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·13. Juli 2026
Nach WM-Debakel: DFB verteidigt umstrittene Nagelsmann-Entscheidung

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·13. Juli 2026

Der DFB kämpft nach dem frühen WM-Aus nicht nur mit den sportlichen Folgen. Auch finanziell wird das Debakel teuer – und ausgerechnet die frühzeitige Vertragsverlängerung von Julian Nagelsmann sorgt nun für neue Diskussionen.
Nach dem enttäuschenden Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft steht der Deutsche Fußball-Bund nicht nur sportlich, sondern auch finanziell vor großen Herausforderungen. Besonders die bereits Anfang 2025 beschlossene Vertragsverlängerung von Julian Nagelsmann sorgt nun für Diskussionen. Der Bundestrainer hatte ursprünglich einen Vertrag bis zum Ende der WM 2026, wurde jedoch schon eineinhalb Jahre vor Ablauf bis zur EM 2028 gebunden. Nach dem frühen Turnier-Aus und der anschließenden Trennung vom 38-Jährigen muss der DFB nun eine millionenschwere Abfindung zahlen.
Trotz der Kritik verteidigt DFB-Schatzmeister Stephan Grunwald die damalige Entscheidung. „Es gab gute Gründe“, sagte er dem „kicker“. Zwar sei er nicht für die Vertragsgestaltung verantwortlich gewesen, dennoch betonte er: „Ich war zwar für die Vertragsgestaltung nicht zuständig, würde aber auch heute wieder Ja sagen, denn die damaligen Rahmenbedingungen waren gut.“ Hintergrund der vorzeitigen Verlängerung war offenbar das Interesse mehrerer Vereine, die Nagelsmann zurück in den Klubfußball holen wollten.
Die finanziellen Folgen des WM-Debakels gehen allerdings weit über die Abfindung hinaus. „Das Defizit liegt bei geplanten 9,4 Millionen Euro, wobei wir das Ist-Ergebnis aus Abrechnungsgründen final erst im Herbst benennen können“, erklärte Grunwald. Noch nicht berücksichtigt sind dabei die Kosten für den Trainerwechsel oder mögliche Ablösesummen.
Denn auch die Verpflichtung eines Nachfolgers könnte den Verband zusätzlich belasten. Als Wunschkandidat gilt Jürgen Klopp, mit dem laut DFB bereits über die wesentlichen Vertragsinhalte gesprochen wurde. Eine Einigung mit dessen aktuellem Arbeitgeber Red Bull steht jedoch noch aus.
Wie hoch die Gesamtkosten des sportlichen Misserfolgs letztlich ausfallen, ist deshalb weiterhin offen. Grunwald machte deutlich, dass der DFB auf die schwierige Situation vorbereitet sei: „Ich habe die Aufgabe, so zu planen, dass auch im schlechten Falle niemand in Panik ausbrechen muss.“ Erst nach der Sommerpause soll feststehen, wie stark das WM-Aus die Verbandsfinanzen tatsächlich belastet.







































