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·25. September 2026
Muskelfaserriss statt Aufbauprogramm: Musiala verlässt das DFB-Team, Bayern droht der Ausfall in acht Spielen

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·25. September 2026

Herzogenaurach. Am Donnerstagabend stand Jürgen Klopp direkt neben ihm, als es passierte. Am Freitagvormittag stand die Diagnose fest: Jamal Musiala hat sich beim Aufwärmen vor dem Länderspiel in Amsterdam einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zugezogen. Der 23-Jährige reist vorzeitig vom Lehrgang der Nationalmannschaft ab und kehrt nach München zurück. Nach Informationen wird er voraussichtlich drei bis vier Wochen fehlen.
Der Bundestrainer nutzte das RTL-Interview nach dem 1:1 für einen Satz, der ihm offenbar wichtig war: „Es handelt sich nicht um das gesundheitliche Problem. Es sind muskuläre Probleme, ich stand direkt neben ihm, als es beim Aufwärmen passiert ist.“ Musiala sei im MRT, man hoffe noch am selben Abend auf die Diagnose. „Das ist natürlich nicht toll. Mal schauen, ob er noch bei uns bleiben kann.“
Die Klarstellung war notwendig, weil Musialas Vorbereitung von den temporären Absencen bestimmt worden war, wegen derer er zwei Zusammenbrüche erlitten hatte und wochenlang aus dem Spielbetrieb genommen worden war. Diesmal ist es ein gewöhnlicher Muskelfaserriss – die Art Verletzung, die jeder Profi kennt. Für Musiala ist das, so paradox es klingt, die vergleichsweise gute Nachricht.
Für den FC Bayern trifft der Ausfall eine Phase, die keinen Spielraum lässt. Nach der Länderspielpause stehen innerhalb von 25 Tagen acht Pflichtspiele an: Bundesliga, Champions League, DFB-Pokal. Das erste ist am 10. Oktober beim FC Augsburg, drei Tage später folgt Viking Stavanger in der Champions League.
Wie viele dieser Spiele Musiala verpasst, hängt vom Heilungsverlauf ab. Bei Muskelverletzungen dürfte der Klub kein Risiko eingehen – erst recht nicht bei einem Spieler, dessen Saison ohnehin unterbrochen war. Als mögliches Rückkehrdatum nennt fcbinside das Bundesliga-Duell gegen Borussia Dortmund am 31. Oktober. Ob er bis dahin voll belastbar ist, lässt sich nicht absehen. Offizielle Angaben zur Ausfallzeit machte weder der DFB noch der Verein.
Bitter ist der Ausfall auch, weil Klopp mit Musiala etwas Konkretes vorhatte. Der Bundestrainer hatte bei der Kaderbekanntgabe erklärt, dass er Musiala, Serge Gnabry und Nico Schlotterbeck bewusst über die kompletten knapp drei Wochen bei der Nationalmannschaft behalten wolle – damit die drei nach ihren Verletzungen durchgehend betreut werden und im Training bleiben, statt bei ihren Klubs freie Tage zu bekommen. Musiala sollte zusätzlichen Trainings- und Spielrhythmus sammeln.
Dabei lief es zuletzt. Beim 7:0 gegen Union Berlin hatte er erstmals in dieser Saison die kompletten 90 Minuten absolviert, zuvor war er nach seinem Comeback gegen Bodø/Glimt mit einem Tor 76 Sekunden nach der Pause zurückgekehrt. „Das Gefühl, das ich heute gehabt habe, habe ich eine Weile nicht gehabt“, hatte er damals gesagt.
Musiala ist nicht der einzige Ausfall. Kai Havertz, der in Amsterdam nach 30 Minuten mit einer Oberschenkelblessur ausgewechselt worden war, hat sich eine Muskelzerrung zugezogen und steht für den Rest der Länderspielpause ebenfalls nicht zur Verfügung. Klopp hatte beides schon am Donnerstagabend geahnt: „Ich hoffe, dass es nichts Schlimmes ist und die Jungs relativ zügig wieder einsatzfähig sind. Für das Spiel am Sonntag sind sie wahrscheinlich raus.“
Der Bundestrainer hat reagiert und seinen Kader aufgefüllt: Florian Wirtz und Jonathan Burkardt rücken für das Spiel gegen Griechenland nach. Beide waren ursprünglich für das dritte und vierte Spiel der Länderspielphase vorgesehen. Es ist der dritte Eingriff in die Kaderplanung binnen einer Woche – nach dem Tausch von Adeyemi und Karl am Montag und Musialas Ausfall am Donnerstag.
Am Sonntag um 20.45 Uhr kommt Griechenland nach Augsburg. Musiala wird das Spiel in München sehen.







































