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·30. September 2026

Musah fällt bis 2027 aus – wo Werder jetzt wirklich dünn besetzt ist

Artikelbild:Musah fällt bis 2027 aus – wo Werder jetzt wirklich dünn besetzt ist

Knapp 50 Bundesliga-Minuten in dieser Saison, kein Scorerpunkt, vier Einwechslungen. Auf dem Papier verliert Werder Bremen mit Salim Musah einen Ergänzungsspieler. Warum die Nachricht vom Dienstag trotzdem wehtut, hat mit dem Rest des Lazaretts zu tun.

Verletzt beim DFB, zurück frühestens im neuen Jahr

Der 20-Jährige hat sich während der Abstellung zur deutschen U20 eine schwere Muskelverletzung im linken Oberschenkel zugezogen. Werder bestätigte den Ausfall selbst und sprach von mehreren Monaten. Trainer Daniel Thioune wurde konkreter: Musah stehe „erst im neuen Jahr wieder zur Verfügung“. Für den 1,98 Meter großen Angreifer, der erst seit März in der Bundesliga spielt, ist das Pflichtspieljahr 2026 damit vorbei.


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Thioune nannte den Ausfall einen herben Rückschlag auch für das Team, weil sich Musah zuletzt gut entwickelt habe. Das ist mehr als eine Höflichkeitsformel. In der Vorbereitung galt er als fester Teil der Planung, in der Liga stand er bislang hinter Rückkehrer Niclas Füllkrug an.

Im Sturm hat Werder Auswahl

Genau deshalb greift der Reflex „Winter-Transfer“ im Angriff zu kurz. Neben Füllkrug stehen Thioune mit Cedric Itten, Kenny Quetant und Dawid Kownacki drei weitere Mittelstürmer zur Verfügung. Die beiden Letztgenannten spielen bisher kaum eine Rolle. Bevor Bremen im Januar Geld für einen fünften Neuner ausgibt, müssten erst einmal die vorhandenen Minuten bekommen.

Eng wird es trotzdem, weil sich die Ausfälle stapeln. Justin Njinmah fehlt mit einer Oberschenkelverletzung ebenfalls länger, Keke Topp nach einem Kreuzbandriss sowieso. Aus einem überbesetzten Sturm ist binnen weniger Wochen einer geworden, in dem sich niemand mehr verletzen darf.

Das eigentliche Loch heißt Stage

Schwerer wiegt ein Name, der in der Aufregung um Musah fast untergeht. Jens Stage hat sich kurz vor dem Saisonstart am Oberschenkel verletzt und wird in diesem Kalenderjahr nicht mehr auflaufen. Für einen torgefährlichen Achter mit seiner Laufleistung gibt es im Kader keinen Ersatz. Drei Stürmer können einen Joker vertreten. Einen Stage vertritt niemand.

Wenn Werder im Winter nachlegt, dann im Mittelfeld. Bis dahin sind es noch etliche Spieltage, der nächste führt am 9. Oktober ausgerechnet zu Tabellenführer Borussia Dortmund. Von einem Länderspiel-Fluch zu reden, wäre dabei die bequeme Erklärung. Musah hat sich beim DFB verletzt, Stage nicht. Pech sucht sich keinen Kalender aus.

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