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·6. April 2026

Nachwirkungen der Derbyniederlage: Beşiktaş mit scharfer Kritik – Fans protestieren vor Stadion

Artikelbild:Nachwirkungen der Derbyniederlage: Beşiktaş mit scharfer Kritik – Fans protestieren vor Stadion

Die Aufregung um das Derby zwischen Fenerbahçe und Beşiktaş hält weiter an. Nach der umstrittenen 0:1-Niederlage gegen den Rivalen wächst bei den Schwarz-Weißen der Unmut über die Schiedsrichterleistung. Am Montagmorgen machten Fans ihrem Ärger nun auch öffentlich Luft – mit einem großen Protestbanner vor dem Tüpraş-Stadion.

Beşiktaş hatte nach der 0:1-Niederlage gegen Fenerbahçe, die durch einen verwandelten Strafstoß von Kerem Aktürkoğlu in der 90.+11 Minute besiegelt wurde, deutliche Worte gefunden. Die Verärgerung beim Klub entzündete sich vor allem an der Szene, die in der Schlussphase zum entscheidenden Elfmeter führte. Aus Sicht der Verantwortlichen war die Entscheidung höchst umstritten, entsprechend scharf fiel die Reaktion nach dem Schlusspfiff aus.


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TFF sieht Elfmeter als korrekt an

Klubpräsident Serdal Adalı griff die Schiedsrichteransetzungen und insbesondere die Verantwortlichen im türkischen Fußball offen an. Dabei stellte er nicht nur die Entscheidung im Derby infrage, sondern übte auch grundsätzliche Kritik an der Arbeit der zuständigen Gremien. Wie die Meiden nun berichten, bewerten Quellen aus dem Umfeld des türkischen Fußballverbands die Leistung von Yasin Kol jedoch als positiv. Demnach soll der Unparteiische für seine Spielleitung eine gute Bewertung erhalten haben. Entscheidend ist dabei vor allem die Auslegung der Szene vor dem Strafstoß. Dem Bericht zufolge wurde Dorgeles Nene zwar zunächst außerhalb des Strafraums getroffen, die Aktion setzte sich jedoch innerhalb des Sechzehners fort. Nach den Regeln des International Football Association Board (IFAB) ist in einem solchen Fall auf Elfmeter zu entscheiden. Genau diese Sichtweise sollen auch die portugiesischen Schiedsrichterberater beim TFF vertreten haben.

Diskussionen halten an

Damit stellt sich der Verband offenbar klar hinter Yasin Kol und gegen die Vorwürfe von Beşiktaş. Während der Klub die Schiedsrichterleistung weiter scharf kritisiert, deutet beim TFF alles darauf hin, dass die umstrittene Entscheidung regeltechnisch als korrekt eingeordnet wird. Die Diskussionen rund um das Derby dürften damit allerdings noch nicht beendet sein. Vor allem wegen der späten Spielentscheidung und der emotionalen Begleitumstände bleibt das Thema in der Türkei weiter brisant.

Protest gegen TFF und VAR – weitere Kritik vom Präsidenten

Als Zeichen des Protests wurde vor dem Tüpraş-Stadion nun ein riesiges Banner aufgehängt. Darauf stand die Aufschrift: "Puppet VAR". Mit dieser Botschaft richteten sich die Fans klar gegen den Videoassistenten und die Verantwortlichen im türkischen Fußball. Das Banner sorgte schnell für Aufmerksamkeit und unterstrich, wie tief der Ärger über die Derby-Entscheidungen bei vielen Anhängern weiterhin sitzt. Und nicht nur die Anhänger, sondern auch die Klubführung hatte nach dem Derby deutliche Worte gefunden. Präsident Serdal Adalı reagierte nach der Partie scharf auf das Schiedsrichtermanagement und kritisierte die zuständigen Gremien im türkischen Fußball offen. Dabei stellte er klar, dass aus seiner Sicht grundlegende Veränderungen notwendig seien.

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