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·20. Januar 2026
Nach Afrika-Cup-Eklat: Senegal-Coach entschuldigt sich

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Das Finale des Afrika-Cups hallt weiter nach. Senegal-Coach Pape Thiaw ruderte nach dem Eklat in der Nachspielzeit zurück.
Der Coach hatte seine Mannschaft nach einem aberkannten Tor und einem umstrittenen Elfmeterpfiff für Gastgeber Marokko vom Feld geholt und in die Kabine geschickt. Erst nach einer fast zwanzigminütigen Unterbrechung wurde das Spiel fortgesetzt und nahm weiter seinen irren Lauf. Brahim Diaz lupfte den Ball geradewegs in die Arme von Senegal-Schlussmann Edouard Mendy. In der folgenden Verlängerung erzielte Pape Gueye schließlich das goldene Tor für die Thiaw-Elf.
Nach dem Happy End ruderte der Nationaltrainer zurück und entschuldigte sich für seine Reaktion in der Nachspielzeit. „Manchmal reagiert man in der Hitze des Gefechts“, relativierte Thiaw und betonte: „Wir akzeptieren die Fehler des Schiedsrichters, das kann passieren. Wir hätten nicht so reagieren sollen, aber das ist nun Vergangenheit. Wir entschuldigen uns beim Fußball.“
Für Aufregung sorgte sein Verhalten dennoch. „Wir verurteilen das Verhalten einiger ‚Fans‘ sowie einiger senegalesischer Spieler und Mitglieder des Trainerstabs aufs Schärfste. Es ist inakzeptabel, das Spielfeld auf diese Weise zu verlassen, und Gewalt darf in unserem Sport nicht toleriert werden“, schimpfte etwa FIFA-Präsident Gianni Infantino.
Dass der Afrika-Cup doch noch auf dem grünen Rasen einen Sieger fand, lag auch an Sadio Mane. Der einstige Top-Star des FC Liverpool setzte sich vehement dafür ein, dass seine Teamkollegen auf den Rasen zurückkehren. „Ich habe getan, was ich tun musste. Es wäre verrückt gewesen, das Spiel wegen eines Elfmeters aufzugeben. Das wäre das Schlimmste für den afrikanischen Fußball gewesen. Da verliere ich lieber“, erklärte der Routinier von Al-Nassr später.

Foto: Getty Images
Auch auf den Tribünen kam es während der Partie immer wieder zu Auseinandersetzungen. Kurios war zudem das Verhalten der marokkanischen Balljungen, die mehrmals versuchten, das Handtuch von Senegal-Keeper Mendy zu entweden. Dessen Vertreter Yehvann Diouf verteidigte das Stück Stoff leidenschaftlich. „Vielleicht haben sie sich irgendwas eingebildet, was ich mit diesen Handtüchern wollte“, rätselte Diouf nach der Partie: „Sie dienten nur dazu, die Handschuhe und das Gesicht zu trocknen, wenn es regnet.“









































