wir hatten noch kein erstes Problem, aber es wird kommen. Ob taktischer Natur oder im Umgang mit der Mannschaft – es ist normal, dass so etwas passieren kann. Man muss es als etwas Natürliches sehen und ganz selbstverständlich damit umgehen.“
… die Bedeutung, die Journalisten der Startelf geben: „Wenn wir morgen zum Spiel fahren und der Gegner bis anderthalb Stunden vor Anpfiff unsere Aufstellung nicht kennt, ist mir das lieber. Aber wenn unsere Aufstellung schon heute bekannt wird, ist das kein Drama. Die Sache, die Sorgen bereitet, ist, wenn man viele strukturelle Veränderungen vornimmt, wenn wir morgen zum Beispiel mit drei Innenverteidigern oder mit Espi und Kylian zusammen spielen. Wenn wir etwas machen, womit der Trainer von Málaga nicht rechnen kann, dann ist das relevant. Aber der Unterschied zwischen Carreras und Cucurella ist kein Drama. Das positive Gefühl, wenn die Aufstellung nicht durchsickert, ist einfach, dass niemand darüber gesprochen hat – nicht die Spieler, nicht die Zeugwarte, nicht die Ärzte. Aber wenn sie doch bekannt wird, ist es kein Drama.“
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