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·1. Februar 2026
MSV verliert Tabellenführung: Ulm holt zweiten Sieg in Folge

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Abstiegskandidat schlägt Aufstiegsanwärter: Im ersten Sonntagsspiel konnte der SSV Ulm an die Leistung des vergangenen Wochenendes anknüpfen und in einer weiteren überzeugenden Partie den MSV Duisburg mit 1:0 besiegen. Die Zebras liefen ab der 27. Minute einem Rückstand hinterher und schafften es bis zum Schluss nicht, sich hochkarätige Chancen zu erarbeiten. Damit verliert der MSV die Tabellenführung an Cottbus, während Ulm bis auf einen Zähler am rettenden Ufer dran ist.
Trotz des überraschenden 3:0-Erfolgs gegen Erzgebirge Aue entschloss sich SSV-Cheftrainer Pavel Dotchev zu zwei Veränderungen in der Startelf: Bazzoli sowie Dajaku bekamen gegenüber Mazagg und Röser den Vortritt. Auf der Gegenseite tat es MSV-Coach Dietmar Hirsch seinem Trainerkollegen gleich und wechselte nach dem 2:0-Sieg gegen Regensburg ebenfalls doppelt, wenn auch gezwungenermaßen. Für den gesperrten Coskun und verletzten Dittgen starteten Sadlek und Noß.
Die Spatzen wollten schnell an das vergangene Spiel anknüpfen und traten in der Anfangsphase mutig auf. Besonders die scharfen Hereingaben bereiteten den Gästen große Probleme, in der 8. Minute rauschte Chessa haarscharf an einer Flanke vorbei, die wohl die Führung bedeutet hätte. Auch im Tempo-Gegenstoß waren die Ulmer fix unterwegs, doch El-Zain verpatzte den Abschluss (9.). Die Duisburger hingegen zeigten sich etwas vorsichtiger und prüften Schmitt nur sporadisch, der aber keine Probleme mit dem Schuss von Noß hatte (9.). Weiterhin war es vor allem die linke Ulmer Seite, welche einen Tick zu schnell für den MSV war. Einen scharfen Pass von Dajaku haute Hahn beinahe ins eigene Tor, aber Braune stand goldrichtig, um die Kugel abzuwehren.
Nach dieser Möglichkeit gönnte sich die Partie eine kleine Verschnaufpause, was beide Teams aufgrund der hohen Intensität und des Spieltempos auch nötig hatten. Dennoch blieb der SSV konzentriert und durch Flanken von Dajaku brandgefährlich. Dieser fand dann schließlich El-Zain im Sechzehner, der die Kugel per Kopf zur Führung über die Torlinie drückte (27.). Wenig später ereignete sich beinahe dieselbe Szene, doch Chessa konnte es dem Torschützen zum 1:0 nicht gleichtun und köpfte das Leder um Zentimeter am Kasten vorbei (34.). Bis zum Halbzeitpfiff mussten sich die Gäste dem Druck der Ulmer Offensive stellen, doch weil Brandt einen Schlenzer knapp am Tor vorbeisetzte (41.), ging es ohne weitere Gegentreffer in die Kabine.
Trotz doppeltem Wechsel bei den Zebras – Symalla und Müller kamen für Bulic sowie Tugbenyo – blieben die Hausherren auch zu Beginn der zweiten Hälfte die spielbestimmende Mannschaft. Dabei musste sich Dotchevs Elf ankreiden lassen, ihre besten Chancen auf das 2:0 nicht zu nutzen, weil Fleckstein eine Grätsche von Brandt auf der Linie klärte und Dajaku im Anschluss an Braune scheiterte (47.). Mit der Zeit wurde dann aber auch der MSV aktiver im offensiven Spielgeschehen. Schüsse von Noß (57.), Sussek (59.), Symalla (64.), Casar (65.) und Krüger (67.) stellten zwar allesamt wenig bis keine Gefahr für Schmitt dar, doch die Aktionen auf das Tor waren ein Fingerzeig an die Hausherren, dass die Partie noch lange nicht entschieden war.
Die Partie verlagerte sich gegen Ende immer mehr in die Hälfte der Gastgeber, welche nur noch auf Konter bedacht waren und die Ballkontrolle komplett an die Gäste abgaben. Dennoch blieb der SSV standhaft und verhinderte Aktionen im eigenen Strafraum, was die Duisburger dazu zwang, es mit Schüssen aus der Distanz zu probieren, welche allesamt nichts einbrachten. Auch in der Nachspielzeit, die nur drei Minuten betrug, mauerten die Ulmer konsequent weiter und verhinderten den Ausgleich mit Bravour.
Der zweite Sieg in Folge hat für den SSV Ulm zwar keine tabellarischen Auswirkungen, verhindert aber das Abrutschenauf den 19. Platz. Darüber hinaus verringert Ulm den Abstand zu den Nicht-Abstiegspläzten auf nur noch einen Zähler. Am kommenden Spieltag treffen die Spatzen dann auf Waldhof Mannheim. Beim MSV Duisburg hat die Niederlage zur Konsequenz, dass die Zebras ihre Tabellenführung an Energie Cottbus abgeben müssen. Der nächste Gegner ist am Sonntag in einer Woche der SC Verl.








































