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·29. Mai 2026

Nach Schreckmoment im Türkei-Training: Montella will bei Kerem Aktürkoğlu auf Nummer sicher gehen

Artikelbild:Nach Schreckmoment im Türkei-Training: Montella will bei Kerem Aktürkoğlu auf Nummer sicher gehen

Die türkische Nationalmannschaft hat in Istanbul mit der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2026 begonnen. Vor dem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada sprach Nationaltrainer Vincenzo Montella über die Ziele der Mannschaft, die Gruppengegner und den Gesundheitszustand von Kerem Aktürkoğlu. Besonders beim verletzten Offensivspieler will der Coach kein Risiko eingehen.

Kerem hatte sich im Training der Nationalmannschaft verletzt und sorgte damit zunächst für große Sorgen im türkischen Lager. Inzwischen gibt es jedoch Entwarnung. Montella machte deutlich, dass keine schwerwiegende Verletzung vorliegt, der Spieler aber behutsam aufgebaut werden soll.


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Kerem fehlt im ersten Testspiel

Montella erklärte, dass Kerem für die Türkei ein enorm wichtiger Spieler sei. Der Offensivspieler könne nicht nur Tore erzielen, sondern auch durch sein Pressing die gesamte Mannschaft nach vorne ziehen. Deshalb habe der Nationaltrainer nicht vor, die Weltmeisterschaft ohne ihn zu bestreiten. Für das Testspiel am 1. Juni gegen Nordmazedonien kommt ein Einsatz aber nicht infrage. Montella stellte klar, dass er Kerem in dieser Partie nicht einsetzen werde. Der Spieler habe zwar wieder mit dem Laufen begonnen, solle aber ohne unnötigen Druck an sein Comeback herangeführt werden.

Einsatz am 6. Juni noch offen

Auch für das nächste Vorbereitungsspiel am 6. Juni ist eine Rückkehr noch nicht sicher. Montella ließ offen, ob Kerem dort einige Minuten erhalten könnte. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Der Fokus liege klar darauf, den Spieler rechtzeitig und ohne Rückschlag für die Weltmeisterschaft fit zu bekommen. Damit setzt der Nationaltrainer ein klares Zeichen: Kerems Gesundheit hat Vorrang. Ein Einsatz in der Vorbereitung soll nur dann erfolgen, wenn keinerlei Risiko besteht.

Türkei will Schritt für Schritt gehen

Mit Blick auf die Weltmeisterschaft formulierte Montella ein realistisches Ziel. Die Türkei wolle zunächst die Gruppenphase überstehen und sich danach von Spiel zu Spiel weiterarbeiten. Der Druck sei normal, erklärte der Coach, schließlich vertrete man nicht nur einen Verein, sondern ein ganzes Land. In der Gruppe trifft die Türkei unter anderem auf Australien, Paraguay und Gastgeber USA. Montella sprach von einer unberechenbaren Gruppe und warnte davor, die Gegner zu unterschätzen. Australien sei kompakt und diszipliniert, Paraguay habe in der Qualifikation gegen große Nationen gespielt, die USA würden als Gastgeber ebenfalls mit viel Qualität auftreten.

Kaderentscheidung wird schwierig

Auch zur finalen WM-Auswahl äußerte sich Montella. Am Ende werde ein 23-Mann-Kader nominiert. Dabei gehe es nicht nur um Qualität, sondern auch um taktische Flexibilität, Verhalten innerhalb der Mannschaft und die Frage, welche Spieler dem Team im Turnier am meisten helfen können. Der Coach weiß, dass die Entscheidung für einige Spieler bitter werden wird. Für Kerem Aktürkoğlu scheint die Richtung jedoch klar: Montella plant fest mit ihm – nur eben ohne unnötiges Risiko auf dem Weg zur Weltmeisterschaft.

Foto: Juan Manuel Serrano Arce/Getty Images

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