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·2. April 2026

Nach Champions League-Triumph: FC Bayern Frauen droht Termin-Chaos

Artikelbild:Nach Champions League-Triumph: FC Bayern Frauen droht Termin-Chaos

Die FC Bayern Frauen haben dank einer fulminanten zweiten Halbzeit das Halbfinale der UEFA Women’s Champions League erreicht. Ein Erfolg, der zu einem Terminchaos in der Liga führen wird. Eine kommentierte Analyse.

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Eigentlich sollte der FC Bayern nach dem 2:1-Erfolg gegen Manchester United mit Freude in die nächsten Wochen schauen. Doch mit Blick auf den Terminkalender muss man feststellen, dass der DFB den Münchnerinnen ein frühzeitiges Osterei ins Nest gelegt hat und die Integrität des Wettbewerbs massiv gefährdet.


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Doch der Reihe nach: Mitte Februar reist das Team um José Barcala nach Bremen um dort das Auswärtsspiel in der Bundesliga zu bestreiten. Ein Montagabendspiel, das bei Fans sowieso schon auf wenig Gegenliebe stößt und dann – wenige Minuten vor dem eigentlichen Anpfiff – abgesagt werden musste.

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Ein Wintereinbruch macht den Rasen in Bremen unspielbar und für den FC Bayern beginnt damit ein erstes Problem. Denn das Nachholspiel gegen die Norddeutschen ist bis dato nicht terminiert und blickt man auf die nächsten Aufgaben des FCB muss man sich die Frage stellen, wann das Spiel überhaupt nachgeholt werden kann.

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DFB blauäugig beim Rahmenterminkalender: FC Bayern mit Doppel-Ansetzung

Doch damit nicht genug. Durch das Erreichen des Halbfinale in der Champions League kommt es für den FC Bayern zu einem Kuriosum: Die Runde der letzten Vier ist von der UEFA auf ein Wochenende angesetzt, dummerweise müssten die Münchnerinnen sowohl im Hin- als auch im Rückspiel jeweils an demselben Wochenende in der Bundesliga antreten.

Eine Ansetzung, die nicht möglich sein wird und ein Thema, dass man beim Verband mit Blick auf den Rahmenterminkalender der UEFA hätte vermeiden können. Oder hat man in Frankfurt nicht damit gerechnet, dass ein deutsches Team es in das Halbfinale der Königsklasse schafft? Schlechte Nachrichten für den DFB: Der VfL Wolfsburg, der ebenfalls noch ein Nachholspiel in Bremen bestreiten muss, kann es ebenfalls in die Runde der letzten Vier schaffen.

Es droht eine Wettbewerbsverzerrung: DFB blamiert sich mit Ansetzungen

Jetzt könnte man argumentieren, dass die Bundesliga ja sowieso entschieden ist und es eigentlich egal ist, wann der FC Bayern mit seinem Team die drei Spiele nachholen muss – die Meisterschaft ist so gut wie entschieden.

Doch so einfach ist es nicht: Zum einen kämpft die Zweitvertretung des FC Bayern in der 2. Bundesliga um den Klassenerhalt, man wird also nicht einfach die Teams „tauschen“ können und zum zweiten geht es für die Gegnerinnen des FC Bayern – und deren Konkurrenz – noch um viel.

So müsste man aktuell nicht nur das Spiel gegen den SV Werder Bremen nachholen, sondern auch die Heimspiele gegen die TSG Hoffenheim und Eintracht Frankfurt verschieben. Ein Blick auf die Tabelle zeigt: Frankfurt und Hoffenheim trennen aktuell vier Punkte, beide Klubs werden ein berechtigtes Interesse daran haben, dass der FCB mit voller Kraft und Kapelle gegen den jeweilig anderen Klub antritt.

Doch wie soll das gehen? Die Bundesliga-Saison endet am 17. Mai, Spiele nach dem offiziellen letzten Spieltag mag es in der Kreisliga hin und wieder gehen, doch in der höchsten Spielklasse ist das nicht üblich. Zu viel steht auf dem Spiel, zu groß das Interesse an einem fairen Wettbewerb.

Der FC Bayern und der VfL Wolfsburg könnten sich darüberhinaus im DFB-Pokalfinale am 14. Mai gegenüberstehen – eine weitere, bedenkliche Terminierung. Der DFB hat offenbar einen Gefallen daran gefunden, die Pokalspiele an den Feiertagen im Mai zu terminieren.

Für Anhänger ist so eine Ansetzung suboptimal, da rund um Feiertage Hotels und Zugreisen deutlich teurer sind. Zudem ist es fraglich, ob ein solches Highlight vor dem letzten Saisonspiel in der Liga ideal terminiert ist – aber das ist Geschmackssache.

Fakt ist: Sollte der FC Bayern es in das Finale der Champions League schaffen, wäre selbst die Option eine Woche nach dem Bundesliga-Ende eines der drei Spiele nachzuholen, hinfällig. Der Erfolg der Münchnerinnen wird in der DFB-Zentrale aktuell für einiges Kopfzerbrechen sorgen. Mit Recht. Ein Problem, das man durch eine zusätzliche englische Woche hätte vermeiden können.

Ein Problem, dass höchstwahrscheinlich die Vereine nun irgendwie lösen müssen. Mit Spielen und weiten Reisen, die noch hektisch irgendwo in den Kalender hineingerückt werden. Von professioneller Planung kann hier nicht die Rede sein.

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