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·1. Juni 2026

Nach 1.697 Tagen Wartezeit und mit WM-Euphorie: Türkei kehrt mit großem Jubiläumsspiel gegen Nordmazedonien und fünf Ausfällen zurück nach Kadiköy

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Startschuss zur WM-Vorbereitung in Kadiköy: Die Türkei empfängt Nordmazedonien zum historischen Jubiläumsspiel

Für die türkische Fußballnationalmannschaft beginnt die heiße Phase auf dem langen Weg zur Endrunde der FIFA-Weltmeisterschaft 2026. Im ersten großen Vorbereitungsspiel fordert die Auswahl der Türkei am morgigen Montag um 19:30 Uhr (MEZ) den Kontrahenten aus Nordmazedonien heraus. Als prestigeträchtige Kulisse dient hierfür der geschichtsträchtige Fenerbahce Sükrü Saracoglu Sportkomplex Chobani-Stadion in Kadiköy. Das Match bildet den Auftakt einer interkontinentalen Länderspielreise, denn direkt nach dem Abpfiff bricht der Tross der Rot-Weißen in die USA auf. Dort steht am Sonntag, den 7. Juni, der nächste Härtetest auf dem Programm, wenn die Mannschaft im Inter Miami FC Stadium in Florida um 0:00 Uhr tschechischer Zeit (MEZ) gegen die Auswahl von Venezuela antritt.

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Das neunte Aufeinandertreffen und die magische Marke von 650 Länderspielen

Die historische Bilanz gegen den morgigen Gegner spricht eine eindeutige Sprache zugunsten der Hausherren. Beide Nationen standen sich in der Fußballgeschichte bislang in insgesamt acht Begegnungen gegenüber, wovon vier Spiele auf offizieller Ebene und vier Duelle als Testspiele ausgetragen wurden. Bei diesen Vergleichen konnten die Türken fünf Siege verbuchen, während die Auswahl aus Nordmazedonien lediglich ein einziges Mal den Platz als Sieger verließ. Zwei weitere Partien endeten mit einem Remis. Das letzte Aufeinandertreffen liegt allerdings schon eine gefühlte Ewigkeit zurück. Am 5. Juni 2017 trennten sich die beiden Kontrahenten im mazedonischen Skopje im Rahmen eines Freundschaftsspiels mit einem torlosen 0:0-Unentschieden.

Für den türkischen Verband markiert die morgige Partie zudem ein monumentales historisches Jubiläum. Es handelt sich exakt um das 650. Länderspiel in der Geschichte der Nationalmannschaft. In den bisherigen 649 Auftritten, die sich in 362 Pflichtspiele und 287 Testspiele aufteilen, errangen die Rot-Weißen 257 Siege, mussten 241 Niederlagen hinnehmen und trennten sich 151-mal unentschieden. Die Torbilanz vor dem Jubiläumsmatch gestaltet sich mit 897 erzielten Treffern und 926 Gegentoren nach wie vor leicht negativ, weshalb die Mannschaft vor heimischer Kulisse unbedingt an ihrer eigenen Erfolgsgeschichte feilen möchte.

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Foto: IHA

Vincenzo Montella vor Meilenstein gegen bekannte Gesichter aus der Süper Lig

Auch für den Cheftrainer an der Seitenlinie bringt das Aufeinandertreffen in Istanbul ein persönliche Note mit sich. Der italienische Übungsleiter Vincenzo Montella wird morgen sein exakt 32. Spiel als sportlicher Leiter der türkischen Auswahl bestreiten. In seiner bisherigen Amtszeit lenkte der Italiener in 24 Pflichtspielen sowie in sieben Testspielen die Geschicke des Teams. Unter seiner Regie fuhren die Halbmond-Kicker beachtliche 18 Siege ein, spielten fünfmal unentschieden und kassierten lediglich acht Niederlagen, was eine hervorragende Erfolgsquote unterstreicht.

Der morgige Gegner verpasste die direkte Qualifikation zur Endrunde nur denkbar knapp. In der schweren Gruppe J landete das Team hinter Konkurrenten wie Belgien, Wales, Kasachstan und Liechtenstein mit 13 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Dank der guten Leistungen in der UEFA Nations League durfte die Balkan-Auswahl in die Playoff-Runde einziehen, strich dort jedoch nach einer deutlichen 0:4-Niederlage gegen Dänemark die Segel. Geleitet wird das Team vom Technischen Direktor Goce Sedloski. Der Kader spickt sich mit absoluten Bekannten aus dem türkischen Oberhaus. Neben Enis Bardhi von TÜMOSAN Konyaspor und Darko Churlinov von Kocaelispor stehen auch Akteure wie Ezgjan Alioski, Eljif Elmas und Jani Atanasov im Aufgebot, die allesamt eine langjährige Vergangenheit in der Türkei vorzuweisen haben.

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Foto: IHA

Rückkehr nach 1.697 Tagen und ein spanisches Schiedsrichtergespann

Ein ganz besonderer emotionaler Faktor ist die Rückkehr der Nationalmannschaft in das Stadion von Fenerbahce. Exakt 1.697 Tage sind vergangen, seit die Rot-Weißen das letzte Mal ein Länderspiel im Hexenkessel von Kadiköy bestritten haben. Im Rahmen der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2022 traf das Nationalteam dort am 8. Oktober 2021 auf Norwegen, wobei das Spiel nach hartem Kampf mit einem 1:1-Unentschieden endete. Nun kehren die Profis nach fast fünf Jahren Abstinenz endlich in den heimischen Sportkomplex zurück.

Die Spielleitung liegt morgen in den Händen eines renommierten Unparteiischen aus Westeuropa. Der Referee Jose Luis Munuera vom spanischen Fußballverband wird die Partie als Hauptschiedsrichter pfeifen. An den Seitenlinien unterstützen ihn seine Landsmänner Diego Barbero und Alfredo Rodriguez Moreno, während Alejandro Quintero Gonzalez die Rolle des vierten Offiziellen übernimmt. Personell muss der Trainerstab allerdings improvisieren. Während in der medizinischen Abteilung die Behandlungen von Kerem Aktürkoglu, Kenan Yildiz, Ferdi Kadioglu und Mustafa Eskihellac auf Hochtouren laufen, schuftet Kapitän Hakan Calhanoglu nach wie vor verletzungsbedingt im Einzeltraining komplett getrennt vom restlichen Team.

Voraussichtliche Startaufstellungen

Türkei: Cakir – Müldür, Kabak, Bardakci, Elemali – Yüksek , Kökcü, Kahveci, Akgün, Simsir – Gül

Nordmazedonien: Dimitrievski – Musliu, Velkoski, Zajkov, Jankulov – Alimi, Bardhi, Alioski – Miovski, Rastoder, Elmas

Schiedsrichter: Jose Luis Munuera (Spanien)

Austragungsort: Chobani-Stadion (Istanbul)

Anstoß: 19:30 Uhr (MEZ)

TV-Übertragung: ATV, DAZN

Das vorläufige 35-köpfige WM-Aufgebot der Türkei

Tor: Altay Bayindir (Manchester United), Ersin Destanoglu (Besiktas), Mert Günok (Fenerbahce), Muhammed Sengezer (RAMS Basaksehir), Ugurcan Cakir (Galatasaray)

Abwehr: Abdülkerim Bardakci (Galatasaray), Ahmetcan Kaplan (NEC Nijmegen), Caglar Söyüncü (Fenerbahce), Eren Elmali (Galatasaray), Ferdi Kadioglu (Brighton & Hove Albion), Merih Demiral (Al-Ahli SFC), Mert Müldür (Fenerbahce), Mustafa Eskihellac (Trabzonspor), Ozan Kabak (TSG 1899 Hoffenheim), Samet Akaydin (Caykur Rizespor), Yusuf Akcicek (Al-Hilal SFC), Zeki Celik (AS Rom)

Mittelfeld: Atakan Karazor (VfB Stuttgart), Demir Ege Tiknaz (Sporting Braga), Hakan Calhanoglu (Inter Mailand), Ismail Yüksek (Fenerbahce), Kaan Ayhan (Galatasaray), Orkun Kökcü (Besiktas), Salih Özcan (Borussia Dortmund), Arda Güler (Real Madrid), Baris Alper Yilmaz (Galatasaray), Irfan Can Kahveci (Kasimpasa), Kerem Aktürkoglu (Fenerbahce), Oguz Aydin (Fenerbahce), Yunus Akgün (Galatasaray), Yusuf Sari (RAMS Basaksehir)

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