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·30. April 2026

Nackenschlag kurz vor Schluss: Freiburg verliert in Braga

Artikelbild:Nackenschlag kurz vor Schluss: Freiburg verliert in Braga

Das größte Spiel der bisherigen Vereinsgeschichte fand für den SC Freiburg heute in Braga statt. Im Europa-League-Halbfinale gegen Braga erkämpfte sich der Sportclub lange Zeit ein 1:1 Unentschieden, ehe ein spätes Gegentor in der letzten Minute der Nachspielzeit doch noch den Sieg der Hausherren besiegelte.

Für SC-Trainer Julian Schuster gab es vor der Partie gute personelle Nachrichten. Seine vermeintliche A-Elf stand zur Verfügung, auch die zuletzt fraglichen Ginter, Manzambi, Suzuki und Makengo waren rechtzeitig fit geworden. Zudem rückten Treu und Beste in die Startformation, während Kübler, Ogbus, Günter, Höfler, Scherhant und Höler zunächst auf der Bank Platz genommen hatten.


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Früher Rückstand, Grifo gleicht aus

Schon früh deutete sich ein schweres Auswärtsspiel für die Breisgauer an. Sie brauchten einige Minuten, um Sicherheit ins eigene Spiel zu bekommen, während Braga vor allem über Zalazar und Pau Victor immer wieder gefährlich wurde.

Nach sieben Minuten wurde die Druckphase der Portugiesen dann belohnt. Freiburg stand tief, Manzambi klärte eine Flanke am Fünfmeterraum nur unzureichend, sodass Gomez auf der rechten Seite schnell schaltete und flach hinter die Kette spielte. Dort entwischte Tiknaz gleich mehreren Freiburgern und spitzelte den Ball im Grätschen ins lange Eck zur frühen Führung für Braga.

Die Reaktion des Sportclubs ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Zunächst näherte sich Manzambi mit einem Linksschuss aus halblinker Position an, ehe Freiburg in der 16. Minute zuschlug. Braga leistete sich am Mittelkreis einen folgenschweren Ballverlust. Matanovic ging dazwischen, wurde abgegrätscht, doch Beste schnappte sich das Spielgerät und legte vor dem Tor auf Grifo quer. Freiburgs Kapitän schob sicher zum 1:1 ein.

In der Folge entwickelte sich ein umkämpftes, phasenweise zerfahrenes Spiel. Chancen blieben dennoch auf beiden Seiten vorhanden. Grifo setzte einen Freistoß deutlich zu hoch an, Dorgeles verzog für Braga, Joao Moutinho prüfte Atubolu aus der Distanz. Ein Wermutstropfen auf Seiten der Gastgeber war allerdings die verletzungsbedingte Auswechslung von Ricardo Horta nach 25 Minuten.

Als die Zuschauer im Stadion bereits auf den Halbzeitpfiff warteten, wurde es dann noch einmal dramatisch. Nach einer Ecke griff der VAR ein, weil Lienhart Braga-Verteidiger Lagerbielke im Strafraum zu Boden gezogen hatte. Taylor schaute sich die Szene selbst noch einmal an und entschied auf Elfmeter. Zalazar trat an, zielte scharf und platziert ins linke untere Eck, doch Atubolu ahnte die Ecke und rettete Freiburg das 1:1 zur Halbzeit.

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Foto: Getty Images

Freiburg überlegen, Eggestein scheitert, Braga trifft

Nachdem der SC mit dem Unentschieden zur Halbzeit sehr gut leben konnte, übernahm die Mannschaft von Julian Schuster in den zweiten 45 Minuten größtenteils die Spielkontrolle.

Insbesondere Matanovic und Manzambi waren die Aktivposten der Freiburger und kurbelten immer wieder an. So auch nach 64 Minuten, als am Ende eines gelungenen Angriffs Eggestein zum Abschluss kam, den Ball jedoch zu unplatziert auf das Tor brachte, sodass Hornicek ohne größere Probleme parieren konnte.

Fünf Minuten später forderten die mitgereisten Fans einen Elfmeter, doch Massengo ließ sich im Zweikampf etwas zu leicht fallen. Ein Freistoß von Grifo kurz darauf aus aussichtsreicher Position landete in der Mauer.

Die in der ersten Halbzeit noch deutlich gefährlicheren Gastgeber kamen im zweiten Durchgang offensiv kaum noch zur Geltung, bis zur letzten Minute der Nachspielzeit. Gomez brach bis zur Grundlinie durch und bediente den im Rückraum einlaufenden Carvalho. Dessen eigentlich zu zentraler Abschluss wurde von Atubolu unzureichend vor die Füße von Dorgeles abgewehrt, der mit der einzigen echten Offensivaktion der Hausherren im zweiten Durchgang doch noch den Siegtreffer erzielte. Nichtsdestotrotz haben die Breisgauer in genau einer Woche die Chance, zurückzuschlagen und das Duell im Heimspiel noch zu drehen.

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