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·3. September 2026

Nach Nationalmannschafts-Rücktritt: Was bleibt von Lionel Messi?

Artikelbild:Nach Nationalmannschafts-Rücktritt: Was bleibt von Lionel Messi?

Lionel Messi (39) erklärte am Montag seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft Argentiniens. Fussballdaten.de blickt zurück auf das, was von Messi im Trikot der „Albiceleste“ für immer bleibt.

Es waren schlimme Bilder. Von Weinkrämpfen geschüttelte Fans, Weltuntergangsstimmung in Argentinien. Szenen, wie man sie in dem fußballverrückten Land in Südamerika zuvor nur bei den schweren gesundheitlichen Zusammenbrüchen von Weltmeister und Superstar Diego Armando Maradona († 2020) gesehen hatte.


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Nach Nationalmannschafts-Rücktritt: Was bleibt von Lionel Messi?

Nach der (wie 2015) im Finale gegen Chile in East Rutherford im US-Bundesstaat New Jersey mit 2:4 im Elfmeterschießen verlorenen Copa América hatte Lionel Messi 2016 seinen Rücktritt aus der argentinischen Nationalmannschaft erklärt. Die Kritik schien den Ausnahmefußballer, der bis dahin wie ein nicht eingelöstes fußballerisches Versprechen auf die Zukunft Argentiniens gewirkt hatte, zermürbt zu haben.

Dass er „nur im Dress des FC Barcelona aufblühen“ könne, war noch eine der milderen Kritiken damals.

Nun ist am 31. August 2026 das passiert, was irgendwann kommen musste: Lionel Messi (39) spielt nicht mehr für Argentinien.

„Allein Messis Verdienst“

Aber: Er geht nicht als „Unvollendeter“, sondern als Weltmeister 2022 und als Fußball-Messias.

„Sein Vermächtnis“, schrieb der geschätzte Kollege Jörg Wolfrum am Donnerstag im Kicker-Sportmagazin, „ist es, dem Fußballland Argentinien nach jahrzehntelangem Frust, (…) die Begeisterung für die Seleccion zurückgeben zu haben. Die gigantischen Fan-Feste rund um Argentinien nicht nur an den Spielorten, sondern weltweit waren allein Messis Verdienst. Wie einst Maradona lieferte auch gesellschaftlichen Kitt für ein sozial wie politisch zerrissenes Land.“

  • Und er zog spät in die Reihe der argentinischen Weltmeister-Helden von 1978 und 1986, Mario Alberto Kempes (72) und Diego Armando Maradona ein.
  • Im WM-Finale von Lusail gegen Frankreich schüttelte Leo Messi am 18. Dezember 2022 den Makel des „Unvollendeten“ ab.
  • Die „Wucht von Zahlen und Zeiträume, die fast sprachlos machen“ (Kicker): 28 Jahre nach dem letzten Titelgewinn bei einem kontinentalen oder interkontinentalen Turnier, der Copa América 1993, führte Messi Argentinien 2021 wieder zu einem Titel – 1:0 bei der Copa im Finale gegen den Erzrivalen Brasilien in Rio de Janeiro.
  • Es folgten der WM-Titel 2022 und die Copa América 2024 in den USA.
  • Als einziger Spieler aus Argentinien spielte Lionel Messi in drei WM-Finals (2014, 2022, 2026).
  • 125 Tore aus 207 Länderspielen werden als Rekorde wohl für immer bei Messi bleiben.
  • Was bleibt noch von Messi? Diese Triumphe – und der gern vergessene Olympiasieg 2008 in Peking mit anderen Großen seiner Generation wie Sergio Agüero und Angel Dí Maria – aber auch die schwarzen Stunden.

Warum Argentiniens Trainer José Pekerman Messi im WM-Viertelfinale am 30. Juni 2006 gegen Deutschland in Berlin auf der Bank ließ, wird sein Geheimnis bleiben.

2010 – 0:4 im WM-Viertelfinale in Kapstadt – und 2014 nach 0:1 im Finale von Rio de Janeiro – verhinderte einzig Deutschland die Messi-Krönung.

Und ein anderer Deutscher verdarb das Messi-Debüt am 17. August 2005 in Budapest.

Der deutsche Weltklasse-Schiedsrichter Dr. Markus Merk (Kaiserslautern) stellte den beim Debüt 18 Jahre, einen Monat und 24 Tage alten Lionel Messi nach nur einer Minute Spielzeit gegen Ungarn (2:1) vom Platz. Rot nach einer Tätlichkeit in einem Laufduell.

„Alle sprachen schon vorher nur von dem?Wunderjungen“

Lothar Herbert Matthäus (65) erinnerte sich im Juli 2026 in der WELT an seine erste Begegnung mit Messi in diesem Spiel:

#„Ich war damals Nationaltrainer Ungarns. Wir trafen in einem Freundschaftsspiel auf Argentinien, das 2:1 gewann. Hernán Crespo, Roberto Ayala, Juan Pablo Sorín waren deren Stars. Lionel Scaloni, der heutige argentinische Nationaltrainer, war als rechter Verteidiger dabei. Aber alle sprachen schon vorher nur über den Wunderjungen vom FC Barcelona, der sein Länderspiel-­Debüt geben sollte. Nach gut einer Stunde wurde Messi eingewechselt, 18 Jahre jung, und er legte los mit allem, was er an Sturm und Drang draufhatte. Erster Ballkontakt, Dribbling, einer meiner Spieler – ich weiß nicht mehr, wer – kann ihn nur noch festhalten, Messi schlägt nach hinten. Tätlichkeit!“

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