"Musst das Spiel dann töten": Hansa nach 1:1 "brutal enttäuscht" | OneFootball

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·2. Mai 2026

"Musst das Spiel dann töten": Hansa nach 1:1 "brutal enttäuscht"

Artikelbild:"Musst das Spiel dann töten": Hansa nach 1:1 "brutal enttäuscht"

Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber den letzten beiden Partien und einer Führung zur Pause kam Hansa Rostock bei Alemannia Aachen nicht über ein Remis hinaus, das der Kogge im Aufstiegskampf nicht wirklich weiterhilft. Entsprechend groß war die Enttäuschung bei den Norddeutschen.

"Wenn wir da treffen, gewinnen wir das Spiel"

In der 90. Minute war sie nochmal da, die Riesenchance auf den späten Siegtreffer. Nachdem Aachens da Silva Kiala gegen Holten weggerutscht war, hatte dieser freie Bahn und setzte Voglsammer in Szene. Dieser wartete mit dem Abschluss frei vor dem Tor dann aber zu lange, sodass zwei Aachener klären konnten und die dicke Gelegenheit dahin war. "Da musst du das Spiel dann einfach töten", haderte Trainer Daniel Brinkmann am "MagentaSport"-Mikrofon. "Das kann man auch nichts schönreden. Wenn wir da treffen, gewinnen wir das Spiel." Daher fühle sich das Remis nicht gut an.


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Dass es nur zu einem 1:1 reichte, lag aber auch an einer Szene in der 58. Minute, als Dirkner im eigenen Strafraum zu ungestüm gegen Bagkalianis zu Werke ging, diesen zu lange festhielt und dadurch einen Elfmeter verursachte, den die Alemannia zum Ausgleich nutzte. "Es gibt gar keine Zweifel daran, dass das ein Foul und ein Elfmeter ist. Aber wenn ich meinen Körper einfach rein stelle, geht der Ball ins Aus und dann passiert gar nichts", war der Hansa-Coach wenig begeistert über das Abwehrverhalten von Dirkner.

"Sehr dumm"

Kapitän Franz Pfanne bezeichnete die Aktion gar als "sehr dumm" und meinte: "Das ist eine Situation, die uns gekillt hat. Das muss man leider so sagen." Gleichzeitig nahm er den 23-Jährigen aber in Schutz: "Es tut ihm selbst am meisten weh. Auf lange Sicht ist er ein Spieler, der niemals in die 3. Liga gehört, weil er einfach eine unfassbare Qualität mitbringt." Pfanne verwies diesbezüglich auf die starke Vorarbeit zum 1:0 durch Krauß (42.). "Deshalb sollte man mit jungen Spielern immer ein bisschen vorsichtig sein."

Letztlich habe Hansa mit dem Elfmeter ein Geschenk verteilt und seinerseits die Geschenke nicht genutzt. "Das sind die entscheidenden Situationen, und da waren wir in den letzten Spielen einfach nicht da und haben Punkte liegen gelassen." Entsprechend sei die Enttäuschung "einfach brutal, weil man gemerkt hat, dass da eine Mannschaft auf dem Platz steht, die wollte und gekämpft hat." Daher tue es "einfach nur weh, dass du heute mit einem Punkt zurückfährst." Grundsätzlich sei ein Punkt in Aachen zwar okay, aber nicht in der Situation, in der wir gerade sind. Ich glaube, man muss kein großer Prophet sein, dass es jetzt noch mal schwieriger geworden ist, oben dran zu bleiben."

Brinkmann will nicht rechnen

Immerhin: Weil Essen aber deutlich mit 1:6 bei Stuttgart II verloren hat, konnte die Kogge zumindest vorerst einen Punkt auf den Relegationsplatz gutmachen. Jetzt muss Hansa hoffen, dass Duisburg am Sonntag gegen Cottbus verliert. "Ich werde zum ersten Mal Cottbus-Fan sein", blickte Pfanne voraus. Brinkmann wollte sich indes nicht an Rechenspielen beteiligen: "Ich weiß nicht, ob uns das guttut – ich habe nicht das Gefühl. Wir tun gut daran, jetzt zwei Tage durchzupusten und uns dann auf Stuttgart zu fokussieren. Das ist das, was wir beeinflussen können." Es gelte nun, die Saison sauber zu Ende zu spielen und zwei Siege einzufahren. "Dann schauen wir, was am Ende dabei rauskommt", so Brinkmann, der vor der Partie gleich sechs Wechsel vorgenommen hatte.

Unter anderem rückte Pfanne kurzfristig  für Carstens rein. Für den 31-Jährigen war es der erste Einsatz seit Mitte April. Und das, obwohl der Verteidiger in den letzten zehn Wochen "vielleicht, anderthalb Wochen trainiert" habe, wie er berichtete. "Eigentlich wäre es zu früh gewesen." Doch Pfanne biss sich durch. "Er ist wie ein wahrer Kapitän vorangegangen. Und das tut der Mannschaft dann schon auch gut, weil er ein absoluter Charakterspieler ist", lobte Brinkmann. Gegen Stuttgart II wird er nun erneut umstellen müssen, da Schuster und Krauß jeweils die fünfte gelbe Karte gesehen haben.

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