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·1. August 2026

Nach Boykott-Drohung: FIFA stoppt Investorenpläne

Artikelbild:Nach Boykott-Drohung: FIFA stoppt Investorenpläne

Die FIFA gibt ihre umstrittenen Investorenpläne nach massivem Widerstand aus dem internationalen Fußball auf. Der Weltverband wollte durch den Verkauf eines Teils seiner kommerziellen Rechte eine Milliardensumme einnehmen. Nach Boykottdrohungen der UEFA und wachsender Kritik innerhalb der eigenen Organisation zog Präsident Gianni Infantino das Vorhaben nun zurück.

In einer offiziellen Stellungnahme der FIFA erklärte Infantino, der Vorschlag werde nicht weiterverfolgt. Nach der Prüfung aller Positionen sei deutlich geworden, dass das Projekt zu erheblichen Spaltungen geführt habe. Diese seien unabhängig von der vorhandenen Unterstützung nicht mehr mit dem ursprünglich angestrebten Ziel vereinbar.


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FIFA: UEFA drohte mit Boykott

Für die Umsetzung wollte die FIFA das Tochterunternehmen FIFA Forward Enterprise gründen. Über dieses sollten Beteiligungen an kommerziellen Rechten, unter anderem rund um die Weltmeisterschaft, an externe Investoren verkauft werden. Den Mitgliedsverbänden wurde für eine Zustimmung bis zum 19. September offenbar eine Sonderzahlung in Aussicht gestellt.

Besonders scharf reagierte die UEFA. Nach einem Dringlichkeitstreffen drohte der europäische Verband damit, seine Nationalmannschaften aus sämtlichen FIFA-Wettbewerben zurückzuziehen. Auch die CONCACAF und der asiatische Verband AFC distanzierten sich von den Plänen. Die südamerikanische CONMEBOL wollte das Modell zunächst weiter prüfen.

Zusätzlich verlor Infantino innerhalb der FIFA an Rückhalt. Betriebsdirektor Kevin Lamour warf ihm vor, die eigenen Mitarbeiter hintergangen zu haben. Berater Carlos Cordeiro trat aus Protest zurück und bezeichnete das Vorhaben als schlechtes Geschäft für die Mitgliedsverbände, den Fußball und dessen langfristige Zukunft.

Trotz der Kehrtwende bleibt der Druck auf den FIFA-Präsidenten hoch. Der britische Premierminister Andy Burnham forderte bereits dessen Ablösung. Der 56-Jährige kündigte nun Gespräche mit allen beteiligten Parteien an. Ziel sei es, die Verbände „wieder zusammenzuführen“ und alternative Möglichkeiten zur Unterstützung finanzschwächerer Fußballnationen zu entwickeln.

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