LIGABlatt
·2. Mai 2026
Nach schweren Patzern: Torwart Ederson verliert Rückendeckung der Fenerbahçe-Führung

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Nachdem er im wichtigen Ligaspiel gegen Rizespor in letzter Minute am Gegentreffer und damit am empfindlichen Punktverlust nicht ganz unschuldig war, gilt Fenerbahçe-Torhüter Ederson in seinem Verein aktuell als persona non grata und muss sich von vielen Seiten harsche Kritik anhören. Wie nun türkischen Medien zu entnehmen ist, vermeidet die Vereinsführung bewusst, sich schützend vor den Spieler zu stellen.
Es gilt als allgemeine Fußballweisheit, dass die Position des Torhüters die undankbarste im ganzen Team ist. Man ist nicht derjenige, der als Held gefeiert wird, weil man Tore schießt, wenn man aber Gegentreffer kassiert, oder auch deswegen ein Spiel verliert, ist man oft der erste, der in der Kritik steht. Ebendies erfährt nun Fenerbahçe-Torhüter Ederson, nachdem er im Ligaspiel gegen Rizespor in der letzten Minute vor einem entscheidenden Gegentor, das zum Punktverlust führte, nicht gut aussah. Viele geben nun dem Schlussmann die Schuld, dass man die türkische Meisterschaft verspielt habe, auch wenn dieser bei der Derby-Niederlage gegen Galatasaray nur wenig Aktien im Spiel hatte. Anstatt sich nun aber schützend vor ihren Keeper zu stellen und die Anfeindungen gegen ihn zu verurteilen, schweigt die Vereinsführung rund um Präsident Sadettin Saran lieber, sondern soll sich stattdessen tendenziell ebenfalls für einen Abschied Edersons aussprechen.
Mehrheit des Vereins fordert Ederson-Abschied
Wie die türkische Zeitung "Sabah" berichtet, plädieren inzwischen nicht nur viele Fans, sondern auch ein Großteil der offiziellen Vereinsverantwortlichen bei Fenerbahçe für einen Abschied von Torhüter Ederson, der erst im vergangenen Sommer von Manchester City nach Istanbul gewechselt war. Der 32-Jährige hat bei den "Kanarienvögeln" noch einen bis zum Sommer 2028 laufenden Vertrag und soll dabei um die elf Millionen Euro pro Jahr verdienen. Bei einem möglichen Abschied des Spielers könnte dies eine gewaltige Hürde sein, da sich – zumindest in Europa – wohl nicht viele andere Vereine finden lassen, die ein solches Gehalt für einen Torhüter mit wiederkehrenden Unsicherheiten zahlen würden. Eine Vertragsauflösung wiederum würde für Fenerbahçe sehr teuer werden.
Fenerbahçe-Präsident Sadettin Saran will keine Entscheidung fällen
Der noch amtierende Vereinspräsident Fenerbahçes, Sadettin Saran, der bei der nächsten Generalversammlung der Vereinsmitglieder am 6. und 7. Juni sein Amt verlieren wird, vermeidet es unterdessen, sich schützend vor Ederson zu stellen und die teils harschen Anfeindungen gegen ihn aus dem eigenen Vereinsumfeld zu verurteilen. Gleichzeitig will Saran offenbar auch keine Entscheidung dahingehend fällen, ob man den Vertrag mit dem Brasilianer wirklich auflösen will, sondern plant stattdessen, diese Entscheidung der nächsten Klub-Führung zu überlassen.
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