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·27. Juni 2026
Nach dem Vorrunden-Kollaps: Merih Demiral bittet das Volk um Verzeihung und Salih Özcan spricht über die wahren Gründe!

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·27. Juni 2026

Das bittere und unerwartet frühe Ausscheiden der türkischen Nationalmannschaft bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zieht in der Heimat weite Kreise. Nach den folgenschweren Punktverlusten in der Gruppenphase gegen Paraguay und Australien bedeutete das Turnieraus in der Vorrunde einen herben sportlichen Rückschlag für die ehrgeizige Auswahl. Nun haben sich mit Innenverteidiger Merih Demiral und Mittelfeldakteur Salih Özcan zwei absolute Leistungsträger der Nationalelf erstmals öffentlich zu Wort gemeldet. In ihren via soziale Medien verbreiteten Statements schlagen die Profis nachdenkliche Töne an, verweigern jegliche billige Ausrede und richten den Blick trotz des immensen Drucks selbstkritisch auf die eigene Leistung auf dem Rasen.
Abwehrchef Merih Demiral wählte in seiner emotionalen Botschaft an die treuen Anhänger bewusste Worte der Demut. Der erfahrene Defensivspieler spürt die tiefe Enttäuschung, die in allen Altersklassen der türkischen Fußballgemeinde nach den unglücklichen Auftritten in den USA vorherrscht.
„Das türkische Volk hat einen besonderen Platz in unseren Herzen. Es ist das gute Recht unserer Nation, uns zu feiern, aber auch uns zu kritisieren. Denn wir sind ebenfalls Kinder dieses Landes. Wir sind mit großen Träumen zu diesem Turnier gekommen, haben jedoch eine Weltmeisterschaft erlebt, die weit hinter unseren Erwartungen geblieben ist und uns alle tief enttäuscht hat. Für diese Enttäuschung möchten wir uns bei unserem gesamten Volk von ganzem Herzen entschuldigen“, bezog der sichtlich getroffene Abwehrstar unmissverständlich Stellung zum kollektiven Versagen.
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Der kompromisslose Verteidiger stellte zudem klar, dass sich innerhalb des Kaders niemand vor der sportlichen Realität verstecken werde. Die Mannschaft wisse genau, dass der betriebene Aufwand den Ansprüchen des Landes nicht genügte: „Wir haben bis zum Schlusspfiff und bis zum letzten Tropfen Schweiß auf dem Platz gekämpft. Aber wir wissen, dass das nicht gereicht hat, und wir übernehmen dafür die volle Verantwortung. Uns ist bewusst, dass wir Menschen jeden Alters enttäuscht und traurig gemacht haben. Wir werden weiterhin hart arbeiten, um diesem Trikot und dieser Flagge künftig noch besser gerecht zu werden.“
Einen etwas differenzierteren Blick auf das versöhnliche, aber letztlich wertlose 3:2 im letzten Gruppenspiel gegen die USA warf Mittelfeldstratege Salih Özcan. Der 28-jährige Mittelfeldspieler schwankte bei seiner Bilanz spürbar zwischen dem Stolz über die gezeigte Reaktion und der Trauer über das verpasste Achtelfinale.
„Ich weiß gar nicht, ob ich glücklich oder traurig sein soll. Diese Mannschaft hätte viel mehr verdient. Wir verfügen über viele talentierte Spieler. Wir haben an uns geglaubt und wollten im letzten Spiel zeigen, was wirklich in uns steckt. Das ist uns gelungen und wir haben gewonnen. Aus jedem Spiel kann man lernen. Für die Zukunft sollten wir uns am letzten Spiel orientieren und mit dieser Leistung in die kommenden Aufgaben gehen“, erklärte der Mittelfeldakteur resolut im Interview.

Foto: IHA
Besonders deutlich reagierte der gebürtige Kölner auf die in den Medien diskutierten logistischen Herausforderungen während des Turniers auf dem amerikanischen Kontinent. Für ihn spielten die langen Flüge und die Regeneration zwischen den Spielorten keine entscheidende Rolle für das sportliche Abschneiden.
Er stellte unmissverständlich klar, dass alle teilnehmenden Mannschaften exakt dieselben Reisestrapazen auf sich nehmen mussten, weshalb er darin absolut keinen Grund für das vorzeitige Ausscheiden sehe. Vielmehr habe der Fokus ausschließlich auf der sportlichen Darbietung liegen müssen. Vor dem Duell mit dem Gastgeber habe man den Kontrahenten zwar respektiert, sei aber keineswegs ängstlich aufgetreten. „Natürlich sind wir nicht locker in diese Partie gegangen, denn die USA sind eine starke Mannschaft. Trotzdem wollten wir an unsere eigenen Stärken glauben und sind mit viel Selbstvertrauen ins Spiel gegangen. Unser Ziel war der Sieg und deshalb haben wir eine gute Leistung gezeigt. Dieser Sieg hat gezeigt, was wir eigentlich leisten können. Wenn man schlecht in ein Turnier startet, wird es anschließend sehr schwierig. Jede Mannschaft kann auf diesem Niveau mithalten. Das haben wir bereits in den ersten beiden Spielen gesehen. Unser Ziel war es, das Turnier mit einem positiven Ergebnis abzuschließen – und das ist uns zumindest im letzten Spiel gelungen“, resümierte Özcan abschließend.
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