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·21. August 2026

Nach Coulibaly-Verkauf: Diese Spieler sollte Werder jetzt verpflichten

Artikelbild:Nach Coulibaly-Verkauf: Diese Spieler sollte Werder jetzt verpflichten

Am Ende wechselte Karim Coulibaly für deutlich weniger Geld als vorher angenommen. 20 Millionen Euro zahlte Racing Straßburg und schnappte sich damit den 19-Jährigen. Werder Bremen auf der anderen Seite kann jetzt endlich die verbliebenen Baustellen im Kader angehen.Ein Problem gibt es dabei allerdings: Werder kann nur einen Bruchteil der Ablöse auch tatsächlich reinvestieren, der Rest fließt in die Infrastruktur, das Nachwuchsleistungszentrum oder in die Tilgung der Schulden.

Dennoch braucht es immer noch unbedingt einen neuen Rechtsverteidiger sowie einen weiteren zentralen Mittelfeldspieler. Ein heißer Kandidat hier ist Cameron Puertas, der als absoluter Wunschspieler von Trainer Daniel Thioune gilt.


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Doch auch abseits des Spaniers gibt es spannende Optionen, die für Werder jetzt ebenfalls umsetzbar sind.

Rechtsverteidigung

Hier drückt der Schuh bei Werder am meisten. Felix Agu und Mitchell Weiser sind beide nicht fit, sodass selbst Flügelstürmer Marco Grüll aktuell hinten rechts als Option gilt. Bremen muss also schleunigst auf dem Transfermarkt nachbessern.

Da es aktuell so scheint, als wolle Werder das verfügbare Budget lieber in einen neuen Mittelfeldspieler investieren, wird es in der Rechtsverteidigung wohl auf eine kreative Lösung hinauslaufen. Hierfür sollten sich die Grün-Weißen auf dem Markt der vertragslosen Spieler genau umschauen, denn hier gibt es spannende Optionen. Kevin Mbabu zum Beispiel. Der Ex-Wolfsburger und -Augsburger spielte zuletzt für den FC Midtjylland in Dänemark und wäre ablösefrei zu haben. Mit 31 Jahren würde er wichtige Erfahrung mitbringen und kennt zudem die Bundesliga. Zwar ist er nicht mehr so spritzig wie noch zu früheren Zeiten, dennoch wäre er gegenüber Weiser und Agu ein deutliches Upgrade, alleine schon, weil er kaum verletzt ist. So verpasste er in den letzten zweieinhalb Jahren gerade einmal fünf Spiele.

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Mbambu kam in der letzten Saison achtmal in der Europa League zum Einsatz | Giuseppe Bellini/GettyImages

Eine andere, ebenfalls erfahrene Option wäre Leicester-Legende Ricardo Pereira. Auch er ist mit 32 Jahren zwar nicht mehr der Jüngste, bringt jedoch wichtige Erfahrung mit – durch die letzten Jahre mit den Foxes auch im Abstiegskampf. Pereira würde dabei zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, da er auch als Linksverteidiger auflaufen kann, eine Position, wo bei Werder ebenfalls der Schuh drückt. Gleichzeitig ist auch er mittlerweile kaum verletzt, seine letzte Verletzung stammt aus dem April 2025. Da Pereira ebenfalls ablösefrei ist, wäre er eine Option, über die man in Bremen angesichts seiner Erfahrung, seines Renommees und seiner Stärken nachdenken muss.

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Im Stahlbad Championship absolvierte Pereira letzte Saison 38 Spiele | Alex Pantling/GettyImages

Zentrales Mittelfeld

Ja, Cameron Puertas ist der Wunschspieler und kennt zudem schon den Verein durch seine Leihe im vergangenen Jahr. Sollte Al-Qadsiah aber wirklich auf seiner Ablöseforderung von zehn Millionen Euro beharren, dann sollte sich Werder anderen Optionen zuwenden. Denn bei nur noch einem Jahr Vertrag wäre dieser Betrag schlicht zu teuer.

Vielmehr sollte Werder deshalb den Fokus auf Ermin Mahmic von Slovan Liberec liegen. Der Bosnier, der auch bei der WM auflief, ist mit 21 Jahren noch längst nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt. Zudem besitzt er einen sehr starken Distanzschuss und zeigte in der letzten Saison auch Fähigkeiten als Spielgestalter.

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Kandidat bei Werder: Ermin Mahmic | Elysia Su/ISI Photos/GettyImages

Genau solch ein Spieler fehlt Werder aktuell. Mahmic würde gleich mehrere Probleme im Mittelfeld lösen, das bis auf Jens Stage in der vergangenen Saison an Dynamik und vor allem Torgefährlichkeit vermissen ließ. Eine Doppel-Acht aus Stage und Mahmic würde sich nicht nur sehr gut ergänzen, sondern Werder vor allem im Spiel nach vorne ganz neue Möglichkeiten öffnen. Zwar wäre das Paket für den bosnischen Nationalspieler angesichts seines Alters und seines bis 2029 laufenden Vertrags etwas teurer als bei Puertas, dafür besitzt Mahmic allerdings auch einen deutlich höheren Weiterverkaufswert.

Fazit

Mit Mbabu oder Pereira und Mahmic bekäme Werder für die Coulibaly-Millionen Spieler, die die Lücken im Kader optimal schließen und in Mahmics Fall zudem noch einen hohen Weiterverkaufswert haben. Mbabu oder Pereira würden dem Kader hingegen wichtige Erfahrung geben. Angesichts der begrenzten Mittel wären die Transfers von zwei dieser drei Spieler ein deutliches Ausrufezeichen und die gesuchten kreativen Lösungen, die zwar günstig sind, aber die Kaderqualität dennoch deutlich erhöhen.

Zudem hält sich das Risiko in Grenzen. Sowohl Mbabu als auch Pereira und Mahmic fielen bislang nicht durch viele Verletzungen auf, womit sie eine wichtige Forderung von Trainer Daniel Thioune erfüllen: Verfügbarkeit. Es wäre ein versöhnliches Ende einer erneut turbulenten Transferphase das Werder gleichzeitig optimistischer in die Zukunft blicken ließe.

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