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·29. April 2026
Nach „Spiel des Jahrhunderts“: Bayern glauben an Triple-Traum

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Nach dem wilden 4:5 bei Paris Saint-Germain lebt beim FC Bayern der Traum vom Triple weiter. Das Spektakel in Paris, von den Beteiligten als historisch und von der internationalen Presse als Fußball-Feuerwerk gefeiert, hat den Münchnern für das Rückspiel am kommenden Mittwoch neue Zuversicht gegeben.

Michael Olise bejubelt seinen Treffer zum zweiten Bayern-Tor im Halbfinal-Hinspiel der UEFA Champions League 2025/26 zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern München am 28. April 2026 im Parc des Princes in Paris. Alexander Hassenstein / Getty Images Europe via Getty Images
Unweit der Champs-Élysées wurden die Triple-Jäger nach dem irrsinnigen Abend mit großem Applaus zum Bankett empfangen. Vorstandschef Jan-Christian Dreesen sprach von „einem außerordentlichen Tag, ein historischer Tag!“ und verwies darauf, dass es „noch nie neun Tore in einem Halbfinalspiel der Champions League gegeben“ habe. Tempo, Kreativität, Einzelaktionen auf Weltklasseniveau und insgesamt neun Treffer machten das 4:5 nach 2:3 zur Ode an den Fußball, auch wenn Bayern am Ende mit leeren Händen dastand.
Entscheidend blieb für Dreesen die nüchterne Ausgangslage: „Wir sind ein Tor zurück. Und das gilt es aufzuholen.“ Damit ist klar, dass die Münchner im Rückspiel zum Siegen verdammt sind, wenn die Saison der Superlative nicht beim nationalen Double enden soll. Den Schwur für das Finale am 30. Mai in Budapest hatten die Spieler um den weiter hungrigen Hundert-Tore-Sturm mit Harry Kane, Michael Olise und Luis Díaz bereits vor dem Heimflug am Mittwochvormittag abgelegt.
Joshua Kimmich machte die Stimmung in der Kabine deutlich: „Jeder in der Kabine hat diesen Glauben, hat dieses Gefühl, hat dieses Selbstvertrauen, dass wir zu Hause Paris schlagen können.“ Auch die späten Treffer von Dayot Upamecano in der 65. Minute und Díaz in der 68. Minute gaben dem bayerischen Selbstverständnis nach dem zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstand spürbar Nahrung. Dreesen beschrieb die dramatische Phase so: „Wenn du dann so 2:5 hinten bist, dann bist du eigentlich tot. Du sitzt auf der Tribüne und denkst: ‚Oh, oh, oh. Was, wie soll das werden?“
Die Münchner hatten früh durch Kane per Foulelfmeter in der 17. Minute und Olise in der 41. Minute getroffen, doch Paris fand immer wieder die passende Antwort. Chwitscha Kwarazchelia traf in der 24. und 56. Minute, João Neves in der 33. Minute, dazu bestrafte Weltfußballer Ousmane Dembélé die anfällige Bayern-Defensive per Handelfmeter in der 45. Minute plus fünf sowie erneut in der 58. Minute.
Dass sich die Bayern nach dem 5:2 der Pariser, die sich „abgeklatscht haben, als ob sie schon durch sind und nach Budapest fahren“, noch einmal herankämpften, wertete Sportvorstand Max Eberl als „besonders“. Kimmich meinte sogar: „In den letzten Jahren wären wir wahrscheinlich weggebrochen.“ Dreesen sprach von einem „bestandenen Charaktertest“.
Gleichzeitig rückten durch die fünf Gegentore Fragen zum aggressiven Mann-gegen-Mann-Stil wieder in den Fokus. Eberl bremste diese Debatte jedoch sofort aus: „Warum sind wir hier? Weil wir bisher so Fußball gespielt haben. Und jetzt auf einmal das ganze Spiel zu ändern, das wäre völlig absurd.“ Für das Rückspiel seien dennoch „Anpassungen“ nötig. Aleksandar Pavlovic ergänzte: „Natürlich müssen wir auf die Konterabsicherung ein bisschen mehr aufpassen.“
Die internationale Presse reagierte mit Begeisterung auf das denkwürdige Halbfinale und sprach unter anderem vom „Spiel des Jahrhunderts“ in The Sun, von einem „Fußball-Meisterwerk“ in AS und vom „nackten, puren Wahnsinn“ im Blick. Der Guardian fragte: „Gab es jemals ein Fußballspiel wie dieses?“ Kimmich selbst nannte das Erlebnis ein „Gefühlsbad“.
Für das Rückspiel am kommenden Mittwoch um 21.00 Uhr bei DAZN ist der Rahmen damit gesetzt. Vincent Kompany wird nach abgesessener Sperre wieder an der Seitenlinie stehen, und PSG-Coach Luis Enrique erwartet erneut ein Spiel auf Anschlag: „Das Rückspiel wird genauso laufen wie das Hinspiel. Ich habe meine Mitarbeiter vor fünf Minuten gefragt, wie viele Tore wir zum Sieg brauchen. Mindestens drei!“ Auch Kompany rechnet mit Vollgas-Fußball, denn „PSG wird nicht akzeptieren, es anders zu machen, und wir auch nicht“. Auf ins nächste Gefühlschaos!









































