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·16. Juni 2026

Nach 28 Jahren: Österreich ist wieder da

Artikelbild:Nach 28 Jahren: Österreich ist wieder da

Auf diesen Moment hat ganz Österreich lange gewartet: Am Mittwochmorgen um 6.00 Uhr wird die Nationalmannschaft ihr erstes WM-Spiel seit 1998 bestreiten. Gegen Jordanien soll der Grundstein für ein erfolgreiches Turnier gelegt werden.

"Die Vorfreude ist riesig", betont Ralf Rangnick im Gespräch rund um die Feierlichkeiten zum Aufstiegsjubiläum beim letzten RBL-Heimspiel der Saison. Unser ehemaliger Sportdirektor und Cheftrainer ist seit Mai 2022 der österreichische Teamchef. Er weiß, wie viel dieses Turnier dem ganzen Land bedeutet: "Bei der letzten WM-Teilnahme war die Hälfte meines Kaders noch gar nicht auf der Welt."


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Für jeden einzelnen Spieler seines Kaders ist es die erste Teilnahme an einer WM – und für den erfahrenen Trainer ebenfalls. Dementsprechend groß ist die Motivation, mit voller Kraft in die Spiele zu gehen und sich auf der größtmöglichen Bühne zu präsentieren.

Lob für Nicis "unbändigen Siegeswillen"

Eine wichtige Rolle werden dabei zwei Leipziger spielen: Nicolas Seiwald und Xaver Schlager sind unter Rangnick gesetzt. Auch Christoph Baumgartner wäre gesetzt gewesen, hätte ihn nicht ärgerlicherweise kurz vor Turnierbeginn eine Muskelverletzung außer Gefecht gesetzt. Doch Baumi ist bereits in die USA nachgereist und wird das Team trotz seiner Verletzung vor Ort unterstützt.

Xaver ist für Rangnick "der Mann im Maschinenraum", den er im Zentrum nicht missen will. Sein Ausfall bei der Europameisterschaft 2024 war schmerzhaft. Diesmal soll er das Team antreiben.

Auch Nici gehört zu den absoluten Schlüsselspielern. Über ihn sagt Rangnick: "Er hat enorm zugelegt. Das Besondere an ihm ist seine Mentalität. Er will jeden Tag besser werden und hat einen unbändigen Siegeswillen. Ich bin überzeugt, dass seine Entwicklung noch lange nicht am Ende ist."

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Lehren aus dem frühen Euro-Aus

Ansporn zieht Österreichs Mannschaft aus der bitteren Erfahrung bei der Europameisterschaft vor zwei Jahren. Da galt die Rangnick-Elf als Geheimfavorit, wurde Gruppensieger in einer schweren Gruppe mit Frankreich, den Niederlanden und Polen. Doch im Achtelfinale war nach einem unglücklichen 1:2 gegen die Türkei bereits Schluss.

"Wir hätten deutlich weiterkommen können", ist sich Ralf Rangnick rückblickend sicher. Er glaubt, dass sein Team aus dem letzten Turnier die richtigen Schlüsse gezogen hat und diesmal sogar noch mehr schaffen kann. "Das erste Ziel ist es, die Gruppe zu überstehen. Wenn wir das schaffen, dann wollen wir auch versuchen, weiterzukommen als bei der Euro."

Rangnick denkt groß

Unser ehemaliger Trainer und Sportdirektor ist bekannt dafür, groß zu denken. Das zeigt auch seine selbstbewusste Aussage mit Blick auf den Titel: "Die Wahrscheinlichkeit, dass wir Weltmeister werden, ist nicht groß. Aber ich sage auch: es ist nicht unmöglich."

Die Teilnahme an einer WM nach 28 Jahren ist für Österreich bereits historisch. Doch vielleicht hat Ralf Rangnick mit seinem Team gerade erst angefangen, Geschichte zu schreiben.

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