DFB-Frauen
·14. September 2026
In partnership with
Yahoo sportsDFB-Frauen
·14. September 2026
Die Erfolgsserie des FC Bayern München in der Google Pixel Frauen-Bundesliga hält. Trotz eines zweimaligen Rückstands übersprang der Titelverteidiger zum Abschluss des 4. Spieltages auch die Hürde bei Bayer 04 Leverkusen und gewann ein spannendes Topspiel am Ende noch 3:2 (0:1).
Nach dem vierten Sieg im vierten Saisonspiel ist der FC Bayern nicht nur weiterhin punktgleich mit Spitzenreiter VfL Wolfsburg, sondern inzwischen seit 46 Ligaspielen in Folge ungeschlagen und baute damit den eigenen Rekord weiter aus. Zuletzt gingen die Münchnerinnen am 12. Oktober 2024 (0:2 beim VfL Wolfsburg) leer aus.
Vor 2272 Zuschauer*innen im Ulrich-Haberland-Stadion brachte die polnische Nationalspielerin Paulina Tomasiak (36./52.) die Gastgeberinnen bei ihrem Startelfdebüt in der Frauen-Bundesliga zweimal in Führung. Vanessa Gilles (51.) und die beiden eingewechselten Edna Imade (68.) und Alara Sehitler (88.) wendeten aber noch das Blatt.
"Ich freue mich sehr, dass ich in der Schlussphase noch diesen Einfluss auf das Spiel nehmen konnte", sagte Matchwinnerin Alara Sehitler, die schon im Oktober 2024 bei einem 3:2-Auswärtserfolg in Leverkusen ebenfalls das späte Siegtor erzielt hatte, im Interview mit SPORT1. "Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt, aber zu selten den Abschluss gefunden. Nach der Pause haben wir phasenweise ein wenig die Kontrolle verloren. Es spricht aber für unsere Mentalität, dass wir am Ende das Spiel noch gewinnen."
Franziska Kett erklärte: "Es hat Spaß gemacht, nach längerer Pause wieder auf dem Platz zu stehen. Es war bitter, dass ich mit meinem Fehlpass am Rückstand beteiligt war. Wir wissen aber, dass wir immer zurückkommen können."
Bayer-Trainer Roberto Pätzold meinte gegenüber SPORT1: "Die Niederlage tut brutal weh, weil wir sehr viel investiert und leidenschaftlich gespielt haben. Wir mussten vor allem in der ersten Halbzeit viel hinterherlaufen, haben wir dennoch nur wenige Chancen zugelassen. Dass wir am Ende mit leeren Händen dastehen, schmerzt sehr."
Leverkusens Torhüterin Rafaela Borggräfe betonte: "Alle haben ihr Herz auf dem Platz gelassen. Deshalb bin ich stolz auf das Team. Wie schon gegen Wolfsburg waren wir auch gegen Bayern sehr nah dran, zumindest einen Punkt mitzunehmen."
Im Vergleich zum 2:1-Auswärtserfolg bei der TSG Hoffenheim veränderte Bayer-Trainer Roberto Pätzold seine Anfangsformation auf zwei Positionen. Für U 23-Nationalspielerin Sofie Zdebel, die im Kraichgau die Gelb-Rote Karte gesehen hatte, startete Claudia Wenger im zentralen defensiven Mittelfeld. Außerdem erhielt Paulina Tomasiak, die schon gegen die TSG als Einwechselspielerin den Siegtreffer erzielt hatte, erstmals den Vorzug gegenüber Vanessa Fudalla, die zunächst auf der Bank Platz nahm.
Wie schon in Hoffenheim fehlte Kapitänin Carolin Simon, die vor Saisonbeginn vom FC Bayern nach Leverkusen zurückgekehrt war, wegen einer muskulären Verletzung ebenso wie Valentina Mädl. Außerdem standen Melissa Friedrich (angeschlagen) und Amy Wrigge (Kreuzbandriss) nicht zur Verfügung.
Bei den Münchnerinnen gab Nationalspielerin Franziska Kett ihr Comeback nach einer Sprunggelenkverletzung und ersetzte gegenüber dem 4:1-Heimsieg gegen den SC Freiburg Katharina Naschenweng auf der linken Abwehrseite. In der Offensive lief Jovana Damnjanovic für Sophie Proost auf. Neben Torhüterin Anna Klink (Mittelhandbruch) und Stine Ballisager (Oberschenkelverletzung) mussten auch Lena Oberdorf (Reaktion im Kniegelenk), Magdalena Eriksson (Kniebeschwerden) und Regina van Eijk (Sprunggelenkverletzung) passen. Dagegen kehrte Alara Sehitler nach ihrem krankheitsbedingten Ausfall in das Aufgebot zurück.
Die Doublesiegerinnen waren von Beginn an sehr dominant, drängten Bayer 04 über weite Strecken der ersten Halbzeit in die eigene Hälfte zurück und hatten mehr als 70 Prozent Ballbesitz. Dennoch sprangen dabei nur wenige klare Tormöglichkeiten heraus. Nach einer Freistoßvariante und der folgenden Flanke von DFB-Kapitänin Giulia Gwinn kam Jovana Damnjanovic frei zum Kopfball, konnte die Kugel aber nicht in Richtung Tor platzieren. Wenige Minuten später setzte die serbische Mittelstürmerin eine Direktabnahme über das Tor, einen wuchtigen Abschluss von Giulia Gwinn von der Strafraumgrenze blockte Leverkusens Innenverteidigerin Selina Ostermeier mit dem Kopf. Nach kurzer Behandlung konnte die U 23-Nationalspielerin weitermachen.
Nur selten konnte sich Bayer 04 vom Münchner Druck befreien. Umso überraschender fiel der Führungstreffer der Gastgeberinnen. Nach einem taktischen Foul von Momoko Tanikawa an Loreen Bender etwa 20 Meter vor dem Tor führte Paulina Tomasiak den fälligen Freistoß aus. Ihr Schuss wurde von Jovana Damnjanovic in der Bayern-Mauer so unglücklich abgefälscht, dass der Ball unhaltbar für Torhüterin Ena Mahmutovic zum 1:0 (36.) einschlug.
Der Treffer zeigte zumindest für einige Minuten durchaus Wirkung. Dennoch kamen die Bayern kurz vor dem Abpfiff der ersten Halbzeit zu ihrer bis dahin besten Tormöglichkeit. Nationalspielerin Klara Bühl, die auf dem linken Flügel kaum zu stoppen war, schoss jedoch deutlich über den Kasten. Damit blieb es beim 1:0 für Leverkusen.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging es zunächst unverändert weiter - und der FC Bayern glich schnell aus. Im Anschluss an einen Eckball konnten die Leverkusenerinnen den Ball nicht weit genug aus der Gefahrenzone befördern. Die folgende Flanke von Giulia Gwinn nickte Vanessa Gilles zum 1:1 (51.) ein. Für die Abwehrspielerin war es bereits das dritte Saisontor.
Bayer 04 schlug aber umgehend zurück. Einen Fehlpass von Franziska Kett nutzte Maja Sternad eiskalt aus, setzte gedankenschnell Paulina Tomasiak ein, die Ena Mahmutovic mit einem strammen Schuss unter die Latte zum 2:1 (52.) keine Abwehrchance ließ. Damit hat auch die polnische Nationalspielerin jetzt schon drei Treffer in der laufenden Spielzeit auf dem Konto.
Da seine Mannschaft nach dem erneuten Rückstand zunächst nicht mehr zu klaren Offensivaktionen kam, nahm Bayern-Trainer José Barcala nach 65 Minuten gleich drei Wechsel vor. Katharina Naschenweng, Sophie Proost und Edna Imade lösten Franziska Kett, Linda Dallmann und Jovana Damnjanovic ab.
Das sollte sich schnell auszahlen. Nach einer erneuten Maßflanke von Giulia Gwinn von der rechten Torauslinie war Edna Imade zur Stelle und glich per Kopfball aus kurzer Entfernung zum 2:2 (68.) erneut aus.
In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Das bessere Ende hatte schließlich der FC Bayern für sich, der das entscheidende Tor mustergültig herausspielte. Momoko Tanikawa öffnete das Spiel mit einem Steilpass auf Klara Bühl. Die Flügelstürmerin legte quer auf die ebenfalls eingewechselte Alara Sehitler, die aus 14 Metern mit links und mit Hilfe des Innenpfostens zum 2:3 (88.) traf.







































