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·1. März 2026
"Müssen nach drei Minuten 3:0 führen": Hirsch "maßlos enttäuscht"

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Im Heimspiel gegen den TSV Havelse hatte der MSV Duisburg drei Punkte fest eingeplant, umso größer war die Enttäuschung über das Remis, das einige Fans sogar mit Pfiffen quittierten. Trainer Dietmar Hirsch war nach dem Spiel "maßlos enttäuscht" – und das nicht nur wegen des Chancenwuchers.
Nein, über fehlende Chancen konnten sich die Zebras an diesem Sonntagnachmittag wahrlich nicht beschweren. Die erste gab es bereits nach 35 Sekunden. Und dennoch hatte der MSV zum Schluss sogar noch Glück, nicht einen späten Gegentreffer kassiert zu haben, der den Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt hätte. Das tat bereits das 0:1 in Minute 20, nachdem Bitter den Ball verloren hatte. Erst nach über einer Stunde gelang Duisburg über Fleckstein der Ausgleich (66.), zu mehr reichte es nicht. Sehr zum Ärger von Trainer Dietmar Hirsch, der sich am "MagentaSport"-Mikrofon "maßlos enttäuscht" zeigte: "Wir müssen schon nach drei Minuten mit 3:0 führen, machen die Tore aber nicht."
In vielen Situationen fehlte dem 54-Jährigen "die letzte Gier, das Tor machen zu wollen". Eine Erklärung dafür hatte Hirsch nicht: "Keine Ahnung. Da müssen wir mal die Spieler fragen. Ich weiß es nicht." Den grundsätzlichen Willen wollte er seinem Team aber nicht absprechen, dennoch müsse sich jeder hinterfragen. Was Duisburgs Coach neben der fehlenden Gier ebenfalls störte, war eine "sehr schlechte Restverteidigung", aus der auch das Gegentor resultierte. "Nachdem wir den Gegner komplett im Sack hatten, laufen wir in den Konter, liegen hinten und wissen nicht, warum."
Am Ende habe sein Team gegen einen sehr tiefstehenden Gegner dann "zu viel mit der Brechstange" gewollt und "kopflos" agiert. "Es hat nicht sein sollen, was echt ärgerlich ist, wenn du so viele Chancen hast. Das waren ja zehn Dinger, wo Tore fallen müssen. Das fühlt sich richtig blöd an." Selbst Havelses Coach Samir Ferchichi sprach davon, dass er selten eine Mannschaft erlebt habe, so viel Druck aufgebaut habe.
Auch Joshua Bitter, dessen Vertragsverlängerung im Vorfeld der Partie verkündet worden war, zeigte sich enttäuscht über das Remis: "Wir hätten das Spiel ganz klar gewinnen müssen und das wäre auch verdient gewesen." Trotz des verpassten Siegs würde aber gerade die Anfangsphase Mut machen, "dass wir gut spielen können und an unserem Plan festhalten. Wenn wir das in den kommenden Spielen über 90 Minuten auf den Platz bringen, dann bin ich da ganz positiv gestimmt."
Mit einem Sieg gegen Havelse hätte der MSV bis auf Platz 1 springen können, nun steht der dritte Rang zu Buche – bei zwei Punkten Vorsprung auf den Vierten aus Verl und zwei Punkten Rückstand auf das Spitzenduo. Am Mittwoch geht es für den MSV nun nach Ingolstadt, wo mit einer besseren Chancenverwertung dann wieder drei Punkte her sollen. "Ich sehe das große Ganze, wir sind immer noch in einer guten Ausgangsposition", betonte Hirsch.
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