FCBinside
·16. Juli 2026
Nach Paraguay-Schock: Kimmich verließ DFB-Teamhotel erst 1,5 Tage später

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·16. Juli 2026

Das bittere WM-Aus gegen Paraguay hat Joshua Kimmich offenbar besonders schwer getroffen. Laut einem Bericht des Spiegel verließ der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft das Teamhotel erst anderthalb Tage nach dem Ausscheiden – als letzter Spieler des DFB-Trosses.
Während sich seine Teamkollegen nach und nach auf den Heimweg oder in den Urlaub machten, blieb Joshua Kimmich noch im DFB-Quartier in Winston-Salem. Wie der Spiegel berichtet, harrte der Mittelfeldspieler des FC Bayern rund eineinhalb Tage nach dem Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay im Hotel aus.
Demnach fiel es dem 31-Jährigen schwer, das enttäuschende Turnier einfach hinter sich zu lassen. Stattdessen soll sich Kimmich intensiv mit Mitgliedern des DFB-Staffs ausgetauscht und gefragt haben, ob noch etwas zu erledigen sei. Zudem habe er sich laut dem Bericht „immer wieder für das Ausscheiden entschuldigt“.
Für den Bayern-Profi war es bereits die dritte Weltmeisterschaft – und erneut endete das Turnier mit einer großen Enttäuschung. Nach dem Vorrunden-Aus 2018 in Russland und 2022 in Katar scheiterte Deutschland diesmal bereits im Sechzehntelfinale nach einem 4:5 im Elfmeterschießen gegen Paraguay.
Trotz des erneuten Rückschlags machte Kimmich unmittelbar nach dem Ausscheiden deutlich, dass er seine Laufbahn in der Nationalmannschaft nicht beenden möchte. „Ich werde immer die Power haben für einen neuen Anlauf. Was ich niemals tun werde, ist: aufgeben.“

Foto: IMAGO
Auch zwei Tage später meldete sich der DFB-Kapitän mit emotionalen Worten über Instagram zu Wort. „Ich bin gerade einfach nur leer und mir ist überhaupt nicht danach, mich zu melden. Aber es gehört dazu, sich auch diesen Situationen zu stellen. Gemeinsam hatten wir vor, eine sehr erfolgreiche WM zu spielen, Deutschland würdig zu vertreten und einen kleinen Beitrag für eine positive Entwicklung in unserem Land zu leisten. Und wir sind gescheitert. Mal wieder. Und das macht mich fertig.“
Beim Turnier war Kimmich unter Bundestrainer Julian Nagelsmann überwiegend als Rechtsverteidiger eingesetzt worden – obwohl der Bayern-Star seine Zukunft seit Jahren im zentralen Mittelfeld sieht. Die Personalentscheidung sorgte bereits während der Weltmeisterschaft für Diskussionen und dürfte nach dem frühen Ausscheiden weiter aufgearbeitet werden.
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