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Lennard Bacher·8. Juni 2026
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Lennard Bacher·8. Juni 2026
Je nachdem aus welcher Perspektive man auf das Turnier blickt, hat die WM für die verschiedenen Nationen einen ganz anderen Charakter. Und das nicht nur mit Hinblick auf die sportlichen Ambitionen. Während die Weltmeisterschaft für die Top-Nationen quasi wie ein alle vier Jahre stattfindendes Ehemaligentreffen ist, gibt es Länder, die Jahrzehnte gewartet haben, um sich endlich wieder auf der größten Fußballbühne zeigen zu dürfen. Hier kommen die sieben Nationen mit den geilsten WM-Comebacks in diesem Jahr.
Genau 24 Jahre ist es her, dass die Türkei zuletzt bei einer Weltmeisterschaft dabei war. Bei der Endrunde 2002 in Japan und Südkorea wurde die Mannschaft um Yıldıray Baştürk sensationell Dritter.
Gespickt mit Spielern wie Kenan Yıldız, Arda Güler und Hakan Çalhanoğlu scheint ein erfolgreicher Turnierlauf auch in diesem Jahr nicht unmöglich.
📸 YASIN AKGUL - AFP or licensors
Erstmals seit 1998 dürfen auch die schottischen Fans ihr Team wieder bei einer WM-Endrunde anfeuern. Bereits bei der Europameisterschaft 2024 in Deutschland sorgte die „Tartan Army“ mit ihrer euphorischen Art einmal mehr für echtes Fußballfieber. Ob das in den USA, Kanada und Mexiko auch positiv aufs Team überschwappen kann?
Seit dem Aus im WM-Achtelfinale 1998 gegen Italien wartet Norwegen darauf endlich wieder auf der WM-Bühne mitzutanzen. Nachdem die Skandinavier einige Jahre damit zu kämpfen hatten, eine wahre Top-Truppe auf den Rasen zu kriegen, kann man bei diesem Turnier womöglich schon von einer goldenen Generation sprechen.
📸 JEWEL SAMAD
Mit Superstars wie Martin Ødegaard, Alexander Sørloth, Antonio Nusa und allem voran Erling Haaland, haben die Nordeuropäer sicher das Zeug für die ein oder andere Überraschung zu sorgen. Die Zeichen für ein glorreiches Comeback stehen denkbar gut.
Auch die Österreicher können sich mit Hinblick auf den Kader nicht so recht beklagen. Neben Altstars wie Marko Arnautović stehen die anderen Leistungsträger wie Danso, Laimer, Seiwald, oder Schlager aktuell in ihrer sogenannten Prime. Wenngleich die Elf von Ralf Rangnick mit Algerien und Argentinien zwei schwere Brocken in der Gruppenphase stemmen muss, kann man auch dieser Truppe bei ihrem WM-Comeback nach langen 28 Jahren einiges zutrauen. Und das trotz der bitteren Verletzung von Christoph Baumgartner.
Genau vierzig Jahre ist es her, als der Irak das letzte Mal bei einer WM dabei war. Und es war auch das einzige Mal. Durch drei knappe Niederlagen mit lediglich einem Tor Differenz gegen Mexiko, Paraguay und Belgien war das Fußballmärchen damals schnell erzählt.
📸 AFP - AFP or licensors
Ohne den Teufel an die Wand malen zu wollen, könnte es dieses Mal ähnlich schnell gehen. Die Iraker stellen den Kader mit dem drittniedrigsten Marktwert und haben die absolute Monstergruppe erwischt. Gegen Frankreich, Norwegen und den Senegal, hat man demnach aber auch nichts zu verlieren. Vielleicht geht ja was, bei einer WM weiß man nie.
Auch bei der Demokratischen Republik Kongo ist die letzte Teilnahme eine ganze Weile her. Zudem unter anderem Namen. Als DR Kongo 1974 unter dem alten Namen Zaire antrat, war gegen Schottland, Brasilien und Jugoslawien wenig zu holen. Obwohl man den Schotten ein 1:1 abringen konnte, ging man mit dem 0:9 gegen Jugoslawien mit der höchsten WM-Niederlage aller Zeiten in die Geschichtsbücher ein. Dieses Mal könnte dabei deutlich mehr drin sein. Mit Premier-League-Stars wie Yoane Wissa oder Aaron Wan-Bissaka und alten Routiniers á la Theo Bongonda, könnte in der Gruppe K mit Portugal, Kolumbien und Usbekistan durchaus Überraschungspotenzial stecken.
Auch Haiti war das letzte Mal bei der Weltmeisterschaft im Jahr 1974 zugegen. Damals musste der Inselstaat in der schweren Gruppe gegen Italien, Argentinien und Polen allerdings recht zügig die Koffer packen. Obwohl die Gruppe dieses Mal kaum leichter ist, werden sich die Haitianer gegen Brasilien, Marokko und Schottland wohl kaum wehrlos geschlagen geben.
📸 GEOFF ROBINS - AFP or licensors
Und das zurecht. Neben Josué Duverger vom FC Cosmos Koblenz, stehen mit Wilson Isidor und Jean-Ricner Bellegarde auch zwei waschechte Profis aus der Premier League auf dem Rasen. In Anbetracht der Tatsache, dass die letzte Teilnahme 52 Jahre her ist, dürfte Haiti hier nur vor Motivation strotzen.
📸 Tomas Diniz Santos - 2026 Getty Images







































