DFB-Frauen
·28. März 2026
Nach frühem Rückstand: Frankfurt jubelt in Köln

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Eintracht Frankfurt legte am 22. Spieltag in der Google Pixel Frauen-Bundesliga im Rennen um den dritten Tabellenplatz, der am Saisonende die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb bedeutet, vor und setzte die Konkurrenz damit unter Druck. Das Team von Trainer Niko Arnautis gewann 2:1 (0:1) beim 1. FC Köln.
Damit vergrößerten die Hessinnen ihr Polster vorübergehend auf sieben Punkte. Allerdings sind die Verfolger TSG Hoffenheim, Bayer 04 Leverkusen und SV Werder Bremen im weiteren Verlauf des Spieltages noch im Einsatz.
Vor 2050 Zuschauer*innen im Franz-Kremer-Stadion hatte zunächst die frühere Nationalspielerin Marina Hegering (2.) den 1. FC Köln in Führung gebracht. Ein Zusammenspiel mit ihren DFB-Teamkolleginnen Lisanne Gräwe und Nicole Anyomi vollendete Eintracht-Kapitänin Laura Freigang (58.) mit einem sehenswerten Schlenzer zum 1:1-Ausgleich. Nur wenige Augenblicke später drehte Remina Chiba (63.) für die Frankfurterinnen das Spiel und machte den 13. Saisonsieg perfekt.
"Es war schon vorher klar, dass es kein einfaches Spiel wird", sagte Nationalspielerin Laura Freigang im Interview mit MagentaSport. "Als wir dann auch noch so früh in Rückstand geraten sind, wurde es noch schwieriger. In der zweiten Halbzeit haben wir es aber besser gemacht und uns dann auch belohnt. Wir haben gezeigt, dass alle an einem Strang ziehen."
Trainer Niko Arnatis erklärte: "Es war ein verdienter Arbeitssieg. Großes Kompliment an die Mannschaft, wie sie das frühe 0:1 weggesteckt hat. Wir hatten dann die Spielkontrolle, wenn auch zunächst ohne große Durchschlagskraft. Nach der Pause haben wir jedoch unsere Chancen genutzt, Lauras Tor zum 1:1 war Weltklasse. Wir sind insgesamt stabiler und reifer geworden, haben jetzt in der Rückrunde schon mehr Punkte geholt als in der Hinserie, obwohl noch vier Spiele ausstehen."
"Die Gegentore sind zu einfach gefallen, da waren wir in einigen Situationen nicht auf der Höhe. Das nutzt eine Spitzenmannschaft wie die Eintracht dann leider eiskalt aus", betonte FC-Spielführerin Marina Hegering gegenüber MagentaSport. "Wir haben in der Schlussphase noch einmal alles versucht. Mit etwas mehr Präzision hätten wir uns noch die eine oder andere klarere Tormöglichkeit herausspielen können."
Kölns Trainerin Britta Carlson meinte: "Wir sind nicht zufrieden mit dem Spiel. Auch in der ersten Halbzeit lief nicht alles optimal, obwohl wir 1:0 geführt haben. Wir haben oft zu schnell den Ball verloren. Besonders ärgerlich ist aber, dass beide Gegentore vermeidbar waren. Da hat Frankfurt unsere Fehler bestraft. Unter dem Strich war für uns mehr drin. Dennoch hat das Team in dieser Saison viele Schritte nach vorne gemacht. Daher sehe ich uns auf dem richtigen Weg."
Der 1. FC Köln legte im Vergleich zum 2:1-Auswärtserfolg beim 1. FC Nürnberg mit zwei Veränderungen los. Anna Gerhardt konnte angeschlagen nicht mitwirken. Außerdem nahm Adriana Achcinska zunächst auf der Bank Platz. Die freigewordenen Plätze besetzte Trainerin Britta Carlson mit der aus einer Verletzung zurückgekehrten Sara Agrez und Anna-Lena Stolze.
Drei Tage nach dem Halbfinalhinspiel im UEFA Women’s Europa Cup gegen BK Häcken (0:3) veränderte Niko Arnautis, Trainer von Eintracht Frankfurt, seine Startelf auf fünf Positionen. Nina Lührßen fehlte aus Gründen der Belastungssteuerung im Aufgebot. Außerdem blieben Nationalspielerin Elisa Senß sowie Marthine Østenstad, Ereleta Memeti und Rebecka Blomqvist draußen. Stattdessen liefen die DFB-Auswahlspielerinnen Lisanne Gräwe und Jella Veit, U 23-Nationalspielerin Dilara Acikgöz sowie Noemi Ivelj und Remina Chiba von Beginn an.
Das Spiel begann ohne Abtastphase. Schon nach wenigen Sekunden holten die Kölnerinnen ihren ersten Eckball heraus. Die Hereingabe von Laura Vogt landete am Fünfmeterraum genau auf dem Kopf von Marina Hegering, die sich im Gedränge durchsetzen und unhaltbar zur frühen 1:0-Führung (2.) für den FC einköpfen konnte. Fast hätten die Gastgeberinnen sogar schnell nachgelegt. Der Versuch von Pauline Bremer aus der Drehung war aber nicht platziert genug, um Lina Altenburg im Tor der Frankfurterinnen in Bedrängnis zu bringen.
Auch die Eintracht kam bereits in der Anfangsphase zu einer guten Chance. Nationalspielerin Nicole Anyomi störte Kölns Torhüterin Irina Fuchs im Spielaufbau. Der Abpraller landete bei Remina Chiba, die zum Heber ansetzte. Irina Fuchs konnte den Ball aber noch vor der Torlinie wieder aufnehmen.
Sonst ließ die sattelfeste Defensive der Rheinländerinnen nicht viel zu. Stattdessen suchte der 1. FC Köln immer wieder schnell den Weg nach vorne. Nach einem langen Ball lief Pauline Bremer auf das Frankfurter Tor zu. Ihren Schuss lenkte Eintracht-Torhüterin Lina Altenburg mit einer guten Reaktion zur Ecke ab. Die letzte nennenswerte Aktion vor der Pause gehörte den Frankfurterinnen. Laura Freigang köpfte den Ball nach einer Flanke von Nadine Riesen aber über das Tor.
Der 1. FC Köln nahm die zweite Halbzeit mit zwei neuen Spielerinnen in Angriff. Adriana Achcinska und Vanessa Leimenstoll kamen für Sandra Maria Jessen und Anna-Lena Stolze in die Begegnung. Die Initiative übernahm weiterhin die Eintracht. Den Hessinnen fehlte zunächst aber noch die Genauigkeit, um die Defensive der Kölnerinnen ernsthaft vor Probleme zu stellen. So verpasste Geraldine Reuteler ein Zuspiel um wenige Zentimeter. Ein Trio aus der deutschen Frauen-Nationalmannschaft war dann am Ausgleich beteiligt: Lisanne Gräwe und Nicole Anyomi verlagerten das Spiel zu Laura Freigang, die mit einem sehenswerten Schlenzer zum 1:1-Ausgleich (59.) in den rechten Winkel traf.
Nur wenige Augenblicke später drehte die Eintracht das Spiel komplett. Bei dem Versuch, einen weiten Pass von Innenverteidigerin Sara Doorsoun zu klären, schlug Kölns Amelie Bohnen im eigenen Strafraum über den Ball. So kam Remina Chiba frei zum Abschluss und ließ Irina Fuchs im Tor der Gastgeberinnen beim 1:2 (63.) keine Abwehrchance.
In Rückstand liegend, riskierte der 1. FC Köln wieder mehr im Spiel nach vorne. Die nächste Chance gehörte aber wieder der Eintracht. Einen Heber von Nadine Riesen aus der Distanz konnte Kölns Torhüterin Fuchs noch über die Latte lenken. Ein Fehlpass der Gastgeberinnen im Mittelfeld leitete eine weitere Frankfurter Gelegenheit ein. Beim anschließenden Konter lief die eingewechselte Rebecka Blomqvist frei in den Strafraum, scheiterte aber an Irina Fuchs. In den letzten Minuten drückte der FC noch einmal auf den Ausgleich, auch die etatmäßige Innenverteidigerin Marina Hegering war nur noch vorne zu finden. Es blieb aber beim knappen Erfolg für Eintracht Frankfurt.









































