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·7. April 2026
MSV stoppt VfL, Siege für RWE und Cottbus, Schweinfurt-Abstieg fix

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Die erste Entscheidung der Saison ist gefallen: Der 1. FC Schweinfurt steht nach einer 1:3-Niederlage gegen Rot-Weiss Essen, das weiterhin Zweiter ist, als erster Absteiger fest. Im Aufstiegskampf kassierte der VfL Osnabrück durch ein 0:1 in Duisburg die erste Niederlage nach zwölf Spielen und zuletzt sieben Siegen in Folge. Auch Energie Cottbus durfte jubeln und gewann mit 3:0 gegen 1860 München, das sich damit wohl aus dem Rennen um die 2. Liga verabschiedet hat. Zudem kassierte Aue beim 0:1 in Regensburg die achte Pleite in Folge, während Mannheim zu einem Last-Minute-Remis gegen Hoffenheim II kam.
Das wichtige Derby im Aufstiegskampf verloren die Zebras, während der VfL an der Spitze einsam seine Kreise zog. Spielvorteile konnte sich zu Beginn der Partie keine Mannschaft sichern, die heimstarken Duisburger suchten allerdings schon vermehrt den Weg nach vorne. Viel Offensivpower bekam das Publikum letztendlich aber auf beiden Seiten nicht zu sehen, sodass die erste Großchance lange auf sich warten ließ. Aber die schlug dann direkt ein: Viet löffelte einen Freistoß in den Strafraum, wo Krüger nach einem Klärungsversuch artistisch mit der Fußspitze zum Ball kam – und dadurch Jonsson auf dem falschen Fuß erwischte, wodurch das Spielgerät ins Netz ging (30.). Duisburgs Führung war nicht unverdient, die Zebras fokussierten sich weiter auf Gefahr nach ruhenden Bällen. Osnabrück bot über weite Phasen aber nur wenig an – vorne wie hinten. Daraus schlugen die Zebras beinahe noch weiteres Kapital: Jonsson hielt seine Mannschaft aber im Spiel, weil ein MSV-Abstoß (!) zum durchstartenden Kother durchrutschte. Der VfL-Keeper machte sich ganz groß und blockte (45.+3).
Die Lila-Weißen kamen mit dem Bewusstsein aus der Kabine, dass sie mehr für das Spiel tun müssen. Wagner machte in der Mitte die Kugel fest, aber sein Abschluss geriet in Rücklage (50.). Osnabrück hatte in dieser Phase mehr Ballbesitz, die Partie lebte von ihrer Intensität. Der VfL lief an, der MSV verteidigte – an diesem Bild änderte sich an der Wedau lange Zeit nichts, sodass die echten Torchancen ausblieben. So freute sich am Ende Duisburg, das zuhause weiter ungeschlagen bleibt. Und mit dem Dreier gegen den Tabellenführer springen die Zebras in der Tabelle auch wieder auf Platz 4 und somit drei Punkte hinter dem Relegationsrang. Osnabrück bleibt trotz der ersten Niederlage nach zwölf Spielen und zuletzt sieben Siegen in Folge weiter mit leichtem Vorsprung auf Platz 1.
Im eigenen Stadion erwartete Energie viel Gegenwehr, denn für die Münchner Löwen war ein Sieg in der Lausitz zwingend notwendig, um noch einmal im Aufstiegskampf mitzusprechen. Auf beiden Seiten gab es zu Beginn ein vorsichtiges Abtasten, bis die Hausherren die erste echte Chancen verbuchten: Cigerci setzte Boziaris etwas glücklich in Szene, woraufhin der Angreifer mehrfach auf den richtigen Zeitpunkt zum Abschluss wartete – und dann blockte Schifferl den Versuch (16.). Boziaris blieb der auffälligste Mann, indem er einen Pass der Löwen abfing und aus zentraler Position direkt abfeuerte, aber Dähne war auf dem Posten (21.). Wenn es als Schütze nicht klappte, dann aber als Vorbereiter: Boziaris nutzte seinen Freiraum auf der rechten Seite, um präzise auf den Kopf von Engelhardt zu flanken – 1:0 (29.)! Der Bann war gebrochen, die Cottbuser legten nach. Michelbrink dribbelte bis zur Grundlinie und gab die Kugel scharf in die Mitte, wo Engelhardt praktisch nichts mehr machen musste, außer goldrichtig für das 2:0 zu stehen (33.). 1860 machte sich das Leben selber schwer und hatte vor der Pause noch Glück, dass Cigerci einen Schlenzer am Tor vorbeisetzte (42.).
Im zweiten Abschnitt war 1860 gefordert – aber beinahe erhöhte Michelbrink, dessen Versuch auf das kurze Eck am Außennetz landete (52.). Im Gegenzug bekamen die Löwen die Kugel nicht im Tor unter: Steinkötter, Althaus und Volland sorgten für Gefahr, aber Cottbus klärte auf der Linie (54.). Anschließend rettete Dähne gegen Boziaris, woraufhin Cigerci auf den leeren Kasten schoss – und der Kopf von Faßmann rettete doch noch (58.)! Aber dann machte Cottbus unter gütiger Mithilfe doch noch den Deckel früh drauf. Bei einem Konter versuchte Faßmann erneut zu retten, aber auch Dähne flutschte die Kugel am Boden liegend durch die Hände – Engelhardt rauschte heran, um mit seinem dritten Treffer für die Entscheidung zu sorgen (66.). Die Löwen erarbeiteten sich die Chancen zwar, aber auch Awortwie-Grant rettete erneut auf der Linie gegen Niederlechner (74.). Und der 1860-Routinier lief heiß, aber auch sein Schuss aus der Drehung scheiterte am Pfosten (77.). Im direkten Duell feierte somit Cottbus einen wichtigen Sieg und verteidigt damit Platz 3 in der Tabelle, während ein mit- und glückloses 1860 München auf Platz 7 stehen bleibt – und angesichts von zehn Punkten Rückstand auf den FCE wahrscheinlich raus aus dem Aufstiegsrennen ist.
Im Erzgebirge lag nach der 3:5-Niederlage gegen Hoffenheim II kein Steinchen mehr auf dem anderen. Gleichzeitig hatte auch Neu-Cheftrainer Hildmann eine Debüt-Pleite beim Jahn wettzumachen. Und die Demission von Aue setzte sich nahtlos fort: Ein hoher Ball überforderte Simnica bei der Annahme, sodass Müller frei durchstartete und die Kugel am weit vor dem Kasten stehenden Männel problemlos in die Maschen schob (9.). Von dem kapitalen Patzer ließ sich Aue aber zumindest nicht zusätzlich verunsichern, sodass weite Strecken der Partie im Mittelfeld geführt wurden. Und dann ging es hin und her. Nach einem weiten Einwurf köpfte Zobel die Kugel auf das Tordach (30.), woraufhin Männel bei einem Regensburger Eckball stark auf der Linie parierte (37.). Gebhardt wischte einen schönen Schlenzer von Seiffert noch zur Ecke (38.) und auch Bornschein zielte am Ende zu knapp (40.). Auf der anderen Seite machte sich dann wieder Männel groß, sodass Kühlwetter den zweiten Treffer verpasste (42.).
Die Veilchen starteten dann mit einer Top-Chance in die zweite Hälfte, weil Guttau sich den Ball in zentraler Position für einen Freistoß zurecht legte. Sein Versuch auf den Winkel wurde jedoch von Gebhardt herausgekratzt (49.). Für Aue blieb es wie verhext: Bär köpfte aus kurzer Distanz mustergültig, aber Gebhardt wehrte mit der Fußspitze noch auf der Linie ab (54.). Das Spiel plätscherte aber alsbald dahin, weil Regensburg den knappen Vorsprung clever verteidigte und Aue schlussendlich die Mittel fehlten. Regensburg sicherte sich mit dem knappen Erfolg den ersten SIeg unter Hildmann und schlussendlich Platz 11 in der Tabelle, während Aues Abschiedstournee nach der achten Pleite in Folge weiter geht. Auf Platz 18 fehlen den Veilchen weiter zwölf Punkte auf das rettende Ufer.
Der Abstieg der Schweinfurter stand bevor, während RWE zuletzt den zweiten Platz festigen konnte. Die erste Großchance erhielt der Außenseiter, weil Forkel eine Fackel auf das Tor von Golz abfeuerte – aber der RWE-Keeper brauchte kein Warm-up (2.). Die Schnüdel wollten im Heimspiel nicht runtergehen: Zeller ließ Kostka aussteigen, aber Rios Alonso klärte in höchster Not zur Ecke (10.). Anschließend unterlief Schweinfurt der Fehler im Aufbauspiel, sodass der Konter über Safi und Abiama rollte, doch auch Stahl warf alles dazwischen, um den Einschlag erfolgreich zu verhindern (12.). Der Revierklub wurde stärker, aber auch Mizuta wurde zunächst noch geblockt (18.). Und dann jubelte RWE: Bei einer Flanke von Bouebari irrten im Schweinfurter Strafraum alle Schnüdel unkontrolliert herum – dadurch kam Abiama unbedrängt zum Abschluss auf das kurze Eck, der die Führung brachte (25.). Und Schweinfurt bettelte weiter um Gegentreffer. Mizuta flankte erneut auf Abiama (32.) und auch Safi wurde in Szene gesetzt (34.), aber RWE nutzte die hanebüchende Abwehrarbeit der Schnüdel längere Zeit nicht aus. Dann der nächste Bock: Stahl legte Brumme den Ball in die Füße, aber Vakouftsis rettete noch auf der Linie – doch kein Schweinfurter klärte richtig, sodass Abiama die Kugel wieder in die Mitte gab, wo Müsel per Seitfallzieher sehenswert einnetzte (39.). Vor der Pause hätte dann aber noch Schweinfurt verkürzen können, aber den Schnüdel fehlte auch vorne die Präzision (44.).
Wehrte sich Schweinfurt noch gegen den Abstieg? RWE überließ den Schnüdel im zweiten Abschnitt zunächst den Ball, aber der Tabellenletzte wusste damit wenig anzufangen. Anschließend war Schweinfurt auch noch im Glück, weil Stahl mit offener Sohle gegen Safi zu Werke ging und dafür keine Rote Karte sah (64.). Aber auch Mizuta bestrafte die Schnüdel nicht, sein freier Abschluss landete nur am Pfosten (67.). Hinten heraus erhöhte Obuz doch noch für RWE, weil der Revierklub die Kugel kurz vor dem Strafraum energisch eroberte und der Flügelstürmer dann fast bis zur Torlinie durchmarschierte, bevor er seinen Schuss über die Linie drückte (76.). Und dann machte Schweinfurt doch noch den Ehrentreffer – eine Ecke von Geis drückte Schultz am kurzen Pfosten versehentlich über die eigene Linie (87.). Es half am Ende nichts mehr, denn Schweinfurt musste mit Abpfiff als Tabellenletzter den Gang in die Regionalliga Bayern antreten. RWE wiederum verteidigte mit dem sechsten Sieg in Folge den zweiten Tabellenplatz.
Der Waldhof ist bereits gerettet, die U23 aus Hoffenheim brauchte noch Zähler für die Planungssicherheit. Allerdings startete Mannheim besser in die Partie, aber Abschlüsse von Asallari (9.) und Lohkemper (11.) blieben zu unpräzise für einen Torjubel. Offensiv war von den jungen Sinsheimern in der Anfangsphase nicht viel zu sehen – bis Hennrich eine Ecke in den Strafraum brachte, die Engelns aus sechs Metern im Kasten unterbrachte (19.). Mannheim ließ sich nicht schocken und antwortete, indem Asallari bereits TSG-Keeper Onohiol überwinden konnte – aber Lührs klärte auf der Linie (26.). Das Spiel gestaltete sich daraufhin recht ausgeglichen, aber Großchancen auf beiden Seiten kamen nicht mehr zustande.
Anders im zweiten Abschnitt, als sich Ba ein Herz aus der Distanz fasste. Der Schlenzer des Abwehrspielers ging jedoch deutlich vorbei (54.). Onohiol schnappte sich eine Kugel von Lohkemper (61.), während auch Asallari nach dem Seitenwechsel noch zu ungenau agierte (67.). Die beste Chance für die Waldhöfer ergab sich dann erst in der Schlussphase, weil Ba wieder freie Schussbahn witterte – ein abgefälschter Abschluss ging jedoch knapp daneben (74.). Onohiol parierte danach erneut (78.), auf der anderen Seite zeichnete sich auch Nijhuis gegen Lührs aus (85.). Mit der letzten Möglichkeit schlug Mannheim dann aber doch noch zu, weil der Ball über mehrere Stationen bei Thill landete – und der Luxemburger netzte platziert ein (90.+2). Anschließend verhinderte Onohiol sogar noch den potentiellen Siegtreffer durch Asallari (90.+3). Mannheim bestätigte somit Platz 10 in der Tabelle und Hoffenheim II bleibt auf Platz 15.









































