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·18. April 2026

Nach 2:2 gegen Rizespor: Fenerbahçe-Präsident Sadettin Saran mit lautem Appell!

Artikelbild:Nach 2:2 gegen Rizespor: Fenerbahçe-Präsident Sadettin Saran mit lautem Appell!

Durch das späte 2:2 gegen Rizespor in der 8. Minute der Nachspielzeit hat Fenerbahçe in Sachen türkischer Meisterschaft nun nicht mehr alles in der eigenen Hand. Anstatt seine Spieler wegen des erneuten Punkteverlusts in die Pflicht zu nehmen hat sich Fenerbahçe-Präsident Sadettin Saran nun vor die Kameras gestellt und öffentlich das türkische Schiedsrichterwesen erneut scharf kritisiert und dabei explizit TFF-Präsident İbrahim Hacıosmanoğlu in die Pflicht genommen. 

Hätte Fenerbahçe das Süper-Lig-Heimspiel gegen Rizespor einfach gewonnen, würde man mit einer breiten Brust zum anstehenden Interkontinentalderby bei Galatasaray reisen, mit dem Wissen, dass man, wenn man jedes verbleibende Spiel in der Liga gewinnt, man sich den Traum von der 20. türkischen Meisterschaft endlich erfüllen würde. Durch den Ausgleichstreffer der Gäste tief in der Nachspielzeit, muss man nun nicht nur gegen Galatasaray gewinnen, sondern auch gleichzeitig hoffen, dass die Gelb-Roten auch in einem anderen Spiel noch einmal stolpert, um weiterhin die Chance auf die türkische Meisterschaft zu wahren. Vereinspräsident Sadettin Saran hat sich angesichts dieser komplizierten Lage nun bei einem öffentlichen Vorstands-Meeting mit einem lauten Appell vor die Vereinsvertreter und anwesenden Mitglieder der Presse gestellt und dabei laute Kritik am türkischen Schiedsrichterwesen geäußert und gleichzeitig die TFF aufgefordert, endlich zu handeln.


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VAR-Fehler hätten Fenerbahçe den Sieg gekostet 

Bezüglich des Spiels vom Vorabend und des späten Gegentores erklärt Sadettin Saran, dass der VAR erneut einige Situationen entweder falsch bewertet habe oder gar nicht erst herangezogen sein soll, obwohl die Situation dies hergegeben hätte. Im Zuge dieser Fehlentscheidungen sei schließlich das 2:2 gefallen, das im Meisterschaftskampf gegen Erzrivale Galatasaray einen herben bedeutet. Obwohl man sich als Fenerbahçe-Führung in dieser Saison mit öffentlicher Schiedsrichter-Kritik, bewusst zurückgehalten hätte, sei das wiederholte Verpfeifen von Spielen, worunter letztendlich vor allem Fenerbahçe leiden würde, nicht länger zu tolerieren.

İbrahim Hacıosmanoğlu solle sich endlich öffentlich äußern 

Auf die Anklage gegenüber des türkischen Schiedsrichterwesens, das zuletzt vor allem von Burak Yılmaz öffentlich stark kritisiert worden war, weshalb er sogar als Gaziantep-Trainer zurücktrat, folgte anschließend ein Appell an die TFF und besonders an Verbandspräsident İbrahim Hacıosmanoğlu. So erklärte Saran, dass Hacıosmanoğlu ihm hinter verschlossenen Türen gesagt habe, dass er mit seiner Annahme, dass die Schiedsrichter und der VAR Fenerbahçe in der Tat unfair behandeln würden, er aber nicht wisse warum. Nun forderte der Fener-Boss den TFF-Präsidenten auf, diese Aussagen nicht nur im Geheimen zu tätigen, sondern auch öffentlich zu bestätigen, um den Druck auf das türkische Schiedsrichter-Gremium zu erhöhen.

Sadettin Saran nimmt seine Spieler in Schutz

Gegenüber seiner eigenen Spieler zeigte sich Sadettin Saran verständnisvoll und nachsichtig. So erklärte er, dass er nach Abpfiff in die Kabine gekommen sei und die Spieler alle am Boden zerstört gewesen seien. Niemand hätte diesen Rückschlag einfach weggelacht, sondern alle hätten sich selbst hinterfragt. Dies sei eine gute Reaktion, so Saran, da dies noch einmal zeige, dass die Spieler unbedingt wollen. Schlussmann Ederson, der vor dem späten Ausgleich in der Tat nicht gut aussah, hätte sogar gegenüber seinen Mannschaftskameraden die volle Verantwortung für den Gegentreffer übernommen, was er aber laut Saran aber nicht müsse. Für ihn trügen die Verantwortung dafür die türkischen Schiedsrichter.

Man wolle keine "Verlierermentalität" zulassen 

Der Grund, warum er nicht vorher laute Beschwerden gegenüber dem türkischen Schiedsrichterwesen geäußert habe, sei laut dem Fenerbahçe-Präsidenten der, dass er den Spielern so nicht das Gefühl von Hilflosigkeit auf der einen Seite, dass man am Ende ja ohnehin nicht gewinne könnte, da das System gegen einen sei, geben wollte, auf der anderen Seite aber auch kein entsprechendes Alibi. Er wolle keine "Verlierermentalität" unter seinen Spielern zulassen, so wie es in den vergangenen Jahren zu oft der Fall gewesen sei.

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